Stahlwerk


Und nun…??? nachher ist man auch nicht schlauer als vorher
17. Mai 2014, 22:52
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Schicksal ist das Wort was aktuell gerne rund ums Ellenfeld bemüht wird. Ein Wort das zweifelsohne zu einem schwarz-weißen Vereinsmotto gehören müsste. Ob die vielen Relegationen die sich in diesen Tagen mal wieder jähren oder eben so ein Spiel wie heute. Manchmal glaube ich wirklich schon das es so einen kleinen Fluch gibt, der auf dem Verein lastet. Als ob Abstiegskampf in der Oberliga mit solch einer Vergangenheit nicht schon schmerzhaft genug wäre, hatte ausgerechnet der Nachwuchs des neureichen Zöglings aus der provinziellen (Fußball)nachbarschaft die einmalige Gelegenheit, dem Anhang auch noch den letzten Rest zu geben. Eine Geschichte die man in Elversberg auch noch seinen Enkeln erzählt hätte und eine Schmach die man als Borussenfan wohl niemals verdaut hätte.

am Treffpunkt

am Treffpunkt

Aber auch das gehört zu dem Schicksal, wenn die Not am größten ist dann zeigt sich einmal mehr was die Nachbarschaft eben niemals haben kann. Emotionen, Leidenschaft und einen Anhang der einen manchmal selbst noch zu überraschen weiß. Es dürften bestimmt 450 bis 500 Borussenfans unter den 600 Zuschauern gewesen sein, die trotz der miesen Aussichten den Weg an die Baustelle Kaiserlinde fanden. Wenn es jemals eines Beweises bedurft hätte, wo Neunkirchens Fußballherz zu Hause ist, so wäre er dies einmal mehr gewesen.

 

eine halbe Stunde vor Spielbeginn

eine halbe Stunde vor Spielbeginn

Der Block reichlich in schwarz und weiß gehalten, sang trankfreudig schon deutlich vor Spielbeginn. Selbst den letzten Spieler musste jetzt klar werden das er nicht für irgendeinen Verein Fußball spielt. Und man sollte es kaum glauben man sah wirklich wieder kämpfende Spieler im gelben Auswärtstrikot. Sie rannten, sie grätschten und sie gaben keinen Ball kampflos her, auch wenn spielerisch nicht viel ging. In Hälfte eins versuchte man zumeist über die Mitte den Weg zum Tor, was aufgrund der taktischen Ordnung der Elversberger zumeist Stückwerk blieb. Viel klein, klein, viele Dribblings von Dausend oder Kirchen, aber letztlich fehlte die letzte Struktur im Spiel. Vielleicht auch der letzte Mut zur Offensive, was aber aufgrund der defensiven Grundordnung kaum verwundern konnte. Hajdarovic hatte die eine, die große Chance mit einem Kopfball schon früh in der 6.Minute den Mob ins Extase zu versetzen, leider aber konnte er den Ball nicht direkt aufs Tor bringen.

Baustelle Kaiserlinde

Baustelle Kaiserlinde

Ansonsten verlief die erste Hälfte wenig spektakulär, es sei denn man war Fan von taktischen Geplänkel. Erwähnenswert vielleicht noch das Tim Cullmann auf der Sechs spielte. Schon interessant zu beobachten wie Trainer Spieler bewerten die sie eben noch nicht seit Jahren kennen. Ich find er hat seine Sache gut gemacht. In Hälfte zwei gingen dann die Umstellungen fleissig weiter, Kirchen in Hälfte eins sicherlich einer der Unruhepole in der Offensive fand sich auf einmal als rechter Verteidiger wieder. Hajdarovic auf dem rechten Flügel, was sicherlich gut gedacht, schwächte die Mannschhaft aber zusehends. Offensiv blieb jetzt viel an Hedjilen und Weston hängen die beide viel liefen, aber sicherlich nicht die Qualität eines Kirchen oder Hajdarovic haben. Vorallem passte das Spiel nicht mehr zu der Aufstellung. Viel ging jetzt über die Flügel und Flanken aber in der Mitte war eben keiner mehr um zu verwerten. Dennoch kann man beiden Spielern reichlich Engagement zusprechen. Vorallem Hedjilen hätte heute zum Helden werden können, als er sich den Ball eroberte in den Strafraum zog aber leider zuviel Rücklage hatte. Insgesamt fehlte aber beiden Teams weiterhin der Zug zum Tor. Dausend kurz vor Schluß verpasste zweimal den entscheidenen Pass um den Anhang ausflippen zu lassen, den Torjubel hätte ich gerne erlebt. Als dann später noch mit Klein ein zusätzlicher Innenverteidiger reinkam war klar wohin das führen sollte. Es ging nur noch ums unentschieden halten, wahrscheinlich kannte man die Ergebnisse der anderen Plätze. Digital Camera

