Stahlwerk


Wichtig…!!!
22. Juni 2014, 17:49
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Ab sofort findet ihr den Blog unter www.stahlwerknk.com

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WM-Blogstöckchen do Brasil
14. Juni 2014, 20:07
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Das Stöckchen wurde mir heute aus Berlin zugeworfen, entworfen hat es „Der Libero“ und weiter geschickt wird es von mir in die Schweiz (die Fragen darfst du gerne für euch Eidgenossen anpassen) und nach Altenwald.

Mein erstes bewusstes WM-Erlebnis?

wmblogstöckchen2Ich hab zwar noch ein paar rudimentäre WM Erinnerungen an Mexiko, aber wirklich bewusst war dann die WM 1990 in Italien. Die erste WM in einer damals anarchistisch anmutenden DDR in ihren letzten Tagen. Die toten Hosen lieferten den Soundtrack zur WM und während der Kaiser und seine Jungs noch mit deutschen Tugenden den Triumph entgegeneilten, zeichneten sich für mich die letzten Tage in der DDR ab. So saßen dann im Finale auch nur noch Vati mit seinen zwei Söhnen zusammen in unserer Plattenbauwohnung und schauten einst verbotenes Westfernsehen. Die Mama bereitete derweil schon mal mit Job und Wohnungssuche den Abgang vor. Das Finale war dann arm an Höhepunkten, aber reichlich spannungsgeladen. Andi Brehmes Siegtor war zugleich das erste und bisher einzige Mal das die „Männer“ des Hauses gemeinsam bei einem Fußballspiel jubelten.

Mit welcher WM-Legende würde ich gern einmal Doppelpass spielen?

Michel Platini, ein fürchterlicher Funktionär aber als Spieler eine Augenweide.

Welchem TV-Kommentator werde ich bei der WM gerne zuhören?

noch am ehsten Bela Rethy

Die Iren haben sich für die WM am Zuckerhut leider nicht qualifiziert. Welchem weiteren Land drücke ich neben Jogis Jungs als „Zweitteam“ die Daumen?

Belgien, weil man konsequent auf Nachwuchsförderung gesetzt hat…

Zu Jogis Jungs: Meine beiden Lieblingskicker aus dem deutschen Kader sind?

Oje mein Verhältniss zur deutschen Elf besteht aus einer Hassliebe, aus rein fußballerischer Sicht wären das aber Toni Kroos und Thomas Müller.

Wie weit kommen Jogis Jungs?

ist Vorrundenaus ok?, dann wäre dieser Schwarz-Rot-Gold Albtraum schneller beendet…

(Wenn nicht Jogis Jungs:) Wer wird am 13.07.2014 im Maracanã Weltmeister?

Holland wäre mal dran…

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Saisonrückblick Teil3
27. Mai 2014, 22:34
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Nach dem zweiteiligem Versuch und gerade im zweiten Teil war es nicht mehr als ein Versuch (Teil 1 | Teil 2) nüchtern und sachlich die Ursachenkette zu beleuchten, die abseits der Spielergebnisse den Abstieg mit begleiteten, fehlt deren Bewertung. Doch die kann nur subjektiv sein, zudem begrenzt durch den Horizont der eigenen Wahrnehmung. Hier also der Kommentar der natürlich Widerspruch auslösen darf und gegensätzliche Meinungen verträgt.

Bei einem genauen Blick auf die Saison bleibt das Gefühl es spiegelt die vier Jahre Vorstandsarbeit bisher perfekt wieder. Guter Anfang, schleichender Absturz ohne das wirkliche Gefühl den Tiefpunkt schon erreicht zu haben. Am Ende könnte man es auch auf einen Nenner bringen, fehlende Kompetenz gepaart mit fehlenden finanziellen Möglichkeiten haben den Verein dahin gebracht wo er heute steht. Das Tabellenbild ist nicht bloßer Zufall, sondern Ergebniss katastrophaler Vorstandsarbeit.

Nachhaltigkeit war das Wort was Giuseppe Ferraro vor der Saison in einem Interview des „forum magazin“ schon fast gebetsmühlenartig runterpredigte. Damit meinte er finanzielle Einsparnisse, gepaart mit einem Aufbau einer jungen Mannschaft. Herausgekommen ist am Ende ein sportliches Desaster, weil man mit dem finanziellen Rotstift und ohne jegliche Sachkenntniss vom Fußball versuchte eine Mannschaft zusammenzubauen, bei der schon im Sommer der Eindruck entstand es ging nur darum schnellst möglich irgendwie 20 kostengünstige Spieler zusammenzubekommen.

Kein Wunder hatte man einmal mehr verpennt andauernd und rechtzeitig am Kader zu basteln. Man sprach von einem Konzept das man nicht hatte und von dem man hätte wissen müssen das es viel viel Weitsicht und frühe Planung verlangt. Das es die nicht gab bestätigte Christian Frank bei seinem Wechsel nach Elversberg, als er davon sprach das der Verein viel zu spät auf ihn zukam. Sicherlich neben der Tatsache das es einfach an sportlicher Kompetenz mangelt, ist diese Handlung auch ein Produkt daraus das man erst zu spät einen Etat aufgestellt hatte. Wenn es denn sowas wirklich bei Borussia Neunkirchen noch gibt. Man lebt augenscheinlich von der Hand in den Mund. Für Sponsoren dürfte es auch nur wenig bis gar keine Anreize geben sich bei Borussia noch finanziell zu engagieren. Der 3000er Club ist außerhalb des VIP Raums nicht sichtbar und innerhalb des VIP Raums auch noch weit weit von der 100er Marke entfernt. (nach 3 Jahren)

Mit Dieter Ferner hatte man zwar einen ausgewiesenen Fachmann, der allerdings wollte nichts anderes sein als Trainer. Irgendwie eine Geschichte die von außen betrachtet als Fehler enden musste. Denn wenn dieser Verein in der aktuellen Konstellation einen Trainer braucht, dann einen der seine Erfahrungen und Kontakte einbringt auf allen Ebenen. Und ob Dieter Ferner der richtige Mann für eine junge unerfahrene Mannschaft gewesen wäre, die vielleicht im unteren Mittelfeld mitspielt? Es wäre auf jeden Fall nicht sein Anspruch gewesen, auch da stellt sich die Frage wieviel Überlegung eigentlich hinter diesem Konzept steckte.

Die Problematik Sportvorstand Martin Bach der ja seit über einem halben Jahr augenscheinlich mit diesem Vorstand nichts mehr zu tun hat, belastet den Verein über Gebühr. Denn genau diese Position hätte es im Winter nach den Abgängen von Mehmedovic und Schmitt und nach dem Trainerrücktritt von Dieter Ferner gebraucht, um mit schnellem handeln womöglich den Bock noch umzustoßen. Was immer die genauen Gründe sind, dass es so ist wie es ist, es kann defacto nicht im Interesse des Vereins sein. All diese Geschichten vom fehlenden Geld, ausstehenden Gehältern, mangelnden Konzepten einhergehend mit schlechter Presse und Öffentlichkeitsarbeit auch den eigenen Fans, Zuschauern und Mitgliedern gegenüber haben den Verein in seiner Gesamtheit an eine Grenze geführt.

Mittlerweile hat man Ende Mai, in wenigen Wochen beginnt schon wieder die neue Saison und wieder steht man ohne Sportvorstand, ohne sportliche Kompetenz vor der nächsten Herculesaufgabe. Offiziell gibt es noch keinen Trainer, bis auf vier Spieler keine Mannschaft und bei den meisten Fans, Zuschauern und Mitgliedern keinen Kredit mehr. Statt endlich mal aufzuwachen, sich selbst, seine Arbeit und sein Verhalten zu hinterfragen will man jetzt erstmal mit dem Aufsichtsrat sprechen, jenem Gremium das vorallem dadurch auffällt das es überhaupt nicht auffällt. Das scheinbar weit davon entfernt ist die Zustände in diesem Verein mal anzuprangern, Kritik zu üben oder gar Eigeninitiative zu ergreifen. Welch Wunder wenn der Aufsichtsratsvorsitzende mehr Nähe zum 1.Vorsitzenden pflegt als diesem Amt gut tut. Es geht hier verdammt nochmal nicht um Egos und Personen, es geht um Borussia Neunkirchen und sonst um gar nichts. Wer das nicht verstehen will der ist hier am falschen Platz und im falschen Verein.

Es geht um Alles, es geht um 109 Jahre Vereinsgeschichte und darum das diese noch lange nicht das Ende sind…

 

 

 

 

 

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Saisonrückblick Teil 2
27. Mai 2014, 17:37
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Nach dem Blick auf Trainer und Mannschaft geht es im zweiten Teil um das Umfeld und den Verein.

Das Umfeld

äußerte schon früh in der Saisonvorbereitung seine Bedenken, trotzdem ging es auch nach dem klassischen Fehlstart recht ruhig ums Ellenfeld zu. Das Vertrauen in Trainer Dieter Ferner war über die ganze Saison spürbar groß, im Vergleich zu vielen seiner Vorgänger konnte er auch nach schwachen Auftritten in Ruhe seine Arbeit machen. Selbst als der Negativlauf schon in vollen Zügen lag,  kam kaum Kritik am Trainer auf. Auch die Mannschaft wurde lange Zeit geschont, erst als die Ergebnisse erschreckende und bisher völlig unbekannte Ausmaße annahm, wurden nun auch Spieler mit Kritik konfrontiert. Einzige Ausnahme das blamable Ausscheiden im Saarlandpokal. Zum Rundenende schien kurzzeitig die Stimmung völlig zu kippen, doch die Mannschaft konnte durch zumindest zwei Spiele in denen man ihnen vom Einsatz her keinen Vorwurf machen konnte, die Eskalation verhindern.

Die Fanszene in den letzten Jahren eher mit dem überleben beschäftigt, konnte gerade gegen Hinrundenende einige schöne Momente feiern. Erster Höhepunkt war sicherlich das Auswärtsspiel in Idar-Oberstein, wo es dank der Masse gelang den schäbigen Auswärts“block“ zu entgehen. Mit Hauenstein folgte schon der nächste Höhepunkt als es nach vielen Jahren mal wieder gelang einen gemeinsamen Autokorso auf die Beine zustellen. Das am Ende in beiden Spielen nicht die Big Points gemacht wurden, konnte dann vorallem der Kassenwart im heimischen Ellenfeld spüren. Auch das Jahr 2014 mit der Zugfahrt nach Ludwigshafen wird für viele noch lange in Erinnerung bleiben, wobei man hier besonders hervorheben muß, dass diese Idee mal nicht aus dem „typischen“ Kern kam. Überhaupt gab es in jenen Monaten viele unbekannte Gesichter zu begrüßen, was sich auch in der Stimmung positiv niederschlug. Die letzten beiden Spiele gegen Elversberg und Hauenstein zeigten dann das die Entwicklung weiterhin anhält. Das erste Jahr Bierstand dürfte man bei allen Verbesserungen die es noch so gibt, durchaus als positiv bewerten. Negativ sind sicherlich die Stadionverbote nach dem Pokalspiel in Dillingen, in solchen Situationen würde man sich wünschen das die Selbstkontrolle durch die Anwesenden (nicht nur Block5) besser gelingt. Dasselbe gilt auch im Verhalten einiger gegenüber, eigenen Spielern, Betreuern oder Funktionären.

Der Verein

Zu guterletzt die Vereinsführung, die man in diesem Jahr recht wenig wahr nehmen konnte, sowohl in der Außendarstellung, noch in den eigenen Medien. Berichte auf der eigenen Homepage beschränkten sich zumeist auf Spielberichte. Im Stadionheft gab es wohl noch nie eine Saison in der so wenig Vorworte von Funktionsträgern des Vereins kamen, meist waren diese auch nur sehr kurz oder allgemein gehalten. Dass man dabei auf eine positive Außendarstellung bedacht war, liegt nahe, in Anbetracht bspw. der katastrophalen Rückrunde grenzte es aber bisweilen doch an Schönfärberei, was so manchen Fan auf die Palme brachte. Einen solchen Sturzflug kann man einfach nichts positives mehr abgewinnen.

Der Aufsichtsrat war auch in dieser Saison lediglich durch den Aufsichtsratsvorsitzenden und Pressesprecher Roland Eich zu vernehmen. Was etwas verwundert, gab es doch durchaus die ein oder andere Angelegenheit in der auch der Aufsichtsrat gefragt gewesen wäre z.B. Thema Mitgliederversammlung, der „Verbleib“ vom Sportvorstand oder die oft vorgetragene Kritik am Vorstand. Von der allgemeinen Entwicklung des Vereins ganz zu schweigen. Es bliebe auch noch die Frage nach der Vollzähligkeit.

Der Vorstand war zuletzt nur noch durch die Position des 1.Vorsitzenden zu vernehmen, dazu gesellt sich noch Dr.Sven Jager der aber eher im Hintergrund bleibt und selten den Weg in die Öffentlichkeit sucht. Der dritte im Bunde Sportvorstand Martin Bach wurde schon seit Monaten nicht mehr gesichtet, aber laut Aussage des 1.Vorsitzenden hat er diese Position noch inne. Das der Vorstand nach einer solchen Saison in der Kritik steht und sich hinterfragen lassen muß, steht wohl außer Frage. Schließlich wurden Entscheidungen im sportlichen Bereich ohne den sportlichen Vorstand entschieden. Das zögerlich anmutende Verhalten nach dem Rücktritt von Dieter Ferner auf die Niederlagenserie, die Frage nach den Konzepten sowohl sportlich als auch grundsätzlich bleiben weiterhin unbeantwortet. Die Entwicklung des Vereins als solche bleibt völlig unbeantwortet.  Als Hauptakteur in einer Saison voller Schwierigkeiten und gewichtiger (Nicht)Entscheidungen steht am Ende der Abstieg und die Frage nach dem Verein in seiner Gesamtheit und da sind Zweifel an der Person Giuseppe Ferraro einfach nur logisch.

Die Schlussrechnung

Nimmt man die Positionen zusammen, so sieht man genau das Ergebnis, welches man eben vorliegen hat: Der Abstieg. Um nun notwendige Konsequenzen abzuleiten muss die Frage nach dem Verschuldensanteil geklärt werden.

Fehler machen wir alle, und Fehler führen nicht immer automatisch zum Scheitern. Das Scheitern ist meist die Häufung von Fehlern, bei dem alle Schutzvorkehrungen versagten. Fragt man aber nach der Verantwortung, dann muss man die Fehler bewerten. Man muss die Intention der Handelnden einbeziehen und man muss nach Vermeidbarkeit und Handlungsfähigkeit bewerten. Und spätestens ab hier wechselt es nun von einer nüchterner Feststellung von Fakten zu einer subjektiven Bewertung und dazu eignet sich nichts besseres als der Kommentar. Den es in einem dritten Teil geben wird.

 

 

 

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Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt….
26. Mai 2014, 19:48
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Ich hatte gestern nachgefragt wer Interesse hat nen Spielbericht zu schreiben, gemeldet hat sich ein alter Bekannter. Russel schrieb irgendwann kurz vor dem Ende meines ersten Blogs „schwarz-auf-weiss“ Spielberichte. Vielleicht waren es die alten Zeiten, vielleicht hat es ihm auch einfach gefehlt, auf jeden Fall Danke fürs einspringen…

Trotz aller Hoffnung muss ich zugeben, dass für mich der Abstieg eigentlich schon vor dem Anpfiff feststand.
Deutliche Pleiten gg Abstiegskandidaten machten mir wenig Hoffnung, ausgerechnet gg Hauenstein den Klassenerhalt einzutüten.

Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Im Stadion fand ich den Zuschauerzuspruch bei diesen Voraussetzungen gar nicht einmal so schlecht.

Zum Spiel gibt es nicht viel zu sagen, Bittner profitierte in der Abwehr gleich von den Fehlern dreier Abwehrspieler und köpfte ohne Mühe zur Führung ein.
Das waren drei Stellungsfehler, die einer Schülermannschaft nicht passieren dürfen.
Eine Chance gab es von Seiten der Borussia zu bestaunen, bevor in der 23. Minute Krob den Sack schon fast zumachte. Ein simpler langer Ball in die Mitte gedroschen reichte aus, um die Borussendefensive wieder ganz schlecht aussehen zu lassen.
Dann gab es eine längere Verletzungsunterbrechung, weil der Schiedsrichter sich die Achillessehne abriss. Von dieser Stelle gute Besserung.

Nicht zu verstehen war, dass man von der Aufstellung her defensiv agierte.
Ich begreife es nicht, dass man noch vor ein paar Wochen offensiv dem Gegner ins Messer lief zu einem Zeitpunkt, wo Punktesicherung noch eine sinnvolle Massnahme gewesen wäre. Warum man das aber dann in Elversberg und in Hälfte Eins gegen Hauenstein tat, wo nichts anderes als ein Sieg gezählt hat?

