Stahlwerk


Rekordpokalfinalist
31. Oktober 2013, 23:37
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saarlandpokal100~_v-breite__130x130Der Saarlandpokal ist eigentlich klassisches Neunkircher Terrain, keine andere Mannschaft stand so oft im Endspiel wie die Schwarz-Weissen. Unglaubliche 12 mal schaffte man es ins Endspiel und lange Zeit bedeutete der Finaleinzug zugleich den Pokalgewinn. Erst im sechsten Endspiel Mitte der Neunziger in Eppelborn, musste man sich vor 2.500 Zuschauern gegen Mettlach in der Verlängerung mit 3:1 geschlagen geben. Bis zum Finale 2012 war man sogar Rekordpokalsieger, seitdem darf sich der 1.FC Saarbrücken so nennen. Den Titel als Vizerekordpokalsieger wird man allerdings nicht so schnell verlieren, dafür müssen sich die Grün-Weissen (4 mal) noch ne zeitlang strecken. Letztmalig stand man 2010 in St.Wendel gegen die SV Elversberg im Finale, unglücklich verlor man vor 1.500 Zuschauern mit 1:0.

alle Endspiele mit Neunkircher Beteiligung

  • 1978 Eppelborn, Borussia Neunkirchen – SV Saar 05 Saarbrücken 5:1, 200 Zuschauer
  • 1985 Qierschied, Borussia Neunkirchen – SV Auersmacher 6:0, 1.200 Zuschauer
  • 1986 Quirschied, Borussia Neunkirchen – FV Eppelborn 1:1 n.V. 5:4 i.E. 1.000 Zuschauer
  • 1990 Völklingen, Borussia Neunkirchen – SV Ludweiler-Warndt 6:0, 1.500 Zuschauer
  • 1992 Oberthal, Borussia Neunkirchen – SV Hasborn 2:1, 2.500 Zuschauer
  • 1995 Eppelborn, SV Mettlach – Borussia Neunkirchen 3:1 n.V. 2.600 Zuschauer
  • 1996 Rohrbach, Borussia Neunkirchen – FC 08 Homburg 2:1, 3.000 Zuschauer
  • 1997 Dillingen, 1.FC Saarbrücken – Borussia Neunkirchen 3:1, 4.000 Zuschauer
  • 2001 Elversberg, FC 08 Homburg – Borussia Neunkirchen 4:2, 3.000Zuschauer
  • 2003 Elversberg, Borussia Neunkirchen – FC 08 Homburg 1:0, 5.000 Zuschauer
  • 2008 Elversberg, FC 08 Homburg – Borussia Neunkirchen 2:1, n.V. 3851 Zuschauer
  • 2010 St.Wendel, SV 07 Elversberg – Borussia Neunkirchen, 1:0 1.500 Zuschauer
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der Generationenkonflikt…
30. Oktober 2013, 16:52
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281217_10150245462072568_8230711_n.jpgFanfreundschaften werden vermutlich schon genauso lange diskutiert wie es sie gibt, also seit Anbeginn der Fankultur. Nur waren es in frühen Jahren eher Kontakte unter Einzelnen oder unter Fanclubs. So waren auch die heute legendären Freundschaften zwischen Schalker und Nürnbergern oder 1860 und Kaiserslautern am Anfang lediglich, freundschaftliche Beziehungen zwischen einzelnen Fanclubs. Erst mit den Neunzigern lernten Fanfreundschaften auch in immer größer werdenden Rahmen das laufen. Was vermutlich auch mit der einhergehenden Entstehung und Verbreitung von Fanzines zu tun hat. Die dadurch verbesserte Kommunikation innerhalb der Kurven und die Schaffung von Strukturen dürften bei dem Aufbau und der „Bekanntmachung“ von Freundschaften durchaus ihren Beitrag geleistet haben. Und letztlich nahm die Entwicklung durch überregionale Fanhefte und dem Internet immer größere Züge an. Doch wie im wahren Leben auch, Freundschaften kommen und gehen und Freunde fürs Leben sind rar gesät. In manchen Fällen wurden aus Freunde Feinde und andersherum…