Nach Spielschluß wurde die Mannschaft noch vom Großteil der Fans gefeiert, manch Spieler war kurz davor mitzumachen, aber es gibt Dinge die gehen nicht. Ich brauche keine Mannschaft feiern die sich zu Hause mit 1:5 abschlachten lässt oder auswärts eine Klatsche nach der nächsten mit heim bringt, denn sind wir mal ehrlich, hätte dieses Team in den letzten Wochen ähnlich gekämpft müsste man heute nicht mehr um den Klassenerhalt bangen. Und gewonnen ist noch gar nichts außer die Tatsache auch am nächsten Samstag noch die Möglichkeit zu haben den Klassenerhalt doch noch unter Dach und Fach zu bringen.

Fernsehbericht in der arena am Samstag hier

 

 

 

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Frust, Trauer, Unmut
11. Mai 2014, 22:19
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10.05.14, Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: VfB Borussia Neunkirchen - TSG Pfeddersheim 1:5Eigentlich sollte ich für das gestrige „Spiel“ hier einen Spielbericht abliefern. Mit Spiel hatte das wahrlich nichts gemein eher mit Gekicke oder Gestolper. Um mir alles nochmal in de Kopf zu rufen sah ich mir schnell die Aufzeichnung der Arena am Samstag an. Fazit: Ich habe mich so geärgert dass ich diesem Spiel nicht mal einen Bericht widme! Reinste Arbeitsverweigerung über 90 Minuten. Null „Arschaufreissen“ Mentalität zu sehen. Da kam einfach nix! Zum ersten mal wollte ich bereits zur Halbzeit nicht mehr vor Ort sein. Außer von Kirchen und, naja könnt ihr euch selbst aussuchen, kam null. Kann sich jeder selbst aussuchen eben deswegen weil ich so höre das doch die Meinungen extrem auseinender gehen. Den Ehrentreffer durfte sich Hajdarovic auf die Brust schreiben.

200 Polizisten für 20 Fans

200 Polizisten für 20 Fans

Was wohl am erwähnensten noch ist an diesem Tag, das man beim verlassen des Stadions von ca. 200 Polizeibeamten empfangen wurde. Da hatte die Vorstandsriege wohl Angst dass die Anhängerschaft ihrem Unmut mal Luft macht. Völlig unnötig und überzogen war der Einsatz der Polizei. Würde der Vorstand nur in Vereinsangelegenheiten so viel Zeit und Energie hängen. Nichtsdestotrotz stehen wir noch 2 Punkte vor einem Abstiegsplatz! Auch wenn ich nur wenig Hoffnung habe, zählt ab heute jeder Sieg! Ich hoffe weiter auf ein Wunder oder zumindest auf Mitleid des Fussballgottes! Verzeiht es mir das heute kein anständiger Bericht rüberkommt aber die Situation ist einfach nur lähmend. Bis Samstag in Elversberg! Hoffen auf den Klassenerhalt!

ohne Worte

ohne Worte

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von einem Talent, einer kämpferischen Leistung und dem Ende einer Negativserie…
1. Mai 2014, 20:42
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Der Tabellenelfte empfängt den Tabellenletzten, vom Restprogramm her gesehen war das gestern die vom Papier her einfachste Partie, aber was ist im Moment schon einfach.