In Hälfte 2 agierten Kirchen und Kizmaz offensiver und es gab wenigstens 2-3 Chancen zu bejubeln.
Mehr als der Anschlusstreffer in der Schlussminute sollte aber nicht mehr herausspringen.
Auch wenn der Einsatz und Kampf gestimmt hat, wäre ein Punktgewinn wohl zuviel des Guten gewesen.
Hätte man die Einstellung der letzten beiden Spiele öfters in der Rückrunde gezeigt, wäre man wohl nicht in dem Schlamassel, in dem man jetzt steckt.

Meiner Meinung nach hat man sich diesen Abstieg, vor allem in der Führungsetage, ganz hart erarbeitet und damit redlich verdient.
Ausser den Schnellschüssen kurz vor Ende der Saison gab es kein Konzept zu erkennen, wie man den drohenden Absturz noch verhindern will.
Persönliche Beleidigungen, das möchte ich vorausschicken, gehen nicht. Aber der Vorstand muss sich Kritik jetzt gefallen lassen, ebenso muss er sich gefallen lassen, dass weite Teile der Zuschauer am Samstag den Rücktritt forderten.
Ein Fantreffen reicht da nicht! Jetzt will man Planungen und Konzepte sehen und kein Bemühen des Schicksals. Und ein Hoffen auf andere, das ist zuwenig!

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Saisonrückblick Teil 1
25. Mai 2014, 23:20
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Auch nach dem letzten Spieltag beherrscht vorallem Ungewissheit den Verein. Tatsachen werden erst die nächsten Tage, vielleicht auch Wochen schaffen. Noch braucht man das Navy nicht neu zu eichen, sämtliche Bookmarks und Smartphone-Apps kann man erstmal behalten. Auch die Umstellung des samstäglichen Tagesplans bedarf noch keiner Umsetzung. Auch wenn der Rahmenterminkalender noch nicht veröffentlicht ist, kann man von einem Start Anfang August ausgehen. Also nicht mehr viel Zeit für die Verantwortlichen die schon beinahe monströs erscheinenden Aufgaben allesamt zu erledigen.

die Kacke ist am dampfen

die Kacke ist am dampfen

Der Verein braucht einen Trainer und eine fast komplett neue Mannschaft. Das dies zum wiederholten Male der Fall ist, hat Ursachen über die man reden muß, denn aus ihnen wird man die Handlungen für die Zukunft ableiten müssen. Welche Fehler wurden gemacht, wie sind sie zustandegekommen, wer hat sie zu verantworten und wie kann man daraus lernen bzw. dafür sorgen, dass sie nicht wieder passieren. Diesen Prozess kann man sich nicht sparen, auch wenn die Zeit drängt. Zu viel ist passiert oder auch nicht passiert. Der Verein Borussia Neunkirchen steht ohne wenn und aber in der schwersten Vereinskrise seit 109 Jahren. Einfach zur Tagesordnung übergehen oder Mund abwischen-weiter geht´s, wird diesmal nicht reichen und wahrscheinlich auch von vielen völlig zu Recht nicht akzeptiert. Es kann in der Kürze der Zeit nur darum gehen die richtigen Schritte einzuleiten um in der nächsten Saison eine stabile Runde zu spielen, frei von welcher Liga. Danach muß aber alles grundsätzliche auf den Tisch.

Abwiegeln, beschwichtigen oder gar kleinreden, diese Maßnahmen dürfen diesmal weder ergriffen, noch akzeptiert werden. Fehler wurden gemacht sonst wäre man sportlich nicht da wo man jetzt ist. Ein Blick rein auf die Ergebnisse gerichtet wäre zu kurz gegriffen.

Trainer

Mit Dieter Ferner ging man mit einem erfahrenen Mann in die Runde, der eigentlich schon zu Saisonbeginn wusste das dieser Kader nicht oberligatauglich ist. Schon hier muß man die Verantwortlichen, aber auch den Trainer fragen wie man so in die Saison gehen kann. Nach zwei schwachen Heimunentschieden und zwei Auswärtsniederlagen war am 4.Spieltag Panik pur. Tabellenplatz 16, wenig Chancen und gerade mal zwei Törchen bei fünf Gegentoren ließen die Fans das schlimmste befürchten. Der Vorstand handelte und verpflichtete kurzfristig weitere Spieler die sich ausnahmslos als Verstärkungen erweisen sollten. Ab da ging es fast märchenhaft weiter im Saarlandpokal kegelte man einen nach dem anderen locker aus dem Wettbewerb, in der Liga blieb man bis zur Winterpause 17 Spiele in Folge ungeschlagen. Doch im Winter verließen mit Mehmedovic und Schmitt zwei gestandene Spieler aus unterschiedlichen Gründen den Verein. Verluste die man mit den Verpflichtungen von Gashi und Dausend nicht mal im Ansatz ersetzen konnte. Nach dem triumphalen 5:0 Auftaktsieg im Jahr 2014 war dann Schluß mit der Herrlichkeit. Nichts ging mehr, wichtige Spieler waren gesperrt oder verletzt. Die Ersatzbank konnte die Ausfälle nicht kompensieren. Nach einem 0:4 zu Hause gegen Waldalgesheim und einem kläglichen Pokalaus in Dillingen schmiß Dieter Ferner das Handtuch. Als Ersatz rückte mit Vincenzo Simonetta der Trainer der 2.Mannschaft auf, der aber auch nicht mehr das Ruder herumreissen konnte. Ohne wichtige Stützen waren ihm die Hände gebunden, die Verpflichtungen von Arifi und Signoriello kamen deutlich zu spät.

Kaderplanung

Schon in der Saison zuvor war abzusehen das man von Planung kaum sprechen konnte. Reihenweise verließen wichtige Leistungsträger den Verein, von gestandenen Spielern wie Forkel, Karaoglan und Frank bis zu Talenten wie Krauß, Becker oder Bidon. Die Katastrophe war selbst für Nichtexperten vorauszusehen. Es fehlt einfach an einem Konzept und an fachlichem Wissen.

Mannschaft

Im Tor war Sebastian Flauss über weite Strecken der Saison Extraklasse, was er zeigte war weit über Oberligadurchschnitt, ohne ihn hätte es zweifelsfrei diese Ungeschlagenenserie in dem Ausmaß nie gegeben. Gegen Ende der Runde war aber auch er nicht mehr ganz fehlerfrei, ob es an der Verpflichtung von Enver Marina lag oder aber an der allgemeinen Situation ist reine Spekulation. Etwas verwunderlich war das man zuletzt von einer Verletzung sprach, er sich aber in der 2.Hälfte gegen Elversberg an der Seitenlinie warm machte.

In der Abwehr gab es im Laufe der Saison einige Umstellungen. Ömeroglu auf der rechten Seite war bis zu seiner Verletzung definitiv die Überraschung der Saison. In der Hinrunde Mehmedovic und Haliti in der Innenverteidigung ebenfalls gesetzt und teils bärenstark. Benny Früh auf links die erwartete Routine, der auch immer wieder Akzente nach vorne setzte. In der Rückrunde dann kam Tim Cullmann aufgrund der Verletzung von Ömeroglu in der Regel auf rechts zum Einsatz, eine Position die er zwar kann aber auf der er eigentlich verschenkt ist. Auf links war nun Abdul Kizmaz vermehrt zum Einsatz, auch er eher ein Spieler für die Offensive als für die Defensive. Vielleicht hätte man da eher mal auf Serr oder Klein setzen sollen um Kizmaz für die mangelhafte Offensive zur Verfügung zu haben. Ludwig in der Innenverteidigung ist bei allem Herz was er hat, ein Unsicherheitsfaktor gewesen, aber immherin er war immer mit vollem Einsatz dabei.

Das Mittelfeld blieb eigentlich fast über die gesamte Runde eine Baustelle. Dafi war zumeist als Sechser gesetzt und war auf dieser Position unverzichtbar. N´Ganvala wirkte über die gesamte Saison sehr schwankend in seiner Leistung, mal war er ein Überflieger, in der Woche danach nah am Totalausfall. Auch über die Aussen kam nur wenig, Schmitt brauchte einiges bis er seine Spielpraxis hatte, dann war er aber wirklich gut und auch schon wieder weg. Noutsos spielte eine solide Hinrunde, aber auch nicht auf dem Niveau was er in Zweibrücken zeigte. Weston ist definitiv ein Laufwunder, der Junge hat Herz und weiß zu kämpfen, aber noch ist die Oberliga eine Nummer zu groß für ihn. Er bräuchte noch Zeit.

Im Sturm konnte Hajdarovic noch am meisten überzeugen, wenn man die desaströse Rückrunde wo er kaum zu Möglichkeiten kam wegnimmt, dann war er mit seinen 10 Treffern mehr als im Soll. An ihm hat die Offensive sicherlich nicht gelitten. Winterneuzugang Dausend kommt noch auf drei Tore aber auch ihm muß man zugestehen das offensiv lange Zeit gar nichts lief.

Im zweiten Teil dann ein Blick auf die Vereinsführung, das Umfeld und der Versuch alles in Zusammenhang zu bringen

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Classico der Neuzeit, 2 Jubiläen und ein verdammter Sieg…

Wenn am Samstag Borussia Neunkirchen gegen den SC Hauenstein spielt, dann spielt sich da auch eine ganz eigene Geschichte der Oberliga Südwest ab. Man könnte diese Partie auch als Classico der Neuzeit bezeichnen, denn beide Mannschaften sind die dienstältesten der Oberliga Südwest, seit Einführung der drei Punkte Regel Mitte der Neunziger. Doch während in den vergangenen Jahrzehnten die Rollenverteilung ziemlich eindeutig zugunsten der Schwarz-Weissen ausfiel, haben die Pfälzer in den vergangenen Jahren die Nase vorn.

Stadionprogramm

Stadionprogramm

Noch Mitte der Achtziger spielten die Pfälzer in der B-Klasse, über die A-Klasse, Bezirksliga und Verbandsliga konnte man 1990 erstmals in die Oberliga Südwest aufsteigen. Traditionell sind Spiele zwischen diesen beiden Mannschaften hart umkämpft und gehen nicht selten eng aus. So verwundert es nicht das die allerste Partie 1990 als „Regenschlacht“ in Erinnerung, erst in den letzten 20 Minuten entschieden wurde. Die Elf von Trainer Horst Brand siegte mit 3:1. Das erste Heimspiel am 24.März 1991 gewann man mit Jay-Jay Okocha und Tabellenführung mit 2:1. Am Ende der Saison spielte die Borussia in der Relegation und Hauenstein stieg ab. Am Samstag will es die Geschichte nach fast 25 Jahren noch einmal wissen, doch haben sich die Vorzeichen mittlerweile geändert, während diesmal die Gäste aus dem Wasgau noch von der Relegation träumen, hofft man im Ellenfeld irgendwie dem Abstieg noch einmal entrinnen zu können.

2:1 Siegtor durch Gerald (Gerry) Klein 1991

2:1 Siegtor durch Gerald (Gerry) Klein 1991

Insgesamt verzeichnet die Historie bisher 39 Begegnungen, am Samstag wird es also die 40. Partie und das 20.Heimspiel der Borussia gegen den SC Hauenstein geben. 2 Jubiläen die man sicherlich gerne gut in Erinnerung behalten möchte, zumal die Statistik mit nur drei Heimniederlagen durchaus Mut machen kann. Allerdings heißt es diesmal siegen oder fliegen…

Alle Meisterschaftsspiele gegen den SC Hauenstein

Heim Auswärts Liga

  • 1990/91  3:1  1:3  Oberliga Südwest
  • 1993/94  1:0  0:0  Oberliga Südwest
  • 1994/95  1:1  0:0  Regionalliga West/Südwest
  • 1995/96  1:2  3:0  Regionalliga West/Südwest
  • 1997/98  3:2  2:1  Oberliga Südwest
  • 1998/99  2:1  1:0  Oberliga Südwest
  • 1999/00  1:1  0:2  Oberliga Südwest
  • 2000/01  2:0  1:0  Oberliga Südwest
  • 2001/02  3:0  0:0  Oberliga Südwest
  • 2003/04  0:3  0:0  Oberliga Südwest
  • 2004/05  2:1  1:1  Oberliga Südwest
  • 2005/06  2:1  3:2  Oberliga Südwest
  • 2006/07  2:0  3:2  Oberliga Südwest
  • 2007/08  2:1  1:0  Oberliga Südwest
  • 2008/09  2:1  2:3   Oberliga Südwest
  • 2009/10  0:0  0:3  Oberliga Südwest
  • 2010/11  1:1  3:0  Oberliga Südwest
  • 2011/12  1:4  1:3  Oberliga Südwest
  • 2012/13  2:1  0:0  Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar
  • 2013/14         0:0  Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar

Gesamtbilanz
39 Spiele, 17 Siege, 11 Remis, 11 Niederlagen

Auswärtsbilanz:
SC Hauenstein – Borussia Neunkirchen
20 Spiele, 5 Siege, 7 Remis , 8 Niederlagen

Heimbilanz:
Borussia Neunkirchen – SC Hauenstein
19 Spiele , 12Siege, 4 Remis, 3 Niederlage

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Ein Kommentar zum SZ Artikel…
8. Mai 2014, 17:23
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Einmal mehr hat der 1.Vorsitzende eine günstige Chance verpasst, leichtfertig verlorenen Kredit zurückzugewinnen. Statt einfach mal zusagen „Wir haben uns in der Winterpause aus diversen Gründen verspekuliert“ oder mussten „dies oder jenes aus welchen Zwängen auch immer eben so tun“, spricht er von Schicksal. Eine Aussage die angesichts der aktuellen Situation nur schwer verdaulich ist. Denn Schicksal mag ja vieles sein, aber nicht die aktuelle Situation. Überhaupt zeigen die Antworten von Giuseppe Ferraro wenig Einsicht, ganz im Gegenteil bekommt man für alles eine passende Antwort.

Dabei zeichnet der Artikel ein erschreckendes Bild, eines das vorallem geprägt ist von Mißständen und Unmutsäußerungen. Völlig frei ob die Aussage von Herrn Ferraro stimmt das die Gehälter pünktlich sind, scheinen Spieler gegenüber Journalisten andere Aussagen gemacht zu haben. Es scheint als würde die Kommunikation nicht nur nach außen nicht stimmen. Nicht weniger beruhigend das Jens Kirchen öffentlich Mitspieler kritisiert, dass er auch noch von fehlender professioneller Einstellung spricht macht die Sache auch nicht besser. Im Gegenteil wenn ausgerechnet der Mannschaftsspieler Jens Kirchen öffentlich Alarm schlägt, dann sollte das was heißen.

Die Verpflichtung der beiden neuen Spieler zu diesem Zeitpunkt erinnert eher an Panik, dass sie noch was retten können was augenscheinlich schon längst in den Brunnen gefallen ist, ist wohl mehr als zweifelhaft. Vor Wochen hätte ein solche Maßnahme vielleicht Dieter Ferner zum weitermachen überreden können, jetzt ist es wohl nicht mehr als ein Alibi. Ein wenig mehr Einsicht und Selbstreflektion würde an mancher Stelle nicht schaden, denn vielleicht war die Frage nach der Jugendarbeit ganz bewusst gewählt vom Autoren. Ist er doch der selbe der vor einem Jahr vom Herrn Ferraro und Herrn Eich die großen Jugendpläne vorgestellt bekam, da muß man sich dann auch mal dran messen lassen, ohne gleich eingeschnappt zu reagieren.

Bleibt am Ende nur zu hoffen das es das Schicksal doch noch gut mit uns meint.

 

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letzte Infos, News und Ideen zum heutigen Spiel
26. April 2014, 12:09
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Mit dem heutigen Spiel beim SV Roßbach beginnt für Borussie eine englische Woche, eine die es dazu noch ziemlich in sich hat. Denn nach dem Spiel im Westerwald, geht es am Mittwoch im heimischen Ellfenfeld gegen die zweite Mannschaft des 1.FC Saarbrücken und zum Abschluß nach Mechtersheim. Alle 3 Gegner eint das sie tief im Abstiegskampf stecken, den Oberliga Abstiegskampf seit vielen Jahren kennen und nicht ganz überraschend, auch in diesem Jahr dort stehen.

Der heutige Gegner in Roßbach steckt schon seit längerem ganz tief im Abstiegsschlammasel, durch die Niederlage letzte Woche beim FC Hertha Wiesbach hat man sich selbst enorm unter Druck gebracht, zumal die Leistung wohl weit weg von dem war, was man im Abstiegskampf zeigen sollte. Selbst die Lokalpresse schoß sich im Spielbericht am Dienstag auf die Mannschaft ein und ging vorallem mit den Routiniers hart ins Gericht.