Wirkliche Fanfreundschaften dürften vorallem ein Merkmal tragen, damit es letztlich auch wirkliche Freundschaften sind. Sie müssen auf allen Ebenen akzeptiert und getragen werden. Schert nur eine Gruppe aus, wird es zumeist schon kompliziert und der Nährboden für Auseinandersetzungen ist gelegt. Die Freundschaft zwischen Schalkern und Nürnbergern wird vermutlich auch deshalb gerne als Beispiel angeführt, weil trotz aller Heterogenität die in Fankurven und Stadien nunmal herrscht, hier alle Gruppen von Ultras über Kutten zu Hools an dieser Freundschaft maßgeblich beteiligt sind und das eben seit Generationen. Eine gewachsene Freundschaft sozusagen…

freundschaftliche Bande

freundschaftliche Bande

Und damit kommen wir dann, zu der seit dem Wochenende anhaltenden Diskussion um das Thema FCS und der Umgang mit der Thematik im Ellenfeld. Um zu verstehen das es überhaupt ein Thema ist, muß man die Vergangenheit beider Clubs berücksichtigen. Denn sowohl der FCS als auch Borussia pflegten über viele Jahre eine sportliche Rivalität, die sich letztlich auch auf die Ränge übertrug. Nicht ganz unerheblich ist dabei die damalige Entscheidung dem FCS den Startplatz in der neugegründeten Bundesliga zu übertragen. Nicht wenige Neunkircher sahen damals eine Verschwörung dahinter. Was vielleicht auch damit zu tun hat, das der FCS und der saarländische Fußballverband in der Vergangenheit einige personelle Überschneidungen hatten. Nicht wenige behaupten bis heute, dass der FCS vom Verband eine gewisse Bevorzugung geniesst. Ein Umstand der sich nicht beweisen lässt, aber der gefühlt immer wieder neue Nahrung erfährt. Ähnlich dürften sich sicherlich auch die Anhänger der anderen Saarclubs äußern, wenn man sie fragen würde.

Dieser Umstand führte zu einer gegenseitigen Abneigung die beidseitig gepflegt und ausgelebt wurde. So war es üblich das bei Derbys in Neunkirchen selbsterlassene Kneipenverbote herrschten. Für Saarbrücker konnte das durchaus gefährliche Züge annehmen den Versuch zu wagen irgendwo ein Bierchen zu trinken. Mit den Jahren sorgte aber die sportliche Vorherrschaft des FCS und der gleichzeitige sportliche Niedergang des Konkurrenten für klare Verhältnisse und mit dem FC Homburg trat ein neuer Kontrahent auf der saarländischen Fußballkarte auf. Was einiges verändern sollte. Die Rivalität der Blau-Schwarzen verlagerte sich nun in Richtung Saar-Pfalz. Zurück blieb die tiefe Abneigung vieler Neunkircher gegenüber dem FC und so gab es nicht wenige die dem neuen Konkurrenten die Dauem drückten. Heute unvorstellbar, damals üblich…So erzählt man sich bis heute, dass die Hools aus Neunkirchen und Homburg gemeinsame Sache machten, wenn es galt gegen den FC anzutreten. Irgendwann drehte sich da allerdings der Wind und Saarbrücker und Neunkircher starteten nun gemeinsame Aktionen. Seitdem konnte man immer wieder Saarbrücker Szenegänger im Ellenfeld sichten und über die Jahre verfestigten sich die Kontakte. Wobei es dabei abgesehen von den Hools bei Kontakten unter Einzelnen blieb. Dieser Zustand blieb eigentlich so bis der Ultragedanke auch in Neunkirchen aufkam. Nun wurden auch Gastbesuche im Ludwigspark zur Regelmässigkeit. Was dafür sorgte das die nun heranwachsende Generation die einstige Rivalität ablegte und mit dem FCH einen neuen Rivalen fand.

Schweren Herzens mussten ältere Stadiongänger akzeptieren, das nun auch blau-schwarze Farben im Ellenfeld zu sehen sind. Und auch wenn es für die gesetzteren Semester wahrscheinlich nur schwer verständlich ist, erfährt die Jugend durchaus die Toleranz ihrer Freundschaft. Aber die Jugend muß eben auch lernen das man vor der Geschichte Achtung haben sollte. Andere Generationen haben eben ihre eigenen Geschichten und andere Erfahrungen gemacht. Und wer glaubt das nur in Neunkirchen mal ein „Scheiß Saarbrücken“ vom Stapel gelassen wird, der darf sich gerne eines besseren belehren lassen. Denn auch ich habe schon die Erfahrung gemacht das Neunkircher durchaus nicht bei jedem Saarbrücker willkommen sind. Eine Tatsache die durchaus ok ist, wenn man sich bewußt macht, dass es sich hierbei nicht um eine Fanfreundschaft handelt, sondern um bevorzugte Symphatien verschiedener Generationen.