Wenn ein neuer Trainer kommt dann ist es ja immer spannend zu sehen was verändert er, gibt es eine neue Taktik, setzt er auf andere Spieler als sein Vorgänger ect.! Da aber die personelle Lage wenig Spielraum lässt, bleiben da nicht soviele Möglichkeiten, trotzdem scheint Vincenzo Simonetta ein paar andere Überlegungen zu haben. Waren es beim letzten Auswärtsspiel noch alle verfügbaren Spieler der 1.Mannschaft die beginnen durften, gab es gestern immerhin eine kleine Überraschung und die darf man im Nachhinein durchaus als gelungen betrachten.30.04.14, Oberliga RLP/Saar: VfB Borussia Neunkirchen - 1. FC Saarbrücken II 1:1

Denn mit Marc Klein der in Roßbach noch als Einwechselspieler fungierte, durfte gestern zum ersten Mal ein Spieler der 2.Mannschaft beginnen und um es vorweg zu nehmen, er machte seine Aufgabe ordentlich. Noch eine Neuerung gab es gestern, die Dieter Ferner in einem der ersten Testspiele der Saison auch schon mal ausprobierte, nämlich Armend Haliti im Mittelfeld zu platzieren, als zentralen offensiven Mann. Auch dieser Gedanke dürfte sich als richtig erwiesen haben.

Zum Spiel: Borussia schaffte es endlich mal wieder den Start nicht zu verpennen, womit die taktische Ausrichtung auch länger als eine Minute bestand hatte. Spielerisch waren die Gäste aus Saarbrücken die bessere Mannschaft, doch die Mannen von Simonetta schafften es durch Kampf diesen Unterschied auszugleichen. Wobei ihnen sicherlich auch entgegen kam, dass Saarbrücken nicht wirklich wirkte als ginge es ums überleben in dieser Liga. Eine gewisse Lustlosigkeit würde ich den Blau-Schwarzen gestern nicht absprechen wollen. Sei´s drum Abstiegskampf heißt bekanntlich selten guter Fußball, sondern eben Einsatz und Wille und der hat letztlich bei Borussia gepasst.

Marc Klein in Aktion

Marc Klein in Aktion

Da sieht man dann auch darüber hinweg das offensiv im Moment der Mut fehlt, auch weil defensiv eben alles letztlich doch eine wackelige Angelegenheit bleibt. Trotzdem war zu spüren das die Führung wieder den Glauben etwas geweckt hat, eins zwei Kontermöglichkeiten sauberer ausgespielt, ich denke da nur an Weston´s Dribbling wo er einfach den Zeitpunkt verpasst auf den startenden Dausend abzuspielen und schon wäre gestern auch ein Sieg möglich gewesen. Andernseits muß man auch so ehrlich sein wenn man an die letzten zehn Minuten denkt, da war mehr Glück als Verstand im Spiel. Da schwamm die Abwehr dann doch wieder heftig und es war allein das pure Glück das die Gäste nicht doch noch mit nem Sieg nach Hause gefahren sind. Dem Spielverlauf angemessen geht der Punkt in Ordnung, die Negativserie ist vorerst gestoppt und somit kehrt auch etwas die Hoffnung auf den Klassenerhalt zurück.

Denn: Auch nach diesem Spieltag bleiben es weiterhin fünf Punkte Vorsprung, bei jetzt allerdings nur noch vier Partien und ein Blick auf das Restprogramm der anderen Mannschaften zeigt, leichter werden deren Aufgaben auch nicht. Trotzdem wäre es schon hilfreich jetzt in Mechtersheim und/oder im nachfolgenden Heimspiel gegen Pfeddersheim noch was brauchbares zu holen, dann sollte das Abstiegsgespenst nochmal einen großen Bogen um das Ellenfeld machen.

P.S. Die Bilder stammen von Oldforest, seines Zeichens Fotograf und Blogger des 1.FC Saarbrücken, das gestrige Spiel war dann die willkommene Gelegenheit sich mal kennen zulernen. Denn auch Oldforest hat die angenehme Angewohnheit zu schreiben was er sieht, ohne sich Gedanken darüber zumachen, welch unbequeme Konsequenzen das haben kann.

Die Restprogramme der aktuell sechs letzten Mannschaften der Tabelle

 

Saarlandpokal Viertelfinale VfB Borussia Neunkirchen - 1. FC Saarbrücken 0:1

 

 


 

 

 

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Es ist schwer in Worte zu fassen was da gestern abgelaufen ist…

Es ist schwer in Worte zu fassen was da gestern abgelaufen ist, deshalb versuch ich es einfach mal chronologisch, denn irgendwie ergab gestern eins das andere. Die Ausgangslage war denkbar einfach, das Ziel die vielleicht letzten nötigen Punkte einzufahren um in Ruhe die Planungen für die neue Saison weiter vorantreiben zu können. Für Waldalgesheim hieß es alles in die Waagschale zu werfen um möglichst was zählbares mitzunehmen, auch weil die Konkurrenz unten drinne im Moment fleissig mitpunktet. 10173403_770293969655778_150624893_n