Doch zu Hause tut sich Roßbach leichter, weil man den kleinen Platz zu nutzen weiß. Für spielstarke Mannschaften wird das durchaus zum Problem, zumal die Platzverhältnisse nicht unbedingt den Technikern zugute kommen. Dazu kommt die ungewohnt weite Fahrt für die Mannschaft, was durchaus ein Problem zu sein scheint. Nur einmal gab es einen Dreier bisher dort, in der Regel sind das wenig anschauliche Spiele in denen sich die Mannschaft jedesmal sehr schwer tat.

Im Grunde kann das Team ganz entspannt anreisen, wirklich was zu verlieren hat man nicht. Im schlimmsten Falle reduziert sich der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf fünf Punkte und der Druck liegt einzig und allein bei den Gastgebern. Dort ist man zum punkten verdammt, selbst ein unentschieden wäre in der jetztigen Situation eigentlich zu wenig. Deshalb wäre eine denkbare Taktik, beim 4-2-3-1 von Dieter Ferner zu bleiben aber mit Schwerpunkt erstmal vorrangig auf die Defensive. Das heißt tief stehen, aber agressiv verteidigen. Nach Möglichkeit die Mitte dicht machen, was bei diesem kleinen Platz vielleicht etwas einfacher möglich ist und die Gastgeber auf die Außen zwingen. Dort heißt es dann mit viel Laufpensum und Herz die Wege gehen um das Spiel der Gastgeber bestmöglichst zu unterbinden.

Natürlich hat die Mannschaft das Problem sich kaum zu kennen, eingespielt wird da nichts sein, aber das ist nunmal beim besten Willen nicht zu ändern. Auch der Trainer ist in der Liga nicht zu Hause, dürfte sich aber sicherlich den ein oder anderen Tipp bei Ferner abgeholt haben. Spannend wird sein wieviele Spieler er aus seiner 2.Mannschaft am Schluß einsetzt. Die Aufrücker sind U23-Toptorjäger Mujo Mehmedovic (bisher 22 Treffer), Dennis Serr, Florian Röder, Marc Klein, Ferhat Kizmaz und Yasser Bennai. Dennis Serr halte ich durchaus für eine mögliche Alternative in der Stammelf. Mehmedovic dürfte wohl nur dann Sinn machen wenn man mitspielen will, aber das halte ich für ein gewagtes Spiel, aber auch sowas soll ja durchaus mal gut gehen. Über die Aufstellung lässt sich nur spekulieren, auch weil man das mögliche taktische System nicht kennt. Roßbach wird auf jeden Fall im 4-2-3-1 auflaufen…

Mein Tipp: wenn ich ehrlich bin 2:0 für Roßbach, aber ich sehe das Spiel auch durchaus als Chance, vielleicht ist ja auch ein 1:1 unentschieden möglich…Catenaccio ist schließlich eine italienische Erfindung 😉

P.S. für mich endet heute eine Serie, seit dem Aufstieg der Westerwälder habe ich dort alle Gastspiele gesehen. Viel Glück hat es ja bisher nicht gebracht, vielleicht dann ja mal so…

 

 

 

 

 

 

 

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Wenn Menschen auseinandergehen, so sagen sie: auf Wiedersehen!
25. April 2014, 17:20
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Der Rücktritt von Dieter Ferner beendet ein Kapitel aus Hoffnungen und Träumen, aber auch aus Irrungen und Wirrungen. Zweifelsohne war dem Vorstand mit der Verpflichtung ein Transfercoup gelungen, eigentlich, denn irgendwie entwickelte sich die Sache am Ende doch anders…

Dabei fing alles so gut an, die Meldung platzte ein wie eine Bombe, die Überraschung war perfekt. Bei Bild und SZ landete man auf Seite 1 im Sportteil und auf den altehrwürdigen Tribünen des Ellenfelds gediehen die Träume…es wird doch alles gut. Dabei wollte manch einer, einer kleinen Bemerkung von Dieter Ferner nicht allzu viel Bedeutung beimessen. Denn sinngemäß antwortete er damals noch als Sportdirektor des FCS, er wolle nur Trainer sein in Neunkirchen, für Spielerverpflichtungen sind andere zuständig. Eine Aussage die im Laufe der Zeit eine immer bedeutendere Rolle einnahm.Dieter Ferner

Denn schon in seiner ersten Saison verfügte der Trainer nur über einen kleinen Kader, die Folge das ein weiterer Wunsch nicht in Erfüllung ging. Der Name Ferner elektrisierte zwar die Fans, aber neue Sponsoren die mit größeren Mitteln bereit geständen hätten, waren weit und breit nicht zu sehen. Trotzdem spielte man eine solide Saison, auch wenn gegen Ende etwas die Luft ausging. Doch schon damals stellte Dieter Ferner sein weiteres Engagement im Frühjahr in Frage. Als Gründe galten im Nachhinein der Sparkurs des Vorstandes und die Tatsache das wichtige Stammspieler nicht gehalten wurden oder zu halten waren.

Nach weiteren Gesprächen mit dem Vorstand entschied er sich seinen Vertrag bis 2014 zu erfüllen. Doch die Saisonvorbereitung mit seinen Testspielen zeigte einen sehr zerknirschten Dieter Ferner, der kleine Kader mit mangelnder Qualität machte ihm sichtbar zu schaffen. Erst der katastrophale Saisonstart ließ alle Alarmglocken klingeln, nach der sportlichen Offenbarung in Mehring, wurden trotz des Sparkurses nochmals kurzfristig Spieler verpflichtet. Und nun startete das Ferner Team sportlich richtig durch, bis zur Winterpause verlor die Ferner Army kein Spiel mehr. Die Konkurrenz wurde von hinten aufgerollt und mit den ersten kalten Tagen war die Euphorie zurück. In Neunkirchen träumte man vom Happy End.

Doch auch im Winter war das wichtigste Dauerthema der Kader. Zwei Stammspieler verließen den Verein, geholt wurde dafür mit Felix Dausend ein Topstürmer, der dies in Neunkirchen allerdings erst noch nachweisen muß, zum anderen mit Gashi ein talentierten Spieler, der aber letztlich nur eine Ergänzung des Kaders darstellt. Der Einstieg in die Rückrunde verlief dennoch grandios, 5:1 fegte man Mehring aus dem Stadion. Mehring? Da war doch was, denn wieder sollte es nach diesem Spiel eine Serie geben die bis jetzt traurigen Bestand hat, seitdem gab es in 7 Ligaspielen in Folge auf die Ohren, dazu das peinliche Aus im Pokal.

Zuviel für Dieter Ferner der mit seinem Rücktritt ein Zeichen setzen will. Vielleicht auch zuviel ein roter Faden der sich durch seine Amtszeit zieht. Denn eigentlich waren seine Ambitionen zu Amtsantritt ganz andere und letztlich sind es immer die selben Gründe die diesen im Wege standen. Am Ende kennen wohl nur wenige, vielleicht auch nur er selbst die Gründe warum er den Rücktritt gewählt hat.

Die aktuell geäußerten kann ich nur schwer nachvollziehen, denn ob ein Trainerwechsel zu diesem Zeitpunkt und unter diesen Umständen irgendwas ändert, daran habe ich leise Zweifel, denn auch wenn ich nicht immer mit der Arbeit von Dieter Ferner konform gegangen bin, ist und bleibt er ein kompetenter Trainer. Doch entweder sieht er in seiner Einwechselbank weit mehr Potenzial als die meisten anderen, dass er von der Mannschaft eine Reaktion erwartet hat oder aber es gibt irgendwelche Gründe im mannschaftsinternen Kreis. Letztlich aber ist das alles Spekulation…und spätestens ab morgen hat eh die Zeitrechnung nach Dieter Ferner begonnen!

In diesem Sinne alles Gute Dieter Ferner, auf Wiedersehen!

 

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Social Networks und seine Möglichkeiten
23. April 2014, 16:29
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Während  Bundesligavereine in den letzten Jahren mehr und mehr den Nutzen von Social Networks erkannt haben, tun sich kleinere Vereine in der Regel noch immer sehr schwer damit.

Natürlich sind auch in dieser „Welt“ die Möglichkeiten ungleich verteilt, während die Riesen der Branche es sich leisten können „Spezialisten“ zu beschäftigen, „Like´s“zu kaufen oder eben mit einem finanziellen Budget die Möglichkeit haben ihre Seite „vorschlagen“ zu lassen, haben die kleineren Clubs weder das Budget für das eine noch für das andere. Trotzdem können auch kleine Vereine mit Engagement und Herzblut eine Menge bewirken.

Wofür ist Social Network gut, wie und wodurch können Vereine bei Facebook und Co. auf sich aufmerksam machen?

Letztlich geht es bei Facebook um Informationsaustausch in allen Varianten ob Nachrichten, Bilder, Videos oder nen einfacher Link zu einer Seite, die Möglichkeiten für Vereine sind fast grenzenlos und vorallem kostenfrei. Ein Mittel also das eigentlich wie geschaffen ist als Plattform für Vereine. Ein weiterer Vorteil ist das man im Vergleich zur Homepage, wo man eher längere Texte präsentiert, bei Facebook praktisch mit kurzen Texten oder News arbeiten kann.

Das aber vielleicht wichtigste Argument ist, dass Facebook sich mittlerweile bei allen Generationen großer Beliebtheit erfreut. Vorallem die jüngeren Generationen haben diese Plattform schon in ihren Alltag komplett integriert, ohne Handy unvorstellbar. Statt also drauf zu warten das die Vereinshomepage aufgerufen wird, kann man sich hier selbst in den Blickpunkt schieben.

Entscheidend für die Wahrnehmung der eigenen Seite, ist in der Flut an Informationen allerdings die Aktivität, die Zahl an Posts. Natürlich schadet auch ein gewisses Maß an Kreativität nichts und ein Wiedererkennungswert ist auch durchaus von Belangen. Ein Beispiel dafür wie es gehen kann, zeigte die FB Seite der SG Betzdorf. Vor Saisonbeginn veranstaltete man einen kreativen Countdown, die Tage bis zum ersten Heimspiel wurden dabei runtergezählt. Jeden Tag gab es dabei ein Foto, mit einem selbstangefertigten Pappschild, mal war es ein Bürger der Stadt, mal ein Jugendspieler, mal ein Ehemaliger, mal die ganze Mannschaft. Eine Aktion die sich natürlich in dem Westerwald Örtchen sofort rumsprach und mit über 600 Zuschauern im ersten Heimspiel auch eine entsprechende Resonanz mitsichbrachte, nicht nur im Netz.

Doch die Follower müssen auch gepflegt werden, längere Infopausen und schon verliert man wieder die Aufmerksamkeit. Neben den alltäglichen News über Transfers, Verletzungen, Spielbewerbungen oder Anpreisungen von Fanartikeln lassen sich auch noch viele weitere Dinge umsetzen um neue „Links“ zu sammeln oder die Aufmerksamkeit zu erregen z.B. durch kurze Interviews mit Spielern, Verantwortlichen oder Fans des Vereins, Kurze Spielstatements nach einem Liveticker, der Kreaivität sind keine Grenzen gesetzt.

Aber auch „geschäftige“ Ideen sind denkbar, allerdings sollte man bedenken das langweile Abklatsche von Firmenprofilen eher langweilen und abschrecken, damit ist weder der Seite noch dem Sponsor geholfen. Auch hier sollte Ideenreichtum gefragt sein. Eine einfache Idee passend zum heutigen „Tag des Bieres“ auf Borussia zugeschnitten wäre z.B.

„Der heutige „Tag des Bieres“ ist eine schöne Gelegenheit einmal unserem Premiumpartner der Karlsberg Brauerei Danke zu sagen. Die Karlsberg Brauerei unterstützt unsere Borussia schon seit Jahrzehnten in guten wie in schlechten Tagen.“

Dazu könnte man das ganze noch passend graphisch untermalen. Die Idee ist sicherlich noch aussbaufähig, aber es soll ja nur darum gehen euch mal zu zeigen das man Sponsoren durchaus auch anders einbauen kann. Die Borussia wäre sicherlich der einzigste von zahreichen Partnern der Brauerei gewesen der heute mit so einer Idee geglänzt hätte. Auch so könnte man Sponsoren pflegen und ihre Wichtigkeit für den Verein unterstreichen. Denkbar wäre auch gewesen das ganze mit einem Gewinnspiel zu verbinden.

Social Network kann also mehr als nur eine „weitere“ Plattform für Vereine sein, im Gegenteil richtig angewandt ist sie eine logische Ergänzung. Auch wenn sich die Ergebnisse nicht auf Heller und Pfennig errechnen lassen, dafür bietet sich die Möglichkeit zur Identifikation, zur Werbung und zur Mobilmachung für den eigenen Verein. Darauf aufbauend könnte eine Vereinshomepage andere Schwerpunkte bearbeiten und abgerundet mit einem Stadionheft das sich eben auch als Spieltagsheft bewährt, kann auch ein Oberligist mit wenig Mitteln aber viel Herz noch viel mehr erreichen.

Die Rangliste der saarländischen Vereine bei Facebook

Platz 52 – 1.FC Saarbrücken, 12.135 Gefällt mir

Platz 81 – FC Homburg, 3950 Gefällt mir

Platz 90 – SV Elversberg, 2688 Gefällt mir

Platz 96 – Borussia Neunkirchen, 2345 Gefällt mir

Quelle: Sportmarketing-sponsoring.biz

 

 

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Ohne eure Hilfe wird es aussichtslos…
8. April 2014, 21:46
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Der Traum von der Regionalliga ist ja nun leider ausgeträumt, damit auch die Hoffnung auf alte Stadion, schöne Fahrten, Fanszenen und packende Derbys. Das wäre wirklich mal wieder was gewesen, auch aus Sicht des Bloggers. Die Oberliga entpuppt sich da ja eher als Albtraum, aus dem man scheinbar nicht mehr erwachen tut. So frage ich mich wirklich worüber man nächstes Saison noch schreiben soll. Fanszenen gibt es keine, alte Stadien nur noch in Salmrohr und Völklingen und schöne Fahrten dürfte es wohl auch nur noch geben wenn es sportlich passend läuft, selbst irgendwelche brickelnde Derbys sind weit und breit nicht in Sicht.

So habe ich in meiner Not, die letzten Tage fleissig gegrübelt was das hier werden soll und ich denke ich bin da auf eine ganz gute Idee gestoßen. Denn immerhin wird im Sommer die 2.Bundesliga ihr 40.jähriges Jubiläum feiern, warum also nicht das Gründungsmitglied Borussia entsprechend würdigen. Und so wird so der Plan, neben der Oberliga auch immer wieder die Zweitligasaison 74/75 eine Rolle spielen. Da die Saison 74 /75 der Beginn einer ganz eigenen Ära ist, wird es und soll es natürlich nicht ausbleiben das auch die nachfolgenden Jahre beleuchtet werden…Die Ideen laufen und dank der Tatsache das wir jetzt erst April haben bleibt sogar noch Zeit in den Archiven nach Geschichten und Bildmaterial zu suchen. Natürlich möchte ich auch, wenn möglich Protagonisten der Zeit zu Wort kommen lassen und vielleicht findet sich sogar noch der ein oder andere der ne schöne Idee hat wie man die damalige Saison sonst noch so würdigen kann.cropped-blogsport10.jpg

Zum Beispiel fände ich es ganz cool wenn Fans von der ein oder anderen Fahrt erzählen würden, von den kleinen Geschichten am Rande des Spieltages, Ideen kann man da glaube ich massenweise umsetzen, wenn ja wenn ihr mitspielt. Denn traurigerweise hat sich niemand und zwar wirklich niemand zu meinem letzten Aufruf nach Kopien oder Scans von Fotos, Eintrittskarten oder Stadionheften gemeldet. Entweder schmeißt ihr alles weg oder ich weiß einfach nicht wo das Problem liegt. Wie gesagt dank der „noch“ vorhandenen Zeit bleibt mir die Möglichkeit Archive aufzusuchen, aber das ich dort Bilder oder Schnappschüße von Fanclubs, Fanfahrten, Zaunfahnen oder geselligen Runden die den damaligen Zeitgeist wiederspiegeln finden werde, bezweifele ich doch stark. Ohne eure Hilfe wird es aussichtslos die Geschichte der Borussenfans zusammenzutragen…

 

 

 

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Alles was der Verein noch hat sind seine Fans…
6. April 2014, 18:20
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Das gestrige Spiel fällt definitiv in die Kategorie „unvergesslich“ woran allerdings weniger das sportliche Geschehen Schuld hat. Pirmasens gewann zurecht und auch in der Höhe verdient. Taktisch sah die Maßgabe vor das man erstmal hinten sicher steht und den Gegner kommen lässt. So gab es kein Pressing und auch kein wirkliches anlaufen des ballführenden Spielers. Im Gegenteil bei Ballbesitz des FKP stand man in aller Regel mit elf Mann in der eigenen Hälfte. Das Ziel war wohl dann mit schnellen Angriffen oder weiten Bällen den Stürmern viel Glück zu wünschen, denen dürfte allerdings im Laufe der Partie der Hals ziemlich angeschwollen sein, denn wie schon in den Vorwochen waren rausgespielte Chancen absolute Mangelware. Das Team ist deutlich von der Rolle, das Selbstvertrauen komplett weg, aber wen soll das auch wundern. Immerhin das Engagement stimmte über weite Teile des Spiels und dennoch wird man sich auch da in den nächsten Wochen steigern müssen, sonst könnte man schneller in einen ungebremsten Abwärtsstrudel fallen als mancher glaubt. vfbfkp

Vorallem das Mittelfeld findet offensiv im Moment nicht statt, einer wie Mehmedovic der mal seinen Frust rauslässt, mal nen guten Fernschuß macht oder nen gefährlichen Standard setzt fehlt völlig. Vermeintliche Führungsspieler haben im Moment wohl mit sich selbst genug zu tun und wenn man nach dem Spiel in die ratlosen Gesichter der Spieler schaut, dann kann einem schon etwas anders werden. In den nächsten Wochen darf es nicht mehr um schöne Spiele gehen, es zählt nicht mehr die Spielkultur sondern jeder einzelne Punkt und wenn er noch so glücklich zustande kommt. Denn man braucht keine Krise mehr herbeireden, in der steckt man schon bis zum Halse drin. Seit dem Rückrundenauftakt gegen Mehring hat man keinen einzigen Punkt mehr geholt, das Torverhältniss steht seitdem bei 3:13 und von der einstigen Heimstärke ist nichts mehr zu spüren.