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die längsten Serien der Borussengeschichte
24. Oktober 2013, 17:18
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die Überschrift stimmt nicht ganz…Elf Spiele ist die Mannschaft von Dieter Ferner mittlerweile ungeschlagen, eine beeindruckende Serie die die Frage aufwirft gab es schon mal ähnliches und wenn ja wann und wie? Als Maßstab gelten natürlich die elf ungeschlagenen Spiele…leider konnte ich per Suchmaschine nur die Oberliga Südwest seit den Neunzigern, die Regionalliga sowie die Bundesliga und 2.Bundesliga Jahre nachverfolgen. Es gibt zwar reichlich Seiten wie transfermarkt.de, fußball.de oder Fussballdaten.de allerdings ist das Angebot der ersten beiden stark eingeschränkt, lediglich fussballdaten.de bietet alle Ergebnisse, leider aber nur in Kreuztabellen ohne Datumsangabe. Womit das rückverfolgen eine Serie nunmal nicht möglich ist. Es sei denn man würde sich auch noch den entsprechenden Spielplan heraussuchen. Aber erstens keine Ahnung ob man die auch so einfach mal findet und zweitens eine Arbeit für absolute Statistiknarren. Mir ist die Zeit leider nicht gegeben…Für die Jahre nach dem zweiten Weltkrieg bis zur Einführung der Bundesliga, gibts leider auch keine wirklich aufschlussreichen Daten, allerdings dürfte bis 57/58 kaum eine solche Serie dabei gewesen sein. Anders sieht es danach aus, denn da beherrschte man mit eins, zwei anderen Mannschaften die Liga, womit mit ziemlicher Sicherheit auch beeindruckende Serien gespielt wurden.

Somit bleiben am Ende der Suche ganze zwei Serien übrig, beide aber durchaus beeindruckend…genauso wie die Tatsache das sie eben 98/99 und 99/2000 gespielt wurden.

  • In der Saison 1999/2000 gab es unter Trainer Stefan Kuntz eine noch bessere Serie. Man startete am 21.Spieltag mit einem 4:1 Heimsieg gegen Wirges und musste sich erst am 36.Spieltag zu Hause gegen den Vfl Hamm geschlagen geben. Eine Woche zuvor hatte man die Meisterschaft mit einem 2:2 unentschieden beim VfB Theley errungen. Insgesamt blieb man in 14 Spielen ungeschlagen, davon gewann man 12, lediglich zweimal spielte man unentschieden.
  • Unglaubliche 17 mal in Folge ungeschlagen blieb man in der Saison 1998/99 unter Werner Weiß. Sellemols startete man am 13.Spieltag mit einem 4:2 Heimsieg gegen Eisbachtal und gegen den gleichen Gegner endete im Rückspiel am 30.Spieltag die Serie im Westerwald. Damals holte man 13 Siege und 4 Unentschieden.

Update: Schon die ersten Reaktionen zeigen das es hier in absehbarer Zeit eine Überarbeitung des Textes geben wird…

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Verlieren verlernt…
21. Oktober 2013, 18:03
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Es war ein trister Dienstagabend Anfang August, der noch trister wurde als Schiedsrichter Florian Götte um viertel nach neun (viertel zehn) das Neunkircher Auswärtsspiel beim SV Mehring abpfiff. Hängende Köpfe, hitzige Diskussionen, Frustration und Hoffnungslosigkeit machten sich bei den wenigen mitgereisten Borussen breit. Anlass zur Hoffnung war nicht gegeben, zu schwach, zu einfallslos präsentierte sich die Mannschaft, selbst das kämpfen schienen sie verlernt zu haben. Der tabellarische Sinkflug führte Borussia ungebremst auf Platz 16. Die Angst war an diesem Abend greifbar…