Aufstellung: Flauss – Kizmaz, Gashi, Haliti, Cullmann – N´Ganvala – Hedjilen, Dafi, Weston – Dausend, Hajdarovic

Jede taktische Idee oder Spielplan ist über den Haufen geworfen, wenn man schon nach ner Minute im Rückstand liegt. Besonders ärgerlich wird das, wenn man selbst den Ball in der Vorwärtsbewegung vertändelt. Die Gäste reagierten blitzartig und der aufgerückten Abwehr blieb nichts mehr anderes übrig, als dem Unglück seinen Lauf zu lassen. Ein Rückschlag der Spuren hinterlassen sollte. Aufgrund der Aufstellung war schon klar das man keine großartigen Spielkombinationen erwarten konnte, auch mit einer schwimmenden Abwehr musste man rechnen, denn auch hier war die Zusammenstellung einfach aus der Not geboren. Aber die Mannschaft leistete sich selbst immer wieder einen Bärendienst durch leichtfertige und unnötige Ballverluste.

Es war schon erstaunlich wie leicht Waldalgesheim teilweise vor Sebastian Flauss auftauchte, mit kurzen schnellen Spielzügen sorgten sie für ein wahres Chaos in der Defensive, in der irgendwann Abdul Kizmaz als letzter Mann sich nicht mehr ohne Foul zu helfen wusste.  Die Konsequenz, Platzverweis und sicherlich eine Sperre für die nächsten zwei,drei Spiele. So durfte dann Dieter Ferner noch einmal alles umkrempeln, die Abwehr veränderte sich auf zwei Positionen. N´Ganvala rückte aus dem Mittelfeld in die Innenverteidigung und Gashi aus selbiger auf die linke Abwehrseite. Bevor die Mannschaft sich auch nur finden konnte, nutzte Waldalgesheim die Unordnung aus und schon lag man nach einer Viertelstunde mit 2:0 zurück. Die Vorentscheidung, denn niemand im Stadion dürfte wirklich noch daran geglaubt haben das die Mannschaft nochmal zurückkommt.

In der Folge spielte Waldalgesheim ruhig seinen Stiefel runter, vor größere Problemstellungen wurden sie dabei auch nicht gestellt. Offensiv ging eigentlich gar nichts, denn was da teilweise für Anspiele und Ballverluste stattfanden, das war schon nah am Offenbarungseid. Wobei man auch sagen muß nach so einer Eröffnungsviertelstunde konnte man nichts anders mehr erwarten. Hilflos beschreibt die erste Halbzeit treffend. Die Verletzung und Auswechslung von Gashi machte die dritte Korrektur in der Abwehr nötig, die kurz darauf folgende rote Karte für Felix Dausend kurz vor der Halbzeitpause dürfte man in die Kategorie Frustbewältigung stecken. Allerdings sollte einem solch erfahrenem Spieler sowas nicht passieren, schon dreimal nicht in einer solchen Situation. Das war ein Bärendienst für die Mannschaft, der noch sehr teuer werden könnte, denn auch hier dürften durchaus ein paar Wochen spielfrei anstehen. Mehr möchte ich dazu auch nicht sagen…

10253190_770293966322445_1088371401_nGlück hatte Sebastian Flauss der bei einer Rettungsaktion mit gestrecktem Bein voran, außerhalb des Strafraums Gott sei Dank ohne Konsequenzen blieb. Über eine rote Karte hätte man sich nicht beschweren dürfen. Ansonsten scheint der Schlußmann seine Formkrise überwunden zu haben, vielleicht auch die Folge der Vertragsverlängerung. Gestern durfte man sich bei ihm bedanken das es nicht durchaus höher als 4:0 ausgegangen ist. Die zweite Hälfte bestand dann logischerweise eh nur noch aus Schadensbegrenzung, was die Mannschaft auch ganz ordentlich gemacht hat.