Pirmasens kann man zum Aufstieg gratulieren, auch wenn David Becker nach dem Spiel noch nicht wirklich was davon hören wollte. Er aber war für mich gestern der Mann des Spiels und das sahen scheinbar auch die Pirmasenser Zuschauer so. Standing Ovations im Ellenfeld für David Becker…Ausgerechnet er der „Kann nix“ der „Notnagel“ und wie man ihn sonst so in seiner Zeit bei der Borussia betitelt hatte, zeigte seinen Kritikern das man ihn nie hätte gehen lassen dürfen. Denn auch gestern tat er wieder das was er in der vergangenen Saison noch im schwarz-weissen Trikot machte. Er köpfte das wichtige 1:0. Gegentore von einstigen Jugendspielern tun doppelt weh…Digital Camera

Enttäuschend fand ich gestern den Auftritt der FKP Fans, die erst ihre Stimme fanden als man führte und selbst dann hatten sie keine Chance sich akustisch in Szene zu setzen. Der Block 5 war gestern einfach insgesamt deutlich besser, optisch als auch von der Lautstärke her. Und irgendwann war man dann in einem Rausch, Dauergesang durch und durch. Selbst die Tore zum 2:0 und 3:0 der Pirmasenser konnten daran nichts mehr ändern. Aber auch wenn die Homepage der Borussia glauben machen möchte das man seine Mannschaft gefeiert hätte. Nein ich glaube bei den meisten war es einfach der Trotz der sie immer weiter vorantrieb. Nicht die Spieler wurden gefeiert, sondern der Verein “ Borussia Neunkirchen „. Bestes Beispiel als die Mannschaft zurück auf den Rasen kam und der Gesang einfach immer weiter ging, während die Spieler auf dem Rasen saßen und nicht so wirklich wussten was sie tun sollten.

Wir heben alles aus den Angeln

Wir heben alles aus den Angeln

Wie man als Vorstandsmitglied nach dem Spiel noch dauerlächelnd über den Rasen laufen kann ist mir ein Rätsel. Es gab gestern kein Stadionheft, viele frustrierte Zuschauer die in den nächsten Wochen und Monaten ganz sicher keinen Fuß mehr ins Stadion setzen werden und eine Mannschaft die sich selbst Rätsel aufgibt, da noch lachen zu können…Das beim zusperren des Eingangstores zum Block 5 selbiges aus den Angeln brach und sich über die Treppe nach unten verabschiedete, passte gestern ins Bild.  …Alles was der Verein noch hat…sind seine FansDigital Camera

 

 

 

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El clásico del suroeste…der Klassiker aus dem Südwesten

Wenn am Samstag Borussia Neunkirchen auf den FK Pirmasens trifft, dann werden sich besonders die älteren Zuschauer an die besseren Tage dieses Südwestklassikers zurück erinnern. Damals wie heute ging es zwischen diesen Mannschaften zumeist um Aufstieg oder Meisterschaft.

Dabei könnte es am Samstag mal wieder das vorerst letzte Aufeinandertreffen sein, dass es das allerletzte wird kann man bei einem Blick auf die Historie fast sicher ausschließen. Immerhin gab es die erste Partie vor fast 100 Jahren zu Zeiten des deutschen Kaiserreichs und inmitten des 1.Weltkriegs. Kaum ein anderes Traditionsduell im Südwesten hat eine solch lange und immer wiederkehrende Geschichte. Was wohl auch darin begründet liegt das beide Clubs mehr eint als sie wirklich trennt. Während Borussia Anfang der Zwanziger das erste Mal überregionale Schlagzeilen lieferte u.a. mit dem Gewinn des süddeutschen Pokals, beeindruckten die Westpfälzer besonders Anfang bis Mitte der 30iger Jahre mit regelmäßigen Qualifikationen zur süddeutschen Meisterschaftsendrunde.

Fritz Walter in seinem 13 Tore Spiel

Fritz Walter in seinem 13 Tore Spiel

Auch während des dritten Reichs blieb die FKP Mannschaft eine der besten in der Gauliga Südwest, doch während Borussia in jenen Jahren immer erstklassig blieb, zog sich der FKP 1942 nach einer 26:0 Klatsche gegen den FCK  (Fritz Walter machte 13 Tore) vom Spielbetrieb zurück. Der kriegsbedingte Verlust zahlreicher Spieler war nicht mehr aufzufangen. Unvergessen allerdings sind die Oberliga Jahre ab Mitte der Fünfziger als beide Teams regelmässig im Meisterschaftskampf mitsprachen. Sowohl für den FKP als auch für die Borussia waren es die großen Jahre, kaum eine Meisterschaft wo nicht beide Teams ein gewaltiges Wörtchen mitsprachen.

  • 1958 holte sich der FKP die Meisterschaft mit einem Punkt Vorsprung vor dem FCK und der Borussia. Am drittletzten Spieltag verpassten die Schwarz-Weissen den Big Point als man das unentschieden der Pirmasenser zu Hause gegen Trier nicht nutzen konnte und selbst in Ludwigshafen mit 2:1 verlor.
  • 1959 verteidigten die Blau-Weissen ihren Meistertitel, Borussia wurde mit 4 Punkten Rückstand Vizemeister.
  • 1960 schaffte es der FKP seinen Titel zum zweiten Mal in Folge zu verteidigen, wieder war die Borussia zweiter Sieger.
  • 1961 wieder ein Herzschlagfinale. Der FCS holt dank einer besseren Tordifferenz von zwei Törchen die Meisterschaft vor der Borussia, Pirmasens mit einem Punkt weniger muß nun zuschauen wie die beiden saarländischen Mannschaften um die deutsche Meisterschaft mitspielen dürfen.
  • 1962 holt sich die Borussia zum ersten und einzigen Mal den Titel als Oberligameister, der FKP wird Vizemeister.
  • 1963 wird die Borussia hinter dem FCK Vizemeister, zwar punktgleich aber trotz schlechterer Quote landet Pirmasens nur auf Platz drei.

In der ewigen Tabelle der „alten“ Oberliga Südwest rangiert Pirmasens auf Platz zwei hinter dem einstigen Pfälzer Rivalen aus Kaiserslautern. Mit Heinz Kubisch stellte man in jenen Jahren sogar einen Nationalspieler, Kubsch gehörte auch der 54er Weltmeisterelf an, war zweiter Torwart hinter Toni Turek.

weiter unten nochmals in groß

weiter unten nochmals in groß

Wie für die Borussia blieb auch für den FKP die Tür zur Bundesliga geschlossen, nur der Meistertitel 1963 hätte die Schuhstädter in die Bundesliga bringen können. Dann wäre der ewige Rivale FCK heute kein Gründungsmitglied der Bundesliga und wer weiß wie sich der Fußball in der Pfalz entwickelt hätte. Somit ging es für beide Clubs in der neuen zweitklassigen Regionalliga weiter. Auch hier bleiben sich die Rivalen treu und machen die Meisterschaft diesmal mit Wormatia Worms unter sich aus. Entscheidend dabei der viertletzte Spieltag als Borussia Neunkirchen den Tabellenführer Wormatia Worms vor 12.500 Zuschauern mit 1:0 zu Hause besiegt und sich damit selbst die Tabellenführung sichert, da auch Pirmasens überraschend bei den Sportfreunden Saarbrücken (zwei Tore durch Hennes Löhr) mit 1:4 Toren am 35. Spieltag verliert. Die folgenden drei Spiele sollte sich keines der beteiligten Teams mehr einen Ausrutscher leisten. Borussia wird mit einem Punkt Vorspung vor Pirmasens Meister. Kurios: Bei den Schuhstädtern spielte in jener Saison Horst Nußbaum, später als Produzent unter dem Künstlernamen Jack White bekannt…Während die Borussia die Qualifikationsrunde zur Bundesliga meistert, scheitert Pirmasens.

Nach der Bundesligazeit der Borussia bleiben beide Vereine auf Augenhöhe, auch der FKP scheitert mehrmals am Versuch in die Bundesliga aufzusteigen, trotzdem führen sie bis heute die „ewige Tabelle“ der Regionalliga Südwest an. Im Gleichschritt qualifizierte man sich 1974 auch für die neueingeführte 2.Bundesliga, doch während die Borussia insgesamt auf 2 Jahre 2.Bundesliga zurückschaut, sind es in der Pfalz 4 spannende Jahre. Im ersten Jahr qualifizierte man sich für die Aufstiegsrunde, im zweiten Jahr musste man schon bis kurz vor Schluß um den Ligaerhalt kämpfen.

er war die Seele des Vereins

er war die Seele des Vereins

Im dritten Jahr blieb man nur dank des Rückzugs des SV Röchling in der 2.Liga, im vierten stieg man mit dem Negtivrekord von 6:70 Punkten aus der 2.Liga ab. Es sollte die letzte Profisaison sein die der Horeb sah. Seit 1978 gehört der FK Pirmasens fast ununterbrochen zum harten Kern der Oberliga Südwest, bis 1992 etablierte sich der FKP als „graue Maus“. Danach folgte ein Absturz bis in die Landesliga, erst 1997 kehrte man in die Oberliga zurück. Später folgten noch 2 Jahre Regionalliga um seitdem wieder fester Bestandteil der Oberliga zu sein.

der Horeb

der Horeb

Beide Vereine eint nicht nur der stetige Absturz, sondern eben auch der Verlust einstiger Gönner. War es in Neunkirchen das Eisenwerk und die Brauerei, so war es in Pirmasens das Ende des Schuhmacherhandwerks. Seit Jahren träumen nun beide Vereine wieder von der Rückkehr in die Regionalliga und wie einst in alten Oberligazeiten könnten auch diesmal am Saisonende beide Vereine wieder ganz oben in der Tabelle stehen.


Alle Meisterschaftsspiele zwischen Borussia Neunkirchen und dem FK Pirmasens: (soweit sie zu recherchieren waren)

Heim      Auswärts      Liga

Davor ?

  • 1917/18  ? ?  Westkreis Gau Pfalz Bezirk 1 (West) Frühjahrsrunde (1. Liga)
  • 1919/20  ? ?  Rheinkreis Bezirk 3 (Saar)

Keine Spiele bis 1926/27

  • 1927/28  2:0  5:2  Bezirksliga Rhein/Saar Gruppe Saar
  • 1928/29  3:2  1:3  Bezirksliga Rhein/Saar Gruppe Saar
  • 1929/30  4:2* 5:2  Bezirksliga Rhein/Saar Gruppe Saar  *Spiel in NK beim Stande von 0:0 witterungsbedingt abgebrochen, 2 Wochen später wiederholt
  • 1930/31  2:3  ?  Bezirksliga Rhein/Saar Gruppe Saar  *Spiel in PS am 12.10.1930 ausgefallen, Nachholspiel Ende Dezember liegt nicht vor. ;(
  • 1931/32  1:1  2:0  Bezirksliga Rhein/Saar Gruppe Saar
  • 1932/33  0:1  2:1  Bezirksliga Rhein/Saar Gruppe Saar
  • 1933/34  4:4  6:0  Gauliga Südwest
  • 1934/35  1:5  3:2  Gauliga Südwest
  • 1935/36  2:2  2:3  Gauliga Südwest
  • 1936/37  2:0  2:0  Gauliga Südwest
  • 1937/38  2:0  1:2  Gauliga Südwest
  • 1938/39  5:1  3:4  Gauliga Südwest
  • 1939/40  X:0  1:7  Bereichsklasse Südwest Gruppe Saarpfalz
  • 1940/41  3:3  3:1  Bereichsklasse Südwest Gruppe Saarpfalz
  • 1941/42  —*  2:1  Bereichsklasse Westmark  (Spiele ohne Wertung, FKP zog Ende März 1942 zurück, *Rückspiel am 28.12. in NK – FKP nicht angetreten, weil sie keine Mannschaft zusammen brachten)
  • 1945/46  1:3 1:8  Oberliga Südwest
  • 1947/48  4:0  0:3  Oberliga Südwest
  • 1952/53  1:1  0:1  Oberliga Südwest
  • 1953/54  1:2  2:1  Oberliga Südwest
  • 1954/55  0:1  6:1  Oberliga Südwest
  • 1955/56  1:2  1:0  Oberliga Südwest
  • 1956/57  1:1  2:1  Oberliga Südwest
  • 1957/58  1:0  2:1  Oberliga Südwest
  • 1958/59  1:2  4:2  Oberliga Südwest
  • 1959/60  1:1  ??  Oberliga Südwest
  •  1960/61  3:2  3:3  Oberliga Südwest1960
  •  1961/62  2:2  3:0  Oberliga Südwest
  • 1962/63  3:2  4:2  Oberliga Südwest
  • 1963/64  3:1  2:0 Regionalliga Südwest
  • 1966/67  2:1  3:2  Regionalliga Südwest
  • 1968/69  0:0  4:0  Regionalliga Südwest
  • 1969/70  2:2  4:0  Regionalliga Südwest
  • 1970/71  2:0  2:1  Regionalliga Südwest
  • 1971/72  4:0  3:1  Regionalliga Südwest
  • 1972/73  0:2  2:3  Regionalliga Südwest
  • 1973/74  4:1  2:0  Regionalliga Südwest
  • 1974/75  3:0  5:3  2.Bundesliga Süd
  • 1997/98  2:1  2:1  Oberliga Südwest
  • 1998/99  1:1  0:1  Oberliga Südwest
  • 2000/01  3:1  1:3  Oberliga Südwest
  • 2001/02  3:1  0:0  Oberliga Südwest
  • 2003/04  2:1  2:0  Oberliga Südwest
  • 2004/05  1:1  0:3  Oberliga Südwest
  • 2005/06  0:4  0:0  Oberliga Südwest
  • 2007/08  1:0  3:1  Oberliga Südwest
  • 2008/09  1:1  2:1  Oberliga Südwest
  • 2009/10  1:2  2:0  Oberliga Südwest
  • 2010/11  3:0  1:2  Oberliga Südwest
  • 2011/12  2:2  1:1  Oberliga Südwest
  • 2012/13  0:1  0:2  Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar
  • 2013/14  0:0

Alle Daten vor 1945 stammen aus dem Privat Archiv von Ralf Pirmann, das zusammensuchen war eine Arbeit von Stunden. Ich danke dir für deine Unterstützung…

 

Zigaretten Sammelbild Gauliga 1938/39

Zigaretten Sammelbild Gauliga 1938/39

 

 

 

 

 

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Dies und Das und sowieso…
23. März 2014, 21:07
Filed under: All

Das war wohl gestern die Meldung überhaupt, Dieter Ferner verlängert seinen Vertrag. Was vorallem deshalb überraschte weil es eine Woche zuvor noch von beiden Seiten hieß Mitte April wird es eine Entscheidung geben. Was letztlich den Grund für eine solch schnelle Entwicklung gab, darüber ließe sich sicherlich abendfüllend diskutieren. Fakt ist auf dem Trainerposten zieht vorerst Kontinuität ein, zu mal auch der weitere Trainerstab bleibt. Dieter Ferner wird, so er seinen Vertrag erfüllt/erfüllen darf seit Werner Mörsdorf der erste Trainer sein der mal wieder drei Jahre im Ellenfeld arbeitet. Denn auch das ist ein interessanter Nebenaspekt, der Vertrag läuft nur für ein Jahr.IMAG0251

Was man aber nicht unbedingt als schlecht anssehen muß, immerhin bliebe dem Verein im Negativfall einiges an Kosten erspart und das Dieter Ferner aus der Erfahrung heraus nur einen Einjahresvertrag unterschreibt erscheint verständlich, auch und gerade wenn es gelingen sollte die „Mission“ zu erfüllen. Denn eins hatte er schon damals bei Amtsantritt verkündet, ewig Oberliga ist nicht sein Anspruch. Das positive neben der Vertragsverlängerung dürfte sein, dass es zum ersten Mal seit Paul Linz wieder relativ frühzeitig eine Saisonplanung geben wird.