Ähnlich muß es den Verantwortlichen ergangen sein, die auf einmal den vorher verordneten Sparkurs verliessen und die Gelegenheit nutzten um nochmal kräftig nachzubessern. Kirchen, Schmitt und Noutsos sollten helfen die bis dahin nicht vorhandene Spielkultur zu verbessern. Etwas mehr als 2 Monate sind seitdem vergangen und nichts erinnert mehr an den Abend an der Mosel. Borussia hat seitdem keine der folgenden elf Oberligapartien mehr verloren, kletterte in der Tabelle von Platz 16 auf 5. Nur vier Punkte Rückstand auf den 2.Tabellenplatz, was in diesem Jahr die Relegation gegen den 2. der Oberliga Baden Würtemberg bedeuten würde. Träume wachsen wieder…

Dank des erfolgreichen Pokalsiegs gegen den Angstgegner aus Friedrichsthal heißt das übrigens auch, dass die drei angesprochenen Spieler noch nie im Borussentrikot verloren haben. Eine solche Serie habe ich bei Borussia noch nicht erlebt, dass heißt in diesem Jahrtausend ist das einmalig und im vergangenen Jahrhundert dürfte das auch nicht so oft der Fall gewesen sein. Leider habe ich da keine verlässliche Statistik um mal zu prüfen ob und wann es sowas zuletzt gab. Sollte sich also ein Statistiknerd unter euch befinden…

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Anno ´56 – Borussia zu Gast in der DDR

Vor ein paar Monaten hatte ich so zum Spaß ein paar Stadionbilder auf Facebook zum raten hochgeladen, darunter das Steigerwaldstadion in Erfurt. Als Hinweis hatte ich dazu geschrieben das dies das bisher einzige Spiel der Borussia im Osten war. Daraufhin meldete sich ein Herr aus Berlin mit dem Verweis das Borussia schon einmal zu DDR Zeiten zu Gast in Weißenfels war. Recht hat er…

1956 F-Borussia NeukirchenDenn in den Fünfziger Jahren gab es noch die Tradition von Freundschaftsspielreisen in benachbarte Länder. Meines Wissens nach war es die erste und einzige Reise der Borussia in die DDR. Zu dem Zeitpunkt war die Mauer noch 5 Jahre entfernt, die Grenze beidseitig passierbar, das Saarland noch teil-autonom. Allerdings zeichnete sich schon die Zuspitzung des kalten Kriegs an. Der Arbeiteraufstand ´53 in der DDR wurde blutig niedergeschlagen, die BRD trat 1955 der NATO bei und auch die DDR beschloß den Beitritt zum Warschauer Pakt. Somit war es vielleicht eine der letzten Gelegenheiten überhaupt noch einmal in der DDR zu spielen. Die Reise fand damals über Ostern statt, 3 Spiele an drei Tagen sollten es am Ende werden.

Den Anfang machte an Karfreitag das Spiel in Weißenfels. Der gastgebende SC Fortschritt erlebte in jenen Jahren seine beste Zeit, gehörte damals zur DDR-Oberliga (höchste Spielklasse) und konnte dort immerhin ein paar Jahre verweilen. Mit Alfred Reinhardt stellte Weißenfels zu jener Zeit seinen einzigen Nationalspieler.

später die Otto-Müller Kampfbahn

später die Otto-Müller Kampfbahn

An diesem Freitagabend fanden sich 15.000 Zuschauer in der Otto-Müller-Kampfbahn ein um das Spiel mitzuerleben. Am Ende gewann Borussia knapp mit 0:1. Das Stadion ist noch heute Spielstätte des mittlerweile in 1.FC Weißenfels umbenannten Clubs. Aktuell spielen die Randanhaltiner um den Aufstieg in Liga 5 mit.