Fazit: Neben Noutsos, Früh, Omeröglu und Kirchen werden in den nächsten Wochen auch Gashi (verletzungsbedingt), Kizmaz und Dausend der Mannschaft fehlen. Ich möchte nicht geschenkt der Trainer sein, denn mir fehlt jede Idee wie diese Ausfälle auch nur irgendwie kompensiert werden sollen. Nächste Woche geht es dann in Roßbach weiter, wo man sich traditionell sehr schwer tut und wenn es dumm läuft steht man im nächsten Heimspiel schon unter massiven Abstiegsdruck. Deshalb kann es bei aller Enttäuschung nur noch um Schadensbegrenzung gehen…

160 Zuschauer wollten sich das Spiel noch geben, wenn man dann noch die paar Waldalgesheimer Zuschauer abrechnet, dann sind wir bei einem historischen Minusrekord. Wenn jetzt nicht langsam mal die Zeichen der Zeit erkannt werden, wann dann…Es war beängstigend den Schlusspfiff zu erleben, wären nicht die paar jubelnden Gäste gewesen, man hätte glauben können auf dem Zentralfriedhof der Stadt zustehen. Keine Pfiffe, kein Gemecker, kein gar nichts mehr, einfach nur Stille!

Update: Aktuell hält sich weiterhin das Gerücht das Dieter Ferner und sein Co Trainer Weller zurückgetreten sein sollen. Ich hoffe das sich das als falsch herausstellt, denn die einzigsten die jetzt endlich mal Konsequenz an den Tag legen sollten sind die Verantwortlichen, nämlich mit einem blitzsauberen Rücktritt um den Verein die Möglichkeit zu geben irgendwie noch die Kurve zubekommen. Das teilweise grenzenlose Vertrauen der Mitglieder wurde leichtfertig verspielt…!!!

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Alles was der Verein noch hat sind seine Fans…
6. April 2014, 18:20
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Das gestrige Spiel fällt definitiv in die Kategorie „unvergesslich“ woran allerdings weniger das sportliche Geschehen Schuld hat. Pirmasens gewann zurecht und auch in der Höhe verdient. Taktisch sah die Maßgabe vor das man erstmal hinten sicher steht und den Gegner kommen lässt. So gab es kein Pressing und auch kein wirkliches anlaufen des ballführenden Spielers. Im Gegenteil bei Ballbesitz des FKP stand man in aller Regel mit elf Mann in der eigenen Hälfte. Das Ziel war wohl dann mit schnellen Angriffen oder weiten Bällen den Stürmern viel Glück zu wünschen, denen dürfte allerdings im Laufe der Partie der Hals ziemlich angeschwollen sein, denn wie schon in den Vorwochen waren rausgespielte Chancen absolute Mangelware. Das Team ist deutlich von der Rolle, das Selbstvertrauen komplett weg, aber wen soll das auch wundern. Immerhin das Engagement stimmte über weite Teile des Spiels und dennoch wird man sich auch da in den nächsten Wochen steigern müssen, sonst könnte man schneller in einen ungebremsten Abwärtsstrudel fallen als mancher glaubt. vfbfkp

Vorallem das Mittelfeld findet offensiv im Moment nicht statt, einer wie Mehmedovic der mal seinen Frust rauslässt, mal nen guten Fernschuß macht oder nen gefährlichen Standard setzt fehlt völlig. Vermeintliche Führungsspieler haben im Moment wohl mit sich selbst genug zu tun und wenn man nach dem Spiel in die ratlosen Gesichter der Spieler schaut, dann kann einem schon etwas anders werden. In den nächsten Wochen darf es nicht mehr um schöne Spiele gehen, es zählt nicht mehr die Spielkultur sondern jeder einzelne Punkt und wenn er noch so glücklich zustande kommt. Denn man braucht keine Krise mehr herbeireden, in der steckt man schon bis zum Halse drin. Seit dem Rückrundenauftakt gegen Mehring hat man keinen einzigen Punkt mehr geholt, das Torverhältniss steht seitdem bei 3:13 und von der einstigen Heimstärke ist nichts mehr zu spüren.

Pirmasens kann man zum Aufstieg gratulieren, auch wenn David Becker nach dem Spiel noch nicht wirklich was davon hören wollte. Er aber war für mich gestern der Mann des Spiels und das sahen scheinbar auch die Pirmasenser Zuschauer so. Standing Ovations im Ellenfeld für David Becker…Ausgerechnet er der „Kann nix“ der „Notnagel“ und wie man ihn sonst so in seiner Zeit bei der Borussia betitelt hatte, zeigte seinen Kritikern das man ihn nie hätte gehen lassen dürfen. Denn auch gestern tat er wieder das was er in der vergangenen Saison noch im schwarz-weissen Trikot machte. Er köpfte das wichtige 1:0. Gegentore von einstigen Jugendspielern tun doppelt weh…Digital Camera