Dann hätten wir noch kurz das Thema Salmrohrspiel. Volker Racho hat dazu ja schon seine Gefühlslage deutlich gemacht, aber ich möchte noch ein paar Punkte erwähnen die mir gestern aufgefallen sind. Zum einen ist zu erwähnen das die Mannschaft in Halbzeit eins stellenweise wieder den Fußball gezeigt hat den man in der Hinrunde das ein oder andere mal sehen konnte, in Hälfte zwei war dann aber scheinbar der Glaube und die Kraft verloren. Schade denn Salmrohr war gestern sicherlich schlagbar. So ist der Traum vom Waldhof, Bieberer Berg, Moselstadion oder deutsches Eck ausgeträumt, am Ende auch weil der Kader eben nicht mehr hergab als er hergab. Die Ausreden von der Verletztenliste kann man sich aber sicherlich sparen, die haben andere Mannschaften aktuell auch, die Gründe liegen in der zu späten und völlig inkompetenten Saisonplanung, Ende, Aus.20140323-170636.jpg

Wirklich sensationell fand ich gestern den Bierstand, gut im Verhalten gegenüber ehemaligen Spielern null. Was da immer diese Beleidigungen sollen keine Ahnung, ist aber ein echtes NoGo. Viel geiler fand ich da das die Mannschaft nach Spielende ordentlich in den Feierabend verabschiedet wurde und statt Enttäuschung allgemein eher der Trotz vorherrschte. Schließlich steht diese Woche noch der Pokal an und dort kann man vorerst noch einiges erreichen.  In eigener Sache gilt noch, mit Volker Racho ist ein weiterer Mitstreiter an Bord, herzlich Willkommen…

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Das Ende der zweiten Mannschaften von Proficlubs?
21. März 2014, 02:37
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Wie die Frankfurter Rundschau gestern in ihrer Onlineausgabe berichtet, gibt die DFL den Vereinen der 1. und 2.Bundesliga grünes Licht, in Zukunft selbst zu entscheiden ob sie mit einer U-23 antreten oder nicht. Was für die kommende Saison wahrscheinlich noch keine großen Einschnitte bedeutet, könnte in der Zukunft anders aussehen. Aktuell spielen nur die Zweitvertretungen von Borussia Dortmund und dem VfB Stuttgart in der dritten Liga, eins tiefer dagegen sieht die Situation ganz anders aus. In den 5 Regionalligen tummeln sich 25 U-23 Mannschaften von Proficlubs.

Grund des Anstosses war wohl auch die Ausage von Rudi Völler:

“Wir diskutieren schon lange den Sinn und Zweck der zweiten Mannschaft. Es ist nichts entschieden, aber wir stellen uns die Frage, ob man sie braucht.”

DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig ließ dann schon durchblicken, wie die Entscheidung ausfallen dürfte:

„Jeder Verein muss seinen Weg gehen. Ich denke wir können mit der Freiwilligkeit leben“

Die Entscheidung ist somit in Zukunft den Clubs überlassen. Leverkusen und Frankfurt dürften nicht die einzigsten Vereine sein die darüber ernsthaft nachdenken, immerhin verursachen die U-23 Mannschaften durchschnittliche Kosten von 600.000 Euro aufwärts. Der VfB Stuttgart soll sich seine Drittligamannschaft sogar 4 Millionen kosten lassen. Leicht vorzustellen das die Verlockung für die Verantwortlichen der Vereine groß ist, nicht wenige befinden sich in finanzieller Schieflage. Nur wenige Clubs wie Stuttgart, Freiburg oder Mönchengladbach können wirklich auf ihre U-23 zurückgreifen. Das Problem ist die Anforderung der DFL, die zumeist eher auf den Status eines Spielers achtet, als auf die Leistungsstärke.

Spieler, die in der U23 landen, sind nicht selten nur Platzhalter zum Erfüllen der Statuten. Sie bekommen manchmal sogar einen Profivertrag, um die Local-Player-Regel der DFL einzuhalten. In der Lizenzordnung Spieler der Deutschen Fußball-Liga geht es unter „III. Verträge mit Spielern“ in § 5a um die „lokal ausgebildeten Spieler“. Es müssen mindestens acht lokal ausgebildete Spieler als Lizenzspieler unter Vertrag stehen, wovon mindestens vier vom Klub ausgebildet sein müssen. Local Player ist, wer „in drei Spielzeiten/Jahren im Alter zwischen 15 und 21 für den Klub spielberechtigt war. Manche Nachwuchsspieler gehören deshalb auf dem Papier zum Profikader, spielen aber in der zweiten Mannschaft.

Nicht selten werden deshalb auch Talente normaler Oberliga oder Regionalligavereine noch zusätzlich für die U-23 verpflichtet. Dazu haben viele Vereine die Erfahrung gemacht das die vielversprechenden Talente sich schon in der A-Jugend ankündigen. Bayer Leverkusen zum Beispiel setzt auf Leihgeschäfte, lässt seine Talente bei der Konkurrenz reifen. Statt in der eigenen U-23 in der Regionalliga, kommen die Spieler bei Erst und Zweitligisten zum Einsatz. Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer könnte sich einen Mittelweg vorstellen, laut denkt er deshalb über die Einführung einer U20 anstelle der U19 nach, um dem Nachwuchs so ein Jahr mehr Zeit bei der Ausbildung einzuräumen. Sicherlich eine Lösung die viele Fürsprecher bei jenen finden wird, die sich für eine Abschaffung ihrer U-23 entscheiden.

Die meisten Vereine werden sicherlich nicht komplett auf ihren Unterbau verzichten, schon weil ein möglicher Neustart irgendwann Kreisliga bedeuten könnte. Doch bei dem aktuellen Kostendruck der bei den meisten Clubs vorherrscht, werden sicherlich viele in Zukunft die finanzielle Unterstützung drastisch herunterfahren. Was sich zweifelos auch auf die Amateurclubs auswirken wird. Das Spielerangebot für höherklassige Amateurclubs dürfte wachsen, denn ohne U-23 oder nur mit begrenzt ambitionierter U-23 dürfte die Zahl derer die die Bundesligaclubs schon nach der A-Jugend verlassen deutlich steigen. Zu gleich dürfte es für talentierte Spieler Anfang 20 in Amateurclubs deutlich schwieriger werden, den Sprung in den Profifußball noch zu schaffen. Vielleicht eine Entwicklung die den ein oder anderen in den Amateurbereich abgerutschten Traditionsverein wieder etwas nach oben spült. So oder so dürfte die Entscheidung eine kleine Zäsur werden.

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Es muß Schicksal sein…
15. März 2014, 23:29
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dunkle Wolken über dem Ellenfeld

dunkle Wolken über dem Ellenfeld

Es muß Schicksal sein, die Uhr eigentlich schon lange abgelaufen, der Kredit verbraucht, Borussia nur noch im Saldo, immer zu spät wenn es um die großen Momente geht. Wie oft hört man: Nur wer die Tiefen mitgegangen ist, kann die Höhen richtig auskosten“…Ich glaub daran nicht mehr, so viel Scheiße durch die wir seit zehn Jahren waten, da müssten wir im Erfolgsfall alle in der Klinik landen, vor lauter durchdrehen. Soviel Glück könnte ein Mensch gar nicht aushalten.

Nein Skeptiker wird man bei Borussia nicht aus Prinzip oder Gefallen, sondern es scheint die einzigste Möglichkeit zu sein nicht völlig an diesem Verein zu verzweifeln. Jedes mal aber auch wirklich jedes mal, wenn man mal ein bißchen zu träumen anfängt holt einen die brutale Realität wieder ein. Kein Wunder das man die Leute nicht mal mehr mit einer Serie von 17 ungeschlagenen Spielen vor dem Ofen hervorholt und ganz ehrlich wer will es ihnen verdenken. Nicht jeder steht darauf ein Fußballmasochist zu sein.

"Leiden"schaft

„Leiden“schaft

Doch fangen wir auch heute am Anfang an. Ich bin abergläubisch nicht immer und schon gar nicht in allen Lebenslagen, aber beim Fußball durchaus. So waren die letzten Monate davon gekennzeichnet immer den selben Weg nach Neunkirchen zu fahren, das Glücksbier vor dem Stadion zu trinken. Eine Angewohnheit die mich zuletzt ziemlich nervte und da heute die ursprüngliche Strecke dank Baustelle gesperrt war, verzichtete ich auch mal wieder auf das Bier und nun? Vorwürfe? Nö…die hätte ich mir bestimmt gemacht wenn man unglücklich verloren hätte, aber so überlasse ich das jenen Spielern die heute auf dem Platz standen. Aberglaube wird sowieso völlig überschätzt ;-)…und doch werde ich zumindest das Bier wieder beim nächsten Heimspiel einführen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich immer zuletzt…

Zum Spiel muß man glaube ich auch heute nicht viel sagen. Es tat einfach weh zuzuschauen, irgendwie hat man aus Ludwigshafen nix gelernt. Das selbe unklare und unsaubere Spiel, in dem gute Pässe Mangelware waren. Zu wenige Anspielstationen, weil zu wenig Bewegung. Schlechte Standards, positives eigentlich nicht zu finden, mit der Ausnahme Sebastian Flauss. Und das gegen ein Team bei dem unzählige ehemalige Borussen spielten, teils vom Verein weggeschickt und sicherlich hochmotiviert. Das verstehe wer will, selbst nach der Halbzeit kam kein richtiges aufbäumen, zu wenig Widerstand um das unvermeidliche doch noch zu vermeiden, vielleicht wenigstens nen Punkt zu holen. Doch Gras fressen, schmerzende Lungen, brennende Muskeln konnte man nicht sehen, vielleicht alles Klischee, zu überladen sowas zu fordern, aber he ich dachte es ist nicht nur unser Traum, sondern auch eurer.

Unterstützung auch nach dem Spiel

Unterstützung auch nach dem Spiel

So jetzt reichts, genug ausgekotzt, der Frust wird eh mindestens bis zu einem Heimsieg gegen Salmrohr reichen. Und da Berichte nach Möglichkeit auch immer was positives beinhalten sollten, sei an dieser Stelle mal dem Bierstand Tribut für eine gute Stimmung auch nach Rückstand und sämtlich verlorener Hoffnung gezollt. Egal was noch kommt, egal was noch passiert…Du bist und bleibst UNSER Verein!

Link zum TV Bericht: http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=7&id=24064

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Wer eine Reise macht…
11. März 2014, 21:59
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Morgenstund hat Bier im Mund

Morgenstund hat Bier im Mund

Auch ein paar Tage später ist bei mir der Frust noch nicht verflogen, zu tief sitzt immer noch der Ärger über das Spiel. Dabei hatte der Tag so unglaublich genial begonnen, schon eine Stunde vor Abfahrt des Zuges Gesänge vorm Bahnhof, die auch in den folgenden Stunden nicht verstummen sollten. Mitten durch die Pfalz ging die Fahrt, in völlig überfüllten Regionalzügen mit kaputten Toiletten, sowohl hin wie auch retour, unglaublich was die Bahn sich da abhält. Noch unglaublicher was sich die Sicherheitsbehörden abhielten, so wurde der Zug in Neunkirchen von einem Zivipolizisten verabschiedet, in Homburg wurde man völlig alleine gelassen um uns dann in Kaiserslautern mit einem Polizeiaufgebot auf dem Bahngleis zu empfangen. Passiert ist bis dahin rein gar nichts, man fragt sich allerdings warum der Lautrer Zivi im FCK T-Shirt durch den Zug latschen mußte. Und das alles für 30 Fans und auf der Rückfahrt auf der der Alkohol dann teils exzessive reinlief, war keine Sau zu sehen. Verstehe einer eure Sicherheitskonzepte…

Irgendwann war man dann endlich in Schifferstadt der letzten von zwei Umsteigestationen angelangt, hier trennte sich die Spreu vom Weizen. Während die einen sich auf ihr Handy verliessen, überzeugte sich die Old School Fraktion lieber beim Zugführer und stand letztlich alleine auf dem Bahnsteig, während der Rest das aussteigen sein blieb und nach Ludwighafen Hbf. durchfuhr. Ihr Lohn ne zusätzliche Taxifahrt zum Stadion. Unsereins stand nun noch zu fünft am Bahnhof, davon drei Borussenfans im Rentenalter und einer davon mit einer Art „Gehhilfe“!!! Was einem schnell vor Augen führen sollte was der Mann da an Strapazen auf sich genommen hatte. Gott sei Dank waren die Bahnhöfe soweit Behindertengerecht, lediglich der Neunkircher Bahnhof bildete da mal wieder die negative Ausnahme.

Fernweh

Fernweh

Immerhin ein paar Minuten später trafen wir dann zu fünft in Rheingönheim ein und es war das Bild des Tages, uns erwarteten vor dem Bahnhof DREI Zivipolizisten. Die Lacher waren ihnen sicher ;-). Die älteren Herrschaften entschieden sich für eine kurze Taxifahrt und so zogen wir zu zweit zum Stadion, immerhin hier durften wir dann ohne Begleitung unseres Weges ziehen. Spannend ist da unterwegs eigentlich nix, Kneipen oder Weinstuben waren auch nicht auszumachen und so standen wir nach ner lockeren Viertelstunde vorm Sportplatz. Eintritt gelöhnt und geschaut was da noch kommt. Es sollte nicht mehr allzuviel sein. Neben dem Platz durfte man einmal mehr Jupp begrüßen. Seines Zeichens ein Bayer der seit vielen vielen Jahren der Borussia die Treue hält, doch auch er sollte heute den weiten Weg umsonst gefahren sein.

Zu wenig bot die Mannschaft, in allen Bereichen. Wenn man nach 90 Minuten vielleicht zwei, drei Chancen hatte und die auch nicht wirklich hochkarätig, dann kann man ahnen woran es gelegen hat. Zu wenig Offensivgeist, zu wenig Kreativität und Spielwitz, zu schnell ließ man sich von den taktisch sehr gut aufgestellten Hausherren den Zahn ziehen. Kleine Fouls, gerne auch mal taktisch und das zustellen von Passrouten und schon stand die Ferner Elf an diesem Samstag vor einer unlösbaren Aufgabe. Dazu fehlte letztlich auch die Leidenschaft um irgendwas mitnehmen zu können. Zweifelsohne nicht nur in der Tabelle hätte man an diesem Spieltag was gut machen können, man hätte auch die Euphorie in der eigenen Stadt anheizen können. Das allgemeine Interesse war die letzten Wochen durchaus hoch, aber vermutlich dürfte man all die Zweifler mit dem Spiel vom Samstag einmal mehr bestätigt haben.

IMAG0242Etwas möchte ich dann doch noch erwähnen. Ich kann nachvollziehen das man sparen muß, es macht auch durchaus Sinn auf kurzen Touren die Spieler mit einem 9-Mann Bus zu schicken, die Frage ist nur ob man bei solchen Spielen wie am Samstag nicht am falschen Ende spart. Ich glaube schon das es einen Unterschied macht ob man zusammen mit Trainer zum Spitzenspiel anreisst und die Fahrt sozusagen schon zur Einstimmung und Konzentration nimmt oder ob man getrennt anreisst. Aber dafür sind ja bekanntlich andere verantwortlich, um sich darum Gedanken zu machen. Am Ende steht eine enttäuschende Auswärtsniederlage…

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Saison für Superlativen…?
2. März 2014, 14:54
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Lang, lang, lang war die Winterpause in dieser Saison. Genau 90 Tage musste man warten bis endlich wieder der Ball für die Schwarz-Weissen rollte. Das letzte Heimspiel war sogar 97 Tage her, aber es sollte genauso beeindruckend anfangen wie das Heimspieljahr 2013 beendet wurde. Damals war Röchling Völklingen mit 4:1 nicht zu beneiden, gestern war der SV Mehring Opfer der mittlerweile beeindruckenden Heimstärke.