Das zweite Spiel dieser Reise sollte Samstags gegen den SC Aktivist Brieske Senftenberg stattfinden. Die ausgerechnet in jenem Jahr mit Platz 2 hinter dem SC Wismut Karl-Marx Stadt überraschend Vizemeister der DDR wurden und damit ebenfalls ihren größten sportlichen Erfolg feierten. 6:0 ging Borussia in der „Glück-Auf Kampfbahn“ baden, aber das dürfte bei dieser Reise wohl eher zweitrangig gewesen sein. Später wurde der Verein nach Cottbus delegiert und gilt somit als Vorgängerverein des heute bekannten Energie Cottbus. 220px-Standardwappen_Aktivist-standard.svgDas letzte Spiel der Reise fand dann in Dresden statt. Gastgeber war der SC Einheit, ein Nachfolger des einst ruhmreichen Dresdner SC. So spielte man vor 15.000 Zuschauern im Heinz-Steyr-Stadion und Borussia verlor knapp mit 2:1. Der SC Einheit war damals im Mittelfeld der Oberliga angesiedelt, aber das Dresdner Aushängeschild. Dynamo Dresden war zu dieser Zeit noch nicht existent. Nach einer weiteren Zwangsumbenennung zu Lokomotive Dresden, entstand nach der Wende wieder der Dresdner SC. Übrigens gab es auch noch ein Rückspiel des SC Fortschritt Weißenfels in jenem Jahr in Neunkirchen, auch das konnte die Borussia mit 5:3 für sich entscheiden. Ein Dank geht an Uwe Abraham nach Weißenfels der mir das Bild zur Verfügung gestellt hat, im übrigen würde man sich in Weißenfels über eine Neuauflage freuen, wohl nicht nur dort.

Quelle: neues deutschland

Quelle: neues deutschland

Quelle: neues deutschland

Quelle: neues deutschland

Quelle: neues deutschland

Quelle: neues deutschland

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Er ist also mehr Borusse als alles andere…
18. Oktober 2013, 15:29
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Der Neuanfang der Zweiten im Sommer war ja nach Lauf der Dinge unvermeidbar, immerhin war der Tiefpunkt erreicht. Nun im Oktober sieht die Situation schon wieder deutlich besser aus. Die neuzusammengestellte Mannschaft unter Neu-Trainer Vincenzo Simonetta hat sich im oberen Mittelfeld etabliert und schon jetzt zeichnet sich ab das das Ziel Klassenerhalt locker erreicht wird, mit einer Mannschaft die im Durchschnittsalter bei 21 Jahren liegt. Auf erfahrene Spieler hat man bei dem Neustart verzichtet, lediglich Spielertrainer Simonetta und der aus der ersten Mannschaft kommende Laino verfügen über größere Erfahrung. Interessant ist aber auch noch ein anderer Spieler…
…der zu den etablierten des Teams gehört und nach langer Zeit mal wieder eine positive Saison im schwarz-weissen Trikot bestreitet, Yasser Bennai. Auch Dieter Ferner hat das Eigengewächs schon unter Beobachtung und womöglich wäre Bennai mittlerweile Stammkraft im Oberligateam, hätte man nicht kurz vor Schluß die Offensive verstärkt. So spielt der 21jährige der in der F-Jugend den Weg zur Borussia gefunden hat, mittlerweile als Kapitän der U-23. Sein Trainer lobt ihn als „junges Talent, das auf dem Platz alles gibt, sich in den Dienst der Mannschaft stellt, seine Mitspieler positiv mitreisst und in schwierigen Situationen Ruhe ausstrahlt“. Was er noch lernen muß, „Früher den Ball abspielen, öfter seine Vorderleute in Szene setzen und kaltschnäuziger vorm Tor werden.“
Technisch bringt er einiges mit, wechselte nach der C Jugend an die Kaiserlinde, „Elversberg war ne schöne Zeit, wir hatten Erfolg, feierten einen Aufstieg, eine schöne Erfahrung“. Doch in Elversberg setzte man auf andere, nach kurzem Abstecher nach Theley, reichte ein Anruf bei seinem Ex-Trainer Tunji um wieder im Ellenfeld zu spielen.

El Capitano

El Capitano

Somit schließt sich vorerst der Kreis, der als Fünfjähriger auf dem alten Brascheplatz neben dem Stadion begann. Damals schleppte ihn sein großer Bruder Abdelrahmane zur Borussia, heute ist Yasser selbst der große Bruder, wenn er gemeinsam mit Salah-Eddin  zum Training fährt.

auf die Frage nach dem bisher schönsten Moment als Fußballer

Damals als F-Jugendspieler mit der ersten Manschaft gegen Bayern München im DFB Pokalspiel aufzulaufen, ich hoffe das es wieder passiert.