Enttäuschend fand ich gestern den Auftritt der FKP Fans, die erst ihre Stimme fanden als man führte und selbst dann hatten sie keine Chance sich akustisch in Szene zu setzen. Der Block 5 war gestern einfach insgesamt deutlich besser, optisch als auch von der Lautstärke her. Und irgendwann war man dann in einem Rausch, Dauergesang durch und durch. Selbst die Tore zum 2:0 und 3:0 der Pirmasenser konnten daran nichts mehr ändern. Aber auch wenn die Homepage der Borussia glauben machen möchte das man seine Mannschaft gefeiert hätte. Nein ich glaube bei den meisten war es einfach der Trotz der sie immer weiter vorantrieb. Nicht die Spieler wurden gefeiert, sondern der Verein “ Borussia Neunkirchen „. Bestes Beispiel als die Mannschaft zurück auf den Rasen kam und der Gesang einfach immer weiter ging, während die Spieler auf dem Rasen saßen und nicht so wirklich wussten was sie tun sollten.

Wir heben alles aus den Angeln

Wir heben alles aus den Angeln

Wie man als Vorstandsmitglied nach dem Spiel noch dauerlächelnd über den Rasen laufen kann ist mir ein Rätsel. Es gab gestern kein Stadionheft, viele frustrierte Zuschauer die in den nächsten Wochen und Monaten ganz sicher keinen Fuß mehr ins Stadion setzen werden und eine Mannschaft die sich selbst Rätsel aufgibt, da noch lachen zu können…Das beim zusperren des Eingangstores zum Block 5 selbiges aus den Angeln brach und sich über die Treppe nach unten verabschiedete, passte gestern ins Bild.  …Alles was der Verein noch hat…sind seine FansDigital Camera

 

 

 

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Arbeitsverweigerung 2.0
22. März 2014, 22:00
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kurz vor Spielbeginn, viel voller sollte sie aber nicht mehr werden

kurz vor Spielbeginn, viel voller sollte sie aber nicht mehr werden

Stunde X auf der Aufstiegsuhr, Tag der Entscheidung, hui oder pfui! Rein Rechnerisch war heute zu Beginn der Partie noch alles möglich. Mussten wir schon vorab die Ausfälle von Noutsos und Haliti verkraften kam heute absolute Endzeitstimmung auf. Das Wetter gab sein übliches hinzu und bei Anpfiff fanden sich schätzungsweise lediglich 200 Menschen im Ellenfeld ein. Vom Pfiff an gings eigentlich in den ersten Minuten sehr gut los, endlich konnte man fühlen das die Mannschaft aufsteigen will. Dieser „Spirit“ hielt genau bis Minute 5! Genau da standen die Salmtaler das erste mal vorm Borussentor. Was war da los? Bereits nach 15 min. kassierte man das erste Tor des Tages. Torschütze: Ex Borusse Bidon.

die Gegengeraden dafür schon ein paar Minuten vor Schluß

die Gegengeraden dafür schon ein paar Minuten vor Schluß

Die Ferner Elf ließ sich aber erstmal nicht entmutigen und hielt tapfer dagegen. In Minute 20 gelang ihnen sogar der 1:1 Ausgleich durch Felix Dausend. Bis kurz vor der Halbzeit zeigte unsere Elf ein mehr oder minder gutes Spiel, was man so mit in die Kabine hätte nehmen müssen. Allerdings ging der FSV in der 44. mit 1:2 in Führung und so gings dann doch mit hängenden Köpfen gen Halbzeitpause. Wurst, Bier, kurz durchatmen, eine rauchen, Feuer frei – Halbzeit 2. Eigentlich wollte ich jetzt ab hier etwas die 2. Halbzeit beschreiben aber ich weigere mich! Warum auch nicht! Es weigerten sich ja auch 11 Spieler heute in der 2.Halbzeit aufsteigen zu wollen. Unfassbar! Mindestens so unfassbar wie 2 Stunden an diesen paar lächerlichen Zeilen zu arbeiten. Und warum? Nur um hier nicht persöhnlich oder ausfallend zu werden. Ernsthaft überlege ich mir unter der Woche 3x ob ich mir das Pokalspiel anschaue! Der Frust, die Entäuschung sitzt einfach viel zu tief. Im Endeffekt geht man ja als Borusse doch hin, da man zu masochistisch ist um fern zu bleiben. Bevor ich es vergesse: in Halbzeit 2 fing man sich nach einer Ecke noch das 1:3! Alle Aufstiegsambitionen dahin! Stadion leergespielt! Heimfahrt! Oberliga, tut so weh…. Scheißegal oh VfBphoto.php