Schon die Vorberichte die man die Woche aus Mehring vernehmen konnte, ließen erahnen wie die Strategie der Gäste aussieht. Tief stehen, die null halten und auf Konter warten. Eigentlich eine Spieltaktik die in der Vergangenheit nicht unbedingt die schlechteste Idee war, doch gestern war diese Taktik nach 15 Minuten gegessen. Borussia wirkte wie von der Leine gelassen und als Saki Noutsos schon nach einer Viertelstunde per Distanzschuß das 1:0 erzielte, zog im Ellenfeld schon Feierlaune ein. Die fast getrübt wurden wäre, als Mehring zum zweiten Mal in diesem Spiel gefährlich vor dem Tor von Flauss auftauchte. Doch die Hereingabe von Boussi rollte die komplette Torlinie lang, ohne das irgendein Gästespieler die Chance hatte dem Ball den letzten Drall zu geben.

Doppeltorschütze Yacine Hedjilen

Doppeltorschütze Yacine Hedjilen

Fast im Gegenzug traf Neuzugang Dausend zum 2:0, eigentlich schon sowas wie eine Vorentscheidung. Das schönste Tor des Tages machte aber Hedjilen zum 3:0. Dabei war vorallem der Pass von Dafi durch die Schnittstelle schön in den Lauf sehenswert. Yacine musste dann eigentlich nur noch verwerten, wobei es schon so aussah als ließe er sich zu weit nach außen drängen, doch irgendwie bekam er den Ball noch reingezirkelt. Dabei blieb es dann auch erstmal, denn kurz darauf pfiff der Schiri zur Pause. Aus der Borussia weiterhin hochmotiviert herauskam, so durfte schon kurz nach Anpfiff Hajdarovic sein Tor machen. Der Mann ist einfach Stürmer alten Schlages, ewig lang nicht zu sehen, aber irgendwann kommt dann seine Chance und die Arbeit ist getan. Die Gäste konnten einem fast schon leid tun, denn sie hatten einfach gar nichts zu bestellen. Ihr Glück war das Borussia dann einige Gänge rausnahm und nur noch auf Gelegenheiten lauerte. So entstand das fünfte Tor aus einem langen Ball den Noutsos aus der eigenen Hälfte nach vorne, genau in den Lauf von Hedjilen schlug, der erneut seine Schnelligkeit nutzen konnte und sich damit zum Spieler des Tages aufschwang.

Borussia bleibt damit in dieser Saison weiterhin zu Hause ungeschlagen und führt die Tabelle der Heimstatistik an. Das Ellenfeld ist wieder zur Festung geworden und die Serie der ungeschlagenen Spiele in Folge steht jetzt bei 17. Allerdings spielt der nächste Gegner Arminia Ludwigshafen ebenfalls oben mit und macht sich durchaus auch Aufstiegshoffnungen.

Spielbericht aus dem SR Fernsehen

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von einem der auszog um Bundesligaspieler zu werden…
22. Februar 2014, 21:41
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Vor 50 Jahren steht ein damals 18jähriger aus Bayern mit zwei Koffern am Neunkircher Bahnhof, sein Traum Bundesligafußballer werden… Eine Chance die wie so oft im Leben vom Zufall bestimmt wurde. Den Anfang soll eine Tanzveranstaltung in Zweibrücken gemacht haben, auf der Elmar May und einige andere Borussen zugegen waren. Scheinbar genauso feierfest wie bundesligatauglich verstanden sich die Herrschaften gleich super mit den Profimusikern des Abends, die in Zukunft auch auf der ein oder anderen Veranstaltung der Borussia spielten sollten.

Sammelbildchen von "Bergmann"

Sammelbildchen von „Bergmann“

Dabei erzählten sie in einer Bierlaune auch von ihrem jüngeren Bruder der als A-Jugendlicher über 80 Tore geschossen haben soll. Die Funktionäre bissen an und luden im November 63 den damals noch 17jährigen Willi Seebauer zum Probetraining ein. Der Junge aus der Oberpfalz, kam von der 5.000 Seelengemeinde Markt Bruck ins Saargebiet.

Am Bahnhof in Neunkirchen holte ihn damals der Geschäftsführer des Vereins ab und Seebauer war gleich mittendrin. Statt ankommen und Koffer auspacken ging es direkt mit der Mannschaft zum Training nach Saarbrücken. Wo und von wem damals die Klamotten zum trainieren herkamen daran kann sich Willi Seebauer nicht mehr erinnern, aber an sein erstes Zimmer am Hüttenberg muß er heute noch denken. Ein einfaches Zimmer ohne jeden Luxus wie sanitäre Anlagen, Küche oder ähnliches. Übernommen von Elmar May der sich damals gerade verlobte. An Fenster aufmachen war bei der Lage natürlich auch nicht zu denken und wenn es im Sommer dann doch mal zu heiß wurde, konnte man schon ein Tag später Sau auf den Tisch schreiben. Die Hitt vor der Tür oder Commerson in Wellesweiler? Norbert Engel der Netzwerker sorgte auch für die beruflichen Möglichkeiten seiner Spieler. 35 Jahre blieb Willi Seebauer kaufmännischer Angestellter bei der Firma Commerson, mit ihrem Ende fand er eine neue berufliche Zukunft im Autohaus Jakob. Heute geniesst der bald 68igjährige seinen Ruhestand.

Doch damals in seinem Zimmer am Hüttenberg, da gab es schon manchmal die Versuchung dem Heimweh zu erliegen. Als Status Amateurfußballer war das Geld knapp und sportlich musste er sich erstmal in der Verbandsligamannschaft der Borussia beweisen. Statt Köln, Gadbach oder dem HSV hiessen seine Gegner Kleinottweiler, Friedrichsthal oder Quierschied, doch Seebauer sagte man damals schon eine ungeheure Disziplin nach. Diese Disziplin sollte ihn dann doch noch in die Bundesliga führen, auch wenn es am Ende nur vier Einsätze unter Trainer Zeljko Cajkovski wurden. Zweifelsohne ein Grund dabei, war auch sein gleichzeitiger Grundwehrdienst bei der Bundeswehr. Wo man ihn ursprünglich in die Nähe seiner alten Heimat schicken wollte, aber auch hier konnte der damalige Präsident Norbert Engel zumindest wieder ein wenig nachhelfen und so landete Seebauer in Zweibrücken. Doch zum Training durfte er nur selten und wenn doch einmal kurzfristig eine Erlaubniss kam, dann musste er schauen wer ihn abholen konnte, denn ein Auto war damals für ihn noch unerschwinglich. Erst ein wenig später kaufte er seinem damaligen Mitspieler Wolfgang Gayer dessen verbeulten VW für 350 Mark ab.

stehend der vierte von rechts

stehend der vierte von rechts

Doch von diesen Schwierigkeiten erzählt er nur auf Nachfrage, wie bei so vielen Spielern jener Generation spürt man die Demut vor dieser Zeit und eine Tugend die man manch Bundesligafußballer heute gerne wünschen würde, Bescheidenheit. Lieber erzählt er von einem Ausflug zusammen mit Willi Ertz in seine alte Heimat, der er heute noch sehr verbunden ist. Beide sorgten mit ihrer Anwesenheit für einen Ausnahmezustand in der Gemeinde, mit riesem Brimborium wurden die beiden Stars auf dem örtlichen Fußballplatz präsentiert und auch am Abend war die Dorfkneipe hoffnungslos überfüllt.  Sportlich sollte es für Seebauer nach dem Bundesligaabstieg besser laufen, unter Trainer Jirasek durfte der rechte Halbläufer als Libero spielen und wurde zu einem unverzichtbaren Teil der Mannschaft. 1971 beendete der Bayernfan, der ursprünglich mal großer Fan der Spielvereinigung Fürth war seine aktive Karriere. Es folgte die Spielertrainerstation beim SV Brücken in der Pfalz, ein Verein der damals berühmt dafür war ehemalige Borussenspieler als Trainer zu verpflichten. Danach folgten noch drei Engagements als Trainer beim SSV Wellesweiler, deren Mannschaftsbilder auch den Treppenaufgang zu seiner Wohnung „auf der Scheib“ schmücken. Seit Januar wohnt der Oberpfälzer mit dem Hammerschuß nun schon ein halbes Jahrhundert in Neunkirchen, begangen hat er den Tag mit einem gemütlichen bayrischen Abend. Zu seinen ehemaligen Mannschaftskameraden pflegt er auch heute noch Kontakt, regelmässig trifft man sich Donnerstags im Center beim „Schröder“. Ins Ellenfeld geht er aber nicht mehr, die Oberliga tut ihm dann doch ein wenig zu sehr weh. Vielleicht wieder wenn es Regionalligafußball zu sehen gibt…

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Auf der Suche nach dem gestern…
15. Februar 2014, 13:40
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Bundesliga hier, Bundesliga dort, wenn von früher die Rede ist dann doch immer von den Helden Ende der Fünfziger, Anfang der Sechziger. Dabei vergisst man fast das es auch noch andere Spieler gab, die zu anderen Zeiten des Vereins Großes für eben jenen leisteten. Die Saarbrücker Zeitung brachte 2001 mal einen Text über die „…fast vergessene Mannschaft“ und meinte damit die Ära von 76-79. Die ja eigentlich schon 1974 mit der Einführung der zweiten Bundesliga begann, bekanntlich war das Abenteuer kurz, aber wenn Neunkirchen für eins bekannt ist…dann fürs scheitern und immer wieder aufstehen.

In den nächsten Wochen möchte ich das ein oder andere Highlight aus jener Zeit in Erinnerung rufen, den ein oder anderen Spieler nochmal zu Wort kommen lassen oder schauen was aus ihnen geworden ist. Da schon jetzt abzusehen ist das es kaum Bildmaterial im Internet aus jener Zeit gibt, möchte ich nochmal aufrufen eure Alben, Dateien und Sammlungen zu durchforsten ob ihr nicht vielleicht doch noch ein Bild aus jenen Tagen findet, ein Stadionheft, ein Zeitungsartikel von damals oder irgendeine andere Erinnerung. Es reicht völlig wenn ihr es einscannt und mir als Kopie zukommen lasst. Jede Erinnerung, jede Anektode, jedes Bild erzählt eine Geschichte und wenn tausende Neunkircher wie anno 78 nach Neuendorf gefahren sind und später den Aufstieg in die 2.Liga feiern durften, dann muß doch noch irgendwas davon übrig geblieben sein. Springt über euren Schatten, macht Euch die Arbeit und helft mit ein Stück Vereinsgeschichte weiterzutransportieren…

E-mail: borussenblog@yahoo.de

Update: solltet ihr noch Kontakt zu dem ein oder anderen Spieler haben, auch damit wäre geholfen 😉

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Alles zum Wechsel von Markus Schmitt
12. Februar 2014, 19:27
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Lange Zeit gab es Rätselraten um Markus Schmitt, geht oder bleibt er? Viel wurde diskutiert, nun steht es endgültig fest. Wie das Main-Echo und auch transfermarkt.de heute online verkünden, wird Markus Schmitt in der Rückrunde für den Traditionsverein Viktoria Aschaffenburg auflaufen.

Schmitt im Trikot des SVA

Schmitt im Trikot des SVA

Markus Schmitt der in der abgelaufenen Hinrunde 11 Spiele für die Borussia machte und dabei vorzugsweise auf der linken Außenbahn zum Einsatz kam,wurde bekanntlich erst kurz vor Transferende verpflichtet. Sein Abgang dürfte Borussen Trainer Ferner durchaus weh tun, denn sportlich war der 21jährige von Beginn an eine Verstärkung für die Mannschaft. Doch schon bei seiner Verpflichtung gab es Irritationen was die Vertragsdauer angeht, während Borussia Neunkirchen schon seit längerer Zeit keine Vertragsdauern mehr bekannt gibt, war am Tag der Verpflichtung auf transfermarkt.de von einem Vertragsende Dezember 2013 zu lesen. Später wurde der Eintrag geändert.

Das Rätselraten um den Verbleib begann schon im Anschluß an das Hinrundenende. So verkündete das Nachrichtenportal mrn-news.de am 2.Dezember das Markus Schmitt ein Probetraining beim Regionalligisten 1.FC Lok Leipzig absolvieren wird, dieses Probetraing fand auch statt. Die Spekulationen sollten noch weitaus größere Dimensionen annehmen als beim Rückrundenstart Markus Schmitt nicht dabei war. Wie ein Telefonat mit dem Teammanager von Viktoria Aschaffenburg aufklärte, befand sich Markus Schmitt schon seit längerem im Training des Südregionalligisten, auch eine Verpflichtung sollte eigentlich schon statt gefunden haben.

Allerdings tauchten auf einmal Unklarheiten auf, lag dem Verein doch ein Vertrag mit Ausstiegklausel vor, während sich Borussia darauf berief das es eine solche nicht gebe. Auch der Berater von Markus Schmitt äußerte sich in einem Telefonat hinsichtlich einer Ausstiegsklausel und verwies auf die Unterschriften von Sportvorstand Martin Bach. Letztlich legte Borussia sein Veto ein und das ganze landete vor dem Schiedsgericht, wo es heute zur Verhandlung kam. Das Urteil gibt grünes Licht für den Transfer und somit ist auch die Personalie Schmitt endgültig geklärt.

interessante Randerscheinung: laut Teamchef Klug gab es seitens von Aschaffenburg auch ein Angebot freiwillig eine Ablöse zu überweisen, dieses Angbot soll abgelehnt wurden sein.

Pressemitteilung des SV Viktoria Aschaffenburg

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die schwarzen Husaren von der Saar…
9. Februar 2014, 23:11
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schwarze HusarenDer Text unter dem Bild: Elf Männer, im ganzen Reich damals gefürchtet und geachtet. Elf Männer von atlethischem Bau, Gestalten, wie man sie heute nur noch selten sieht. Dr. H. Neu, oben links, spielte mit einem Arm und trotzdem war er ein Verteidiger von Klasse, der all seinen Kameraden in puncto Einsatz, Härte und Schnelligkeit nichts nachgab. Die Namen der Spieler: Obere Reihe v. l. n. r. Dr. H. Neu, Volz, Feiler, Schmelzer, Dr.W. Neu, Wallrath – Untere Reihe v. l. Magnus, Voß, Regitz, Hoffmann, Kaufmann

Exakt diese Aufstellung findet sich u.a. bei einem Spiel um die Süddeutsche Meisterschaft 1922/23 in Fürth wieder. Das Spiel fand an einem Sonntag dem 11.März vor 20.000 Zuschauern im Fürther Ronhof statt, aufgrund der großen Entfernung bat die Borussia darum das Spiel in Frankfurt austragen zu dürfen. Die Gastgeber beharrten allerdings auf ihr Heimrecht und so verloren die „Husaren“ nach langer Anreise deutlich mit 8:0.

Die Neunkircher Zeitung taufte die Borussenmannschaft zwei Jahre zuvor als „schwarze Teufel“. Warum und wieso hat Tobias Fuchs in einem sehr schönen Artikel im Juni 2011 auf borussia online niedergeschrieben.

Update: das sind die Infos die ich zu den Spielern noch zusätzlich gefunden habe, da der Zeitraum natürlich entsprechend zurückliegt und Infos spärlich gesät sind, erheben diese Daten nicht den Anspruch der Vollständigkeit.

Georg Volz  – spielte als Torwart von 1921 bis 1927 für Borussia Neunkirchen, Kurt Voß – spielt als Stürmer von 1921 – 1924 für die Borussia, wechselt dann zu Holstein Kiel wo er zum Nationalspieler wird, um dann über den ATSB Bremen 1933/34 noch einmal im Ellenfeld zu spielen. Jakob Feiler – spielt als Verteidiger von 1920 – 1927 im Ellenfeld, 1931? wird er Trainer des SV Brücken, Wilhelm Schmelzer – spielt als Verteidiger von 1920 – 1939 im Ellenfeld, (danach noch aktiv bei Saar 05 und dem FV Saarbrücken?), Dr.Willi Neu – spielt als Läufer von 1921 – 1924 für die Borussia, Karl Wallrath – spielt ebenfalls als Läufer von 1920 – 1925 im Ellenfeld, Heinrich Magnus – Stürmer von 1921 – 1929, Karl Regitz – Stürmer von 1921 – 1925, Karl Hoffmann – Stürmer von 1920 – 1924, Kaufmann – war Stürmer von 1920 bis 1927

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Zu – und Abgänge Winter 2013/14
1. Februar 2014, 14:39
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Vor gut zwei Wochen hat Trainer Dieter Ferner mit der Mannschaft die Vorbereitung auf die Rückrunde begonnen, seitdem folgten ein Laktattest an der Sportschule und die ersten Testspiele. Mit dem mittlerweile offiziellen Ende der Transferperiode hat sich auch bei der Borussia etwas getan. Im Vergleich zu den Vorjahren zwar weniger spektakulär, deshalb aber nicht weniger überraschend.