So bleibt dann auch sein sportliches Ziel „als Fussballer in einer hohen Liga zu spielen, wenn ich die Cance bekomme“. Bis dahin zählt jetzt erstmal die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann und der Klassenerhalt mit der U-23.
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Doch woher kommt auf einmal der sportliche Erfolg? Die Wandlung der SVE unter Dietmar Hirsch
14. Oktober 2013, 15:36
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Es war schon überraschend als Jens Kiefer am 5.Spieltag sein Traineramt niederlegte. Noch überraschender war die Verpflichtung von Dietmar Hirsch als neuen Trainer. Seitdem kommt man aus dem staunen nicht mehr heraus…Elversberg besiegt den Primus RB Leipzig und gewinnt auch gegen stark eingeschätzte Wehener. Es scheint so als wäre die SVE in der neuen Liga angekommen. Doch woher kommt auf einmal der sportliche Erfolg? Ein Text aus Elversberger Feder…dafür nochmals Danke

Der aktuelle sportliche Höhenflug setzte in der Tat erst mit der Verpflichtung von Dietmar Hirsch ein. Eine durchaus interessante Frage, warum dies so ist, zumal Hirsch keinerlei Erfahrung als Trainer einer Profimannschaft vorweisen konnte, als er verpflichtet wurde.
Jens Kiefer hinterließ eine intakte Mannschaft, sowohl was den Fitnesszustand der Spieler als auch die Kameradschaft innerhalb des Teams anbelangt. Stimmen diese beiden Komponenten nicht, hat es auch jeder neue Trainer schwer.

Jens Kiefer setzte aus sportlicher Überzeugung und gleichzeitiger Loyalität auf einigen Schlüsselpositionen auf Spieler „seiner“ Aufstiegsmannschaft (z.B. Jungwirth, Reiß). Dies führte dazu, dass die Mannschaft insbesondere im Zentrum zu langsam wirkte bzw. die notwendige Schnelligkeit fehlte – in der Dritten Liga aber unabdingbar, um erfolgreich Fußball zu spielen. So spielte die Mannschaft unter Kiefer oftmals gut mit, am Ende fehlten aber Kleinigkeiten.

Nach dem Kiefer-Rücktritt wurde das Team im Heimspiel gegen Preußen Münster (2:2) von Manager Benschneider und Co-Trainer Dressel betreut. In dieser Partie spielte Lukas Billick erstmals nicht auf seiner angestammten Position in der Vierer-Abwehrkette, sondern auf der 6 – also als Abfangjäger vor der Abwehr und als Bindeglied Richtung Dreier-Mittelfeld. Dieser Positionswechsel von Bilick war der erste Schritt zur Besserung. Für Billick rückte Iouta in die Vier-Abwehrkette, der zu Saisonbeginn noch Rückstände im körperlichen Bereich hatte und erste eine Woche zuvor in Halle erstmals auflaufen durfte. Und genau wie Billick entwickelte sich auch Iouta zu einem unverzichtbaren Stammspieler.

Dietmar Hirsch perfektionierte in seinem ersten Spiel als Trainer in Burghausen (erster Saisonsieg am 7. Spieltag, 1:0) diese Defensivvariante. Dort spielte Hirsch nämlich erstmals mit einer „Doppelsechs“ vor der Viererabwehrkette – und zwar mit Lukas Billick und Muhittin Bastürk, die beide seitdem auf dieser Position gesetzt sind.

Dietmar Hirsch geht unvoreingenommen und vollkommen neutral an seine neue Aufgabe heran. Für ihn spielen Faktoren, was z.B. letzte Saison war etc., keine Rolle. Er arbeitet absolut perfektionistisch, schaut sich jeden kommenden Gegner mehrmals auf Video an (seine Co-Trainer auch), dann wird beratschlagt, mit welcher Taktik bzw. mit welchen Spielern der Gegner am ehesten zu besiegen ist. Hirsch ist ehrgeizig und will jedes Spiel gewinnen. Zumal er neu im Trainergeschäft ist, sieht in Elversberg seine große Chance, sich als Trainer einen Namen zu machen.