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Es muß Schicksal sein…
15. März 2014, 23:29
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dunkle Wolken über dem Ellenfeld

dunkle Wolken über dem Ellenfeld

Es muß Schicksal sein, die Uhr eigentlich schon lange abgelaufen, der Kredit verbraucht, Borussia nur noch im Saldo, immer zu spät wenn es um die großen Momente geht. Wie oft hört man: Nur wer die Tiefen mitgegangen ist, kann die Höhen richtig auskosten“…Ich glaub daran nicht mehr, so viel Scheiße durch die wir seit zehn Jahren waten, da müssten wir im Erfolgsfall alle in der Klinik landen, vor lauter durchdrehen. Soviel Glück könnte ein Mensch gar nicht aushalten.

Nein Skeptiker wird man bei Borussia nicht aus Prinzip oder Gefallen, sondern es scheint die einzigste Möglichkeit zu sein nicht völlig an diesem Verein zu verzweifeln. Jedes mal aber auch wirklich jedes mal, wenn man mal ein bißchen zu träumen anfängt holt einen die brutale Realität wieder ein. Kein Wunder das man die Leute nicht mal mehr mit einer Serie von 17 ungeschlagenen Spielen vor dem Ofen hervorholt und ganz ehrlich wer will es ihnen verdenken. Nicht jeder steht darauf ein Fußballmasochist zu sein.

"Leiden"schaft

„Leiden“schaft

Doch fangen wir auch heute am Anfang an. Ich bin abergläubisch nicht immer und schon gar nicht in allen Lebenslagen, aber beim Fußball durchaus. So waren die letzten Monate davon gekennzeichnet immer den selben Weg nach Neunkirchen zu fahren, das Glücksbier vor dem Stadion zu trinken. Eine Angewohnheit die mich zuletzt ziemlich nervte und da heute die ursprüngliche Strecke dank Baustelle gesperrt war, verzichtete ich auch mal wieder auf das Bier und nun? Vorwürfe? Nö…die hätte ich mir bestimmt gemacht wenn man unglücklich verloren hätte, aber so überlasse ich das jenen Spielern die heute auf dem Platz standen. Aberglaube wird sowieso völlig überschätzt ;-)…und doch werde ich zumindest das Bier wieder beim nächsten Heimspiel einführen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich immer zuletzt…

Zum Spiel muß man glaube ich auch heute nicht viel sagen. Es tat einfach weh zuzuschauen, irgendwie hat man aus Ludwigshafen nix gelernt. Das selbe unklare und unsaubere Spiel, in dem gute Pässe Mangelware waren. Zu wenige Anspielstationen, weil zu wenig Bewegung. Schlechte Standards, positives eigentlich nicht zu finden, mit der Ausnahme Sebastian Flauss. Und das gegen ein Team bei dem unzählige ehemalige Borussen spielten, teils vom Verein weggeschickt und sicherlich hochmotiviert. Das verstehe wer will, selbst nach der Halbzeit kam kein richtiges aufbäumen, zu wenig Widerstand um das unvermeidliche doch noch zu vermeiden, vielleicht wenigstens nen Punkt zu holen. Doch Gras fressen, schmerzende Lungen, brennende Muskeln konnte man nicht sehen, vielleicht alles Klischee, zu überladen sowas zu fordern, aber he ich dachte es ist nicht nur unser Traum, sondern auch eurer.

Unterstützung auch nach dem Spiel

Unterstützung auch nach dem Spiel

So jetzt reichts, genug ausgekotzt, der Frust wird eh mindestens bis zu einem Heimsieg gegen Salmrohr reichen. Und da Berichte nach Möglichkeit auch immer was positives beinhalten sollten, sei an dieser Stelle mal dem Bierstand Tribut für eine gute Stimmung auch nach Rückstand und sämtlich verlorener Hoffnung gezollt. Egal was noch kommt, egal was noch passiert…Du bist und bleibst UNSER Verein!

Link zum TV Bericht: http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=7&id=24064

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