So dürften nur wenige mit dem Abgang von Mersad Mehmedovic gerechnet haben, war der Defensivallrounder doch erst im Sommer vom Ligakonkurrenten SV Elversberg II ins Ellenfeld gewechselt und sofort zum Stammspieler avanciert. 19 Einsätze in 20 Spielen, dabei 18 mal in der Startelf belegen dies eindrucksvoll. Dazu war der 26jährige sofort ein Leistungsträger des Teams, der auch Verantwortung übernahm. Vorallem seine Fähigkeiten mit dem ruhenden Ball war eine Qualität die dem Team in den vergangenen Jahren abging. Mit Mehmedovic verlässt zudem ein sehr flexibler Spieler den Verein, der sowohl in der Innenverteidgung als auch im defensiven Mittelfeld eine ausgewogene Spielweise zwischen Defensivarbeit und Offensivdrang offenbarte. Auch hier der Beleg die Statistik, 2 Tore, 1 Torvorlage. Über die Hintergründe des Wechsels kann man freilich vorzüglich spekulieren, zumal dem Bosnier schon ein nicht ganz unkomplizierter Ruf hinterhereilte und es zum Vorrundenende auch disziplinarische Maßnahmen seitens der sportlichen Führung gab. Letztlich ist es wie es ist…

Weniger überraschend ist dagegen der Abgang von Philipp Kuhnen. Der 24jährige kam vor der Saison vom ATSV Saarbrücken als relativ unbeschriebenes Blatt nach Neunkirchen. Seiner Rolle als Ergänzungsspieler wurde er vorallem zu Saisonbeginn gerecht, als er 5 Kurzeinsätze bekam. Nach der Verpflichtung gestandener Routiniers für die Mittelfeldpositionen war seine Zeit als Alternative allerdings abgelaufen, im weiteren Verlauf der Saison spielte er keine Rolle mehr.

198412Zur Borussia gewechselt ist derweil Felix Dausend, der die bisher abschlußschwache Offensive verstärken soll. Der 25 jährige galt in den letzten Jahren als eines der größten saarländischen Sturmhoffnungen, ein Ruf den er sich selbst beim SVN Zweibrücken erarbeitete. Unter Trainer Peter Rubeck machte er in 53 Oberligaspielen, 18 Tore und 4 Torvorlagen, keine schlechte Bilanz die ihm ein Probetraining beim Vfl Osnabrück einbrachte. Was er auch erfolgreich bestreiten konnte, doch die Entlassung von Vfl Trainer Uwe Fuchs bedeutete auch das zwischenzeitliche Aus für die Profiträume des gebürtigen Saarbrückers. Immerhin sorgte das Probetraining dafür, dass man auch vor der Haustür beim 1.FC Saarbrücken auf Dausend aufmerksam wurde. Über die zweite Mannschaft sollte er sich für den Drittligakader empfehlen, was ihm eingangs durchaus gelang. So kam er unter Luginger zu Saisonbeginn 12/13  zu ordentlichen Einsatzzeiten (9 Spiele, null Tore), allerdings warf ihn am Ende eine Verletzung aus dem Rennen. So das er für sich in Elversberg die bessere Perspektive sah (mancher meint auch den lukrativeren Vertrag) letztlich aber konnte er Dietmar Hirsch nicht von sich überzeugen. Die Konkurrenz mit Felix Luz, Angelo Vaccaro und den neu verpflichteten Serkan Göcer und Ondrej Smetana bedeuteten die Aussortierung. Zweifelsfrei ein glücklicher Umstand für die Borussia, die so einen talentierten und drittligaerprobten Spieler bekommt, der seine Klasse in der Oberliga schon nachgewiesen hat. Mit Dausend ist jetzt auch in der Offensive ordentlicher Konkurrenzkampf eingezogen, denn Felix Dausend kann sowohl den alleinigen Mittelstürmer geben, als auch als kongenialer Partner an der Seite von Hajdarovic agieren.  So oder so hat Dieter Ferner jetzt im Sturm alle Möglichkeiten. Übrigens eine Anektode am Rande: Felix Dausend spielte bis zur B-Jugend beim 1.FC Saarbrücken, aber mit seinem damaligen Trainer lag er nicht auf einer Wellenlänge, der Trainer hieß Edgar Weller und ist bekanntlich heute Co-Trainer von Dieter Ferner.

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Leotrim Gashi

Ebenfalls kurz vor Toreschluß verpflichtete die Borussia den defensiven Mittelfeldspieler Leotrim Gashi, der zuletzt in der U-23 des 1.FC Saarbrücken zum Einsatz kam. Dort als Perspektivspieler geholt, dürfte er nach dem Moldscher Transferwahnsinn in diesem Winter keine Chance mehr nach oben besitzen. Gashi entstammt der Fußballschule des französischen Traditionsclub AJ Auxerre, durchlief dort die Jugendmannschaften bis zur 2.Mannschaft.  Danach schloß er sich dem 4.Ligisten US Raon an, bevor er im Sommer nach Saarbrücken wechselte. Gashi besitzt sowohl die Staatsbürgerschaft seines Geburtslandes Schweiz, als die seiner Eltern (Kosovo) Albanien. Seinen einzigen U-21 Länderspieleinsatzt verdankt er keinem geringeren als Lazio Star Lorik Cana, der ihm dem albanischen Verband empfahl.

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Borussia war meine schönste Zeit als Spieler – Wolfgang Alt
25. Januar 2014, 20:57
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Es war der 23.11.1974 als Borussia völlig unerwartet beim 1.FC Nürnberg gewann. Der „Club“ war zuvor anderthalb Jahre zu Hause ungeschlagen, die Bilzeitung wählte am folgenden Tag Wolfgang Alt in die Elf der Woche. Klar das er dieses Spiel als sein größtes im schwarz-weißen Dress bezeichnet. Überhaupt hat Wolfgang Alt die besseren Tage des Vereins hautnah miterlebt. „Alle Heimspiele der Borussia habe ich live erlebt. Spieler wie Sepp Meier, Franz Beckenbauer, Gerd Müller, W. Overath, Jupp Heynkes, Berti Vogts uvm…tolle Zeit. Mein Vorbild war immer Franz Beckenbauer…“. Alt spielte in jenen Jahren in der Jugend der Borussia, die er seit der D-Jugend komplett durchlief. „Wir hatten ehemalige Erstmannschaftsspieler als Trainer. Wir trainierten zweimal die Woche. Die Gegner hießen: 1.FC Saarbrücken, Röchling Völklingen, Saar 05, FC Homburg…alles in der Verbandsliga“.

es sollte nichts draus werden

es sollte nichts draus werden

Zur Einführung der 2.Bundesliga 1974/75 gehörte dann auch Wolfgang Alt zum Kader, zusammen mit Bernd Wilhelm waren sie die Jungspunde in der Mannschaft. Doch unter Erwin Türk kam er nicht so zum Zug. „Erwin Türk war sehr streng und schwer erreichbar.“ Anders dagegen Stefan Abadschiew, der ihm prompt das Vertrauen schenkte. „Stefan war ein Trainer mit viel taktischer Clevernis. Alles wurde mit dem Ball gemacht.“ Unter Abadschiew war er fortan gesetzt, den Abstieg zum Saisonende konnte man trotzdem nicht vermeiden. Für mich als junger Spieler war das sehr enttäuschend, denn wir mussten nach dem Abstieg gegen Mannschaften wie Oberkirchen, Ensdorf, Hülzweiler spielen. Die Erinnerungen allerdings an damals sind sehr positiv. Wir spielten ja gegen Mannschaften wie 1860 München, 1.FC Nürnberg, FC Augsburg, Karlsruher SC, Saarbrücken Pirmasens, Homburg, alles Top Mannschaften“.  Nach den besten Gegenspielern gefragt: „Sicherlich Allan Simonssen war schon einer der besten Gegenspieler gegen die ich gespielt habe, aber auch Helmut Haller damals FC Augsburg war schon ein richtig guter Gegenspieler.“

Borussia war meine schönste Zeit als Spieler, ich bin heute noch sehr stolz wenn ich mal nach Neunkirchen einkaufen gehe, dass mich noch sehr viele Leute erkennen und ansprechen.

feiert heute als Jugendtrainer Erfolge

feiert heute als Jugendtrainer Erfolge

Es folgte noch eine Saison in der Amateurliga Saarland, doch nach dem Trainerwechsel zu Dietmar Schwager war die Zeit im Ellenfeld abgelaufen. Leider musste ich die Borussia verlassen weil ich mit dem Trainer Dietmar Schwager nicht klar kam. Es folgte der Wechsel zum ASC Dudweiler: Ich war einige Jahre Spieler in Dudweiler in der Oberliga. Machte meinen Trainerschein und danach Spielertrainer in Aschbach, Hüttersdorf, Schmelz, Hasborn II, Tholey und Freisen (nicht überall als Spielertrainer). Mittlerweile ist er seit vielen Jahren Jugendtrainer in Hasborn und aktuell A-Jugendtrainer der JFG Schaumberg-Prims in der Regionalliga, als solcher geniesst er einen herausragenden Ruf. Trainer einer Aktivenmannschaft kommt auch nicht mehr in Frage.

Natürlich habe ich ihn auch gefragt wie er heute auf die Borussia zurückblickt. Mit viel Stolz das ich meinen Beitrag geleistet habe, hier viel positives mit geschaffen zu haben. Heute jedoch verursacht es viel Wehmut zusehen in welcher Liga die Borussia spielt und wie wenig Zuschauer das noch verfolgen. Aufs Ellenfeld angesprochen: Einmalig. Wenn man vor dem Einlaufen vor dem Eingangstor steht und hört die Stimmung von 10-14000 Zuschauern, einfach genial. Gänsehaut pur.
Der 4:1 Sieg in Nürnberg war übrigens zugleich der höchste Auswärtssieg der Vereinsgeschichte.

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Eine treue Seele des Vereins…
16. Januar 2014, 19:20
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Ende der Fünfziger entwickelte sich nach und nach die vielleicht beste Borussenmannschaft aller Zeiten, kein Wunder das Helmut Ferrang leuchtende Augen bekommt wenn er von jenen Jahren berichtet. Der gebürtige Bexbacher geht seit 1958 zu den Spielen der Schwarz-Weissen und dürfte eigentlich jedem der regelmässiger Gast im Ellenfeld ist, schon einmal aufgefallen sein. Denn Helmut pflegt nicht nur der erste an Spieltagen zu sein, sondern auch bei Wind und Wetter im Block5 zu stehen. Darauf angesprochen erzählt er, dass er den Tick so früh loszufahren noch aus Bundesligazeiten drinne hat. Damals musste er trotz früher Anfahrt noch in der Nähe des Neunkircher Zoo´s parken, den Rest ging es dann in der Menschenmasse Richtung Stadion. Schon mittags war es eine einzige Wanderung in der ganzen Stadt.

an Spieltagen fuhr eine Bahn hinter der anderen...

an Spieltagen fuhr eine Bahn hinter der anderen…

Auch nach den Spielen ging es noch hoch her, so zogen tausende über die Spieser Höhe zur Einkehr. Ein beliebter Anlaufpunkt damals war eine Kneipe zwischen Spiesen und St.Ingbert, wo ein ältere Dame immer die neusten Serviermädels am Start hatte. Überhaupt kann Helmut eine Menge Geschichten von Fahrten erzählen, so stellte der Verein zur damaligen Zeit regelmässig Fanbusse zur Verfügung. Nach Trier fuhren damals über 200 Leute auf diese Weise mit und selbst für einen Sonntag waren die Fahrten feucht fröhlich. Allerdings dauerten die Touren etwas länger, denn die Autobahn Richtung Trier gab es damals noch gar nicht. Genauso wenig wie eine ausgebaute Bundesstraße Richtung Landau und gerade Spiele in der Pfalz gab es zu Oberligazeiten noch reichlich. Damals wie heute gab es wohl auch schon das Gesetz, dass sich Borussia gerade bei den Kleinen immer besonders schwer tat.

photo.phpMan kann sich das heute wohl nur noch schwer vorstellen zu zweit auf einer Vespa nach Ludwigshafen zu fahren oder mehr oder weniger ohne Landkarte zum Pokalspiel nach Aachen. Doch wenn man hört wie Helmut ins schwärmen gerät wenn er über Erich Leist, Rudi Dörrenbächer oder Elmar May spricht: „und wenn wir den Dörrenbächer nicht verloren hätten, dann wären wir noch heute in der Bundesliga.“  Dann kann man eigentlich nur dankbar sein das es noch Zeitzeugen jener Jahre gibt. Auf das hier und jetzt angespochen merkt man, was nicht verwundern kann, wenn man die besseren Tage erlebt hat. „Heute spielen wir einen sehr guten Fußball, muß man ja sagen und trotzdem kommen nur 350 Zuschauer das kanns nicht sein, das kanns wirklich nicht sein. Wenn es gut lief dann haben sie die Leute immer verscheucht und die Leute haben sich das nicht gefallen gelassen. Das ist ne arme Zeit heute…“. Übrigens ist der Block 5 erst seit dem Umbau des Ellenfelds sein Stammplatz, vorher stand Helmut da wo heute nur noch ein Rasenstück zu sehen ist, auf Höhe Eingang des Ellenfelds.

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Sellemols…heute vor 77 Jahren
10. Januar 2014, 06:05
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Zuschauer: 6.000
Schiedsrichter: Kessler (Mainz)
Tore: 1:0 August Möbs  (1.), 2:0 Adam Schmitt  (10.), 3:0 August Möbs (22., Handelfmeter), 3:1 Hilpert (45.), 3:2 Hilpert (53.), 4:2 Karl Monz (77.)

Das Spiel allerdings musste im Stadion am Bornheimer Hang stattfinden, da im Frankfurter Waldstadion einige Zeit zuvor die Haupttribüne abbrannte. Das Hinspiel am 3.Spieltag gewann Borussia übrigens mit dem selben Ergebniss. Es folgen zwei Spielberichte von damals…der erste stammt aus der Zeitung „Fußball“

Der 4:2-Sieg der Eintracht gegen Neunkirchen drückt nicht ganz die Überlegenheit der Frankfurter über die guten Borussen aus. Zu verdanken ist der Erfolg den beiden überragenden Halbstürmern Schmitt und Möbs. Leider fielen die Flügel (Röll fehlte) stark ab und der erstmals als zurückgezogener Mittelstürmer eingesetzte Knapp (früher Fußballsportverein und Bayern München) bewährte sich auf diesem Posten nicht. Dazu hatte die Hintermannschaft zeitweise Schwächen, die prompt ausgenützt wurden. Sehr gut spielten nur Stubb und Zipp.

die damalige Spielstätte "Stadion am Bornheimer Hang"

die damalige Spielstätte „Stadion am Bornheimer Hang“

Neunkirchen überraschte mit einer bisher bei ihm noch nicht beobachteten Ruppigkeit. Das ging so weit, daß schließlich der bekannte Verteidiger Welsch vom Platz gestellt wurde. Die Elf ist aber keineswegs zu unterschätzen; sie ist ausdauernd und hat gefährliche Stürmer. Besonders der Halbrechte Hilpert ist ein vorzüglicher Schütze. Die Verteidigung war solide. Dagegen stellte sich der repräsentative Torwart Müller zuweilen an wie ein Anfänger.