Die akribische Vorbereitung auf den jeweils kommenden Gegner hat dazu geführt, dass Hirsch junge Spieler wie Kyereh und Cissé aus dem Hut zauberte(beide 19)  – Spieler, die dynamisch und schnell sind und sein Spielsystem verinnerlicht haben. Beide kommen auf zentraler Position im Mittelfeld zum Einsatz, wobei immer nur einer von Beiden spielt. Dazu müssen etablierte Spieler auf die Bank (Gallego, Grimm) oder sitzen nur auf der Tribüne (Zimmermann).

Wenn man jetzt zusammen fassen möchte, was den Erfolg ausmacht, seitdem Dietmar Hirsch Trainer ist, würde ich folgende Aspekte nennen:

  • Mit Bernard Iouta und den gesetzten Timo Wenzel und Marc Gross in der Viererabwehrkette (Chris Wolf als viertes Glied hat sich gegen Duisburg leider den Knöchel gebrochen und fällt für zwei Monate aus) sowie Billick und Bastürk auf der Doppelsechs hat die Defensive extrem an Stabilität gewonnen. Gab es in den ersten fünf Spielen noch 9 Gegentore, waren es in den letzten 6 Spielen nur noch 3 Gegentore. Mit aktuell nur 12 Gegentoren hat die SVE die drittbeste Abwehr der Liga.
  • Da Hirsch seit Amtsantritt auf ein 4-2-3-1 – System setzt, hat die gesamte Mannschaft an Stabilität und Sicherheit gewonnen. Was auf den ersten Blick wie eine „defensive“ Aufstellung ausschaut, ist bei genauerer Betrachtung genau das Gegenteil. Billick spielt neben Bastürk meist den offensiveren Part und stößt immer wieder nach vorne und unterstützt das ohnehin schon sehr offensiv ausgerichtete Mittelfeld (Salem links und Rohracker rechts zählen meiner Meinung nach zu einer der besten Flügelzangen der Liga, dazu kommen mit Kyereh oder Cissé zwei spiel- und laufstarke Jungs).
  • Es ist aber nicht nur das Spielsystem, das die Spieler verinnerlicht haben müssen, sondern auch die Art und Weise, wie Hirsch Fussball spielen lässt: Hirsch spielt meist ein aggressives Pressing und fordert, dass jeder Spieler auf jeder Position aggressiv gegen den Ball arbeitet – das heißt soviel, dass der Gegenspieler, der im Ballbesitz ist, sofort angegangen und unter Druck gesetzt wird, damit man den Gegner zu Fehlern zwingt. Diese Spielweise, die bereits bei Felix Luz im Angriff beginnt, erfordert eine hohe Laufbereitschaft, Zweikampfstärke und ein gewisses taktisches Verständnis.

Ergebnis der aufgeführten Aspekte: Unter Dietmar Hirsch gab es aus den sechs Spielen, in denen er Trainer ist, fünf Siege (= 15 Punkte) bei einem Torverhältnis von 8:3

der Lebenslauf von Dietmar Hirsch

  • Gelernter Verwaltungsfachangestellter
  • Ehemaliger Bundesligaspieler: Borussia Mönchengladbach, MSV Duisburg, SpVgg Unterhaching, Hansa Rostock
    • 196 Spiele in der 1. Bundesliga
    • 57 Spiele in der 2. Bundesliga
  • Bis Juni 2009 Spieler beim VfB Lübeck und von Juli 2008 bis Dezember 2009 Sportlicher Leiter und Leiter der Geschäftsstelle beim VfB Lübeck
  • Inhaber der DFB-Trainer A-Lizenz
  • Studium zum Sportmanager (mit Zertifikat)
  • Studium zum Sportfachwirt (mit Abschluss vor der IHK)
  • Privates
    • verheiratet
    • 2 Kinder

Mit Felix Luz hat das Team einen bundesligaerfahrenen Mann in seinen Reihen. Auf den Außen sind sie sehr quirlig besetzt. Die Elversberger wissen wie sie ihre Stärken einsetzen können“,

MSV Duisburg trifft auf Favoritenschreck SV Elversberg | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/sport/fussball/msv/msv-duisburg-trifft-auf-favoritenschreck-sv-elversberg-id8525150.html#plx1145465654

„Der Trainer macht uns vor jedem Spiel so heiß, das hab ich noch nicht erlebt“, sagte Mittelfeldspieler Milad Salem

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