Alles in allem war die erste Halbzeit wieder einmal wirklich schöner Fußball, der bei herrlichem Wetter, jedoch etwas glattem Platz vorgeführt wurde.

der zweite Spielbericht vom „kicker“ …

Wenn man es recht überlegt, hat die Eintracht ihre vielen Ausfälle eigentlich tadellos überstanden. Die Elf hat im Vorjahr noch Tiefel gehabt, den Nationalspieler, Konrad, den wertvollen Verteidiger, sie hat stets mit Gramlich gespielt — dessen Meniskussache übrigens im Frankfurter Friedrichsheim so glücklich behandelt wurde, daß der Spieler ohne Operation das Training jetzt wieder aufnehmen konnte — sie hat schließlich in den letzten Spielen auch ohne Mantel gekämpft und trotzdem ist sie die schießstärkste Elf im Gau geworden. Seit Wormatias Stürmer nichts mehr treffen und die Kickers auch zu zaghaft geworden sind. Borussia Neunkirchen ist gewiß mit guten Vorsätzen an den Bornheimer Hang gekommen, aber nach zehn Minuten sah sich die Elf durch Möbs und A. Schmitt schon 0:2 besiegt und dann machte noch ein Borussia-Unglücksrabe Hände und Möbs schoß den Elfer als 3:0 ein … so schwarz sah es aus, als der Gast in die Kabine ging. Das Tor, das Hilpert kurz vorher noch aufgeholt hatte, konnte da nicht viel aufheitern. Aber dann trat Hilpert ein zweites und gerade, als die Borussen sich ausrechneten, es könne doch noch zu einem Remis reichen, da fiel Kurt Welsch so sehr aus dem Rahmen, daß er vom Feld mußte und nun war es natürlich ganz und gar Essig. Monz schoß noch ein Tor, Borussia war geschlagen und nicht ganz unberechtigte Hoffnungen auf ein Eingreifen in die Meisterschaft waren völlig verschüttet. Nein, außer Wormatia, Offenbach und Eintracht wird niemand die Südwestmeisterschaft machen, denn der FC. Pirmasens verlor ja auch wieder einen Punkt, weil er gegen die Sportfreunde Saarbrücken 2:2 spielte. 1936-09-01_kicker_mannschaften-gau-suedwest

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Ich freue mich nach wie vor über jede positive Schlagzeile für die Borussia. – Interview mit Gerd Lensch
7. Januar 2014, 20:32
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Hallo Herr Lensch, erstmal natürlich die Frage wie geht es ihnen und was hat sich nach ihrer Zeit als Fußballspieler, bei ihnen getan?
Hallo Herr Kassner, zuerst mal vielen Dank für die freundliche Anfrage. Mir geht es gut. Ich bin verheiratet, habe 2 Jungs im Alter von 26 bzw. 21 Jahren und wohne seit 1994 in Winterbach im Kreis St.Wendel. Ich bin seit 1991 beim größten Bauunternehmen im Saarland, der Fa. Peter Gross beschäftigt. Mein Sitz ist bei der NL Kaiserslautern, wo ich als Projektleiter tätig bin.
Sie waren Anfang der Achtziger für Borussia in der Oberliga aktiv, wie sind sie eigentlich nach Neunkirchen gekommen?
Das war eigentlich zu dieser Zeit, also 1979, nicht so vorgesehen. Ich spielte damals in Niederkirchen im Ostertal und ging auf das Gymnasium Wendalinum in St.Wendel. Meine späteren Mitspieler Gerd Scheffler und Stefan Rechtenwald hatten mich dazu überredet, mal mit zum Training nach Neunkirchen zu kommen. Die beiden waren schon ein Jahr vorher zur Borussia gewechselt. Nach etwas längerem Zögern hab ich ich mich dann entschlossen, dort mal reinzuschnuppern, immerhin spielte die A-Jugend zu diesem Zeitpunkt in der höchsten Klasse, damals war das noch die Verbandsliga. Höhere Klassen gab es zu dieser Zeit leider noch nicht.
Zwar hatte ich im Vorjahr in der B-Jugend über 100 Tore erzielt, aber nach der ersten Einheit dachte ich, daß der Schritt wohl zu groß sei. Der Fussball war schneller, körperbetonter und im Ganzen intensiver, als ich es bis dahin kannte.
Doch der damalige Trainer der A-Jugend, Hennes Schreier, Urgestein der Borussia und ehemaliger Bundeligaspieler der legendären 60er, konnte mich überzeugen und mir schnell die Angst nehmen. Er sah Potenzial und schaftte es schließlich, daß ich den Weg zur Borussia wählte. Ein Schritt übrigens, den ich sicherlich nie im Leben missen möchte! So war die Entscheidung gefallen und der Anfang für 5 schöne Jahre bei Borussia Neunkirchen war getan.

17.09.1983 Gerd Lensch erzielt das 5:0, später erzielt er auch noch den 6:0 Endstand (im Hintergrund Dr. Markus Merk)

17.09.1983 Gerd Lensch erzielt das 5:0, später erzielt er auch noch den 6:0 Endstand

Die Jahre damals gelten sicherlich nicht zu den besten der Vereinsgeschichte, im Gegenteil es dürften recht schwere Jahre gewesen sein. Wie haben sie damals die Zeit bei Borussia Neunkirchen empfunden?
Ich hatte die Bundesligazeit, also die erfolgreichsten Jahre der Borussia nur über meinen Vater und weitere Borussenanhänger, die es damals in unserer Gegend in
sehr großer Anzahl gab, erlebt. In dem Jahr meines Wechsels spielte man ja noch in der 2.Bundesliga, stieg jedoch nach der Runde leider ab.
Danach kamen die schweren Jahre, wie Sie es beschreiben. Jahre, in denen es sportlich nicht mehr so gut lief und auch finanziell keine großen Sprünge gemacht werden konnten. Dass der Verein sich über Wasser halten konnte, war sicherlich auch dem damaligen Vorsitzenden Dr.Bauer zu verdanken, der sich nicht verleiten ließ, mit allen Mitteln, vor allen Dingen Geldmitteln, zwingend sofort in den Profifussball zurückzukehren.
Leider kam es dann doch so, durch welche Umstände auch immer, dass ein Großsponsor der Meinung war, man müsste investieren und mal gerade 10 neue Fussballer kaufen, die in ihren damaligen Vereinen „die Besten“ zu sein schienen. Dass es aber auch wohl die Teuersten waren, war vielen im Umfeld damals nicht ganz bewusst. Trotzdem, dass wir zu diesem Zeitpunkt im vorderen Drittel der Tabelle standen, wurde eine fast neue Mannschaft gekauft. Diesem Umstand „des Umbruchs“ war es zu verdanken, dass der Verein sich von vielen jungen Spielern trennte, um mit „Erfahrenen“ wieder zum Profifussball zurückkehren zu können.
Das war im Jahr 1985. Was aus diesem Umbruch geworden ist, konnte jeder verfolgen. Im Jahr nach den hoffnungsvollen Neuverpflichtungen stand man in der Tabelle am Ende der Runde im hinteren Drittel. Im Jahr zuvor standen wir im ersten Drittel, trotz vieler jungen und unerfahrenen Spielern.
Dieser Tatsache der sportlichen Veränderung bin auch ich zum Opfer gefallen. Mit der Aussage „Sie sind für die nächste Spielzeit nicht mehr für den Oberligakader vorgesehen“ wurde ich freigestellt. Die verschiedensten Erfahrungen, die ich unter meinen Trainern Hennes Schreier, Horst Meurer, Heinz Gerwald, Jupp Henkes und Jürgen Fuhrmann machen durfte, bleiben mir jedoch in bester Erinnerung. Auch die negativen Erlebnisse mit dem ein oder anderen Trainer waren trotz allem lehrreich für meine spätere Zukunft. Neben Hennes Schreier, Günther Kuntz und anderen ehemaligen Bundesligaspielern auch noch den in zweierlei Hinsicht großen Willi Ertz kennenzulernen, war dann noch etwas ganz Besonderes, was ich in meiner Zeit bei der Borussia erleben durfte. Einen Spieler kennen zu lernen, der weit über die Grenzen höchste Anerkennung genoss und doch Mensch blieb, was in meinen Augen eine noch größere Auszeichnung darstellt, ist noch heute eine meiner schönsten Erfahrungen.
Einer ihrer damaligen Mitspieler war Stefan Kuntz, haben sie ihm damals den Sprung in die Bundesliga zugetraut?
Zu dieser Zeit war das mit den Wechseln in die Bundesliag ja noch nicht so verbreitet. Stefan war aber schon sehr früh ein Typ, der wusste, daß er den Weg nach
ganz oben schaffen könnte. Allein die Tatsache, dass sein Vater Günther ja schon in den 60-ern zu Rapid Wien, einem zur damaligen Zeit absoluten Top-Club in Europa wechselte, war ihm wohl schon Vorgabe genug, diesen Weg zu gehen. Er war in seiner letzten Saison bei der Borussia mit 36 Treffern der absolut überragende Torschütze der Oberliga und diese Anzahl an Toren macht man nicht grade mal so als Durchschnittfussballer.
Stefan war immer extrem ehrgeizig und versuchte sich täglich zu verbessern, was ihm dann auch zurecht den Weg zum VFL Bochum bescherte. Und er hat nicht den Fehler gemacht zu einem ganz großen Verein zu wechseln, nein er hat den Weg gewählt, der ihm dann wohl auch alles Weitere bescherte. Er wechselte nicht nur zu einem Bundesligisten, sondern er wechselte zu einem Trainer namens Rolf Schafstall, der zu seinem Mentor wurde und ihm Vertrauen schenkte, was Stefan ihm in seiner Zeit in Bochum aber auch x-fach zurückgab.
Welche Spiele sind ihnen im besonderen im Gedächtniss geblieben?
Natürlich mein erster Einsatz in der A-Jugend Verbandsliag unter Hennes Schreier. Ich weiß zwar nicht mehr gegen wen, aber ich weiß, dass ich Tage zuvor nervös war, wie vorher noch nie vor einem Spiel.
Dann natürlich die ersten Einsätze in der Oberligamannschaft, ein Gefühl wie es ein Sportler eben braucht und worauf er hinarbeitet. Hier war es auf jeden Fall ein Vorbereitungsspiel gegen AEK Athen, zu dieser Zeit eine Mannschaft, die in Europa einen Namen hatte. Gegen diese Mannschaft auflaufen zu dürfen, war schon etwas ganz Besonderes.
Negativ war ein Spiel gegen den 1.FC Saarbrücken, den ewigen Rivalen im Saarland in der Saison 1982/83. Ich war zu dieser Zeit gerade mal 18 Jahre alt und war in der Startelf. Der FC Saarbrücken stand schon als Aufsteiger in die 2.Bundesliga fest und trat bei uns im Ellenfeld an. Die Borussia hoffte natürlich auf eine riesengroße Kulisse, doch der damalige Trainer des FCS hatte nichts Besseres zu tun, als 2 Tage vor dem Spiel in der Presse bekannt zu geben, dass er seine „Besten Spieler“ schon in Urlaub geschickt hat und in Neunkirchen nur mit einer B-Elf auflaufen würde.
Zu dem Spiel kamen knapp über 4.000 Zuschauer. Die Pressemitteilung hat der Borussia damals schwer geschadet, hatte man doch mit ca.10.000 Zuschauern und den dringend notwendigen Einnahmen gerechnet. Das Interesse war durch die Aussage natürlich gesunken.
Nachvollziehbar ist das meiner Meinung nach noch heute nicht, aber wer weiß, was der FCS-Trainer damals damit bewirken wollte.

18.01.1984 Heimspiel gegen den FC Homburg bei 15cm Schnee (zusehen sind u.a. Tom Dooley, rechts Jesper Petersen)

18.01.1984 Heimspiel gegen den FC Homburg bei 15cm Schnee (zusehen sind u.a. Tom Dooley, rechts Jesper Petersen)

Dann noch ein Spiel 1983/84 gegen den FC Homburg. Ein Spiel bei dem so viel Schnee auf dem Platz lag, dass der Ball darin versank. Das Spiel hätte nie und nimmer
angepfiffen werden dürfen. Ich wurde ausgewechselt, was ich in diesem Moment als völlig falsch ansah und trat beim Rauslaufen wütend so sehr in den Schnee, dass mein Trainer mich 2 Wochen nicht spielen ließ. Die Zuschauer übrigens waren auf meiner Seite 😉
Es gibt ja Spiele auf die man sich schon im vorraus besonders freut z.B. das Derby gegen den FCS. Wie haben sie damals die Atmosphäre zwischen den Clubs und ihrem Umfeld wahrgenommen? Welchen Stellenwert hatte das Spiel, auch im Vergleich der beiden Mannschaften?
Die Atmosphäre war natürlich immer brissant, das war schon in meinen beiden Jahren in der A-Jugend so. Aber das war natürlich die logische Konsequenz zwischen zwei Vereinen, die im Saaland um die Vorherrschaft kämpften.
Der FC Saarbrücken war zu dieser Zeit besser gestellt und hatte aus diesem Grund ohne jeden Zweifel, auch das bessere Team zur Verfügung. Die Derbys waren insbesondere für uns junge Spieler natürlich der Höhepunkt jeder Saison, zumal die Zuschauerzahl bei diesen Spielen immer um die 5.000 betrug. In meinem ersten Jahr in der Oberliga Südwest ist der FC Saarbrücken dann ja sofort in die 2.Liga ausgestiegen. Trotzdem war es davor und auch danach immer so, dass jeder dem anderen Abstieg oder Nichtaufstieg gewünscht hat. Ich selbst war und bin da anderer Meinung, da beide Vereine voneinander profitieren können, sei es im Jugend, oder auch im aktiven Bereich. Nur so ist es in unserem kleinen Bundesland möglich in Richtung Profifussball noch ein oder zwei Schritte nach vorne zu machen. Die SV Elversberg in der dritten Liga und der FC Homburg im oberen Tabellenbereich der Regionalliga, tragen ebenfalls dazu bei, dass der Fussball seinen Stellenwert im Saarland forcieren kann. Fusionen waren schon Gesprächsthemen, vielleicht lässt sich auf diesem Weg doch noch eine Mannschaft im Saarland formen, die am Tor zur zweiten oder gar ersten Liga klopfen kann…
Mir als Zugezogener erscheint das Neunkircher Publikum durchaus gerne mal als zu kritisch, andernseits lässt man schnell den Funken überspringen wenn man das Gefühl hat das die Mannschaft alles gibt. Wie haben sie das Publikum zu ihrer aktiven Zeit erlebt?
Das kann ich für mich aus meiner Zeit nicht so bestätigen. Das Publikum zu dieser Zeit war zwar kritisch, aber es blieb immer im sportlichem Rahmen. Nach dem Abstieg aus der 2.Bundesliga war vielen Leuten bewusst, dass der Verein finanziell nicht auf Rosen gebettet war. Da aus diesem Grund nach dem Abstieg mit vielen jungen Eigengewächsen gearbeitet wurde, war das sicher Garant dafür, dass das Publikum schneller verziehen hat und Verständnis dafür aufgebracht hat, wenns mal nicht so lief. Die Mannschaft selbst hat die spielerische Unerfahrenheit meist durch läuferische und kämpferische Elemente ausgeglichen, so dass die für einen Sportler „lebensnotwendige“ Verbindung zum Zuschauer nie abriss. Ich denke, dass Kritiken heute eher durch die fehlenden Identifikationen aufkommen, was aber nicht so verstanden werden soll, dass die Zuschauer „IHRE Mannschaft“ weniger unterstützen. Wie Sie sagen, springt der Funke schnell über, wenns läuft. Das sind natürlich Zeichen, die auch die Mannschaft erkennen muss, um über diese Euphorie der Zuschauer, Kraft zu schöpfen und als Dank hierfür nochmals ein paar Prozent zulegen zu können. So schaukeln sich beide Parteien, Mannschaft und Zuschauer gegenseitig hoch und werden gemeinsam am Ende der Runde erfolgreich sein. Im Moment scheint dies der Fall zu sein und ich denke, dass diese Einstellung auch bis zum Ende der Runde zu einem Platz ganz oben in der Tabelle führen wird.

Nach ihrer Station bei der Borussia, haben sie ihre Karriere beim FC St.Wendel fortgesetzt. Was sprach damals für den FC St.Wendel?
Wie zuvor schon erwähnt, musste ich die Borussia verlassen und einen neuen Verein suchen. Geplant war eigentlich in Neunkirchen zu spielen und in Saarbrücken mein Bauingenieur-Studium zu beginnen. Ich hatte dann die Wahl zum ASC Dudweiler, die mir damals Roland Kuppig empfohlen hatte, und dem FC St.Wendel. Die Wahl fiel aus zwei Gründen auf den FC St.Wendel. Zum einen war es für mich nur 10 km von zu Hause weg, zum anderen hatte ich mich dazu entschieden, in Kaiserslautern zu studieren. Die Entfernungen zwischen Wohnort, Verein und Studienplatz waren somit fast optimal.
Die Rahmenbedingungen in St.Wendel waren 1985 recht gut. Der Verein spielte eine gute Rolle in der Oberliga und zeigte Tendenz nach oben.
Die Mannschaft hatte Potenzial und es schien die richtige sportliche Entscheidung zu sein. Dass es dann in den ersten Jahren nicht der Fall war, hat sich
recht schnell herausgestellt. Der Abstieg aus der Oberliga drohte und die Sponsoren warfen schon zu Beginn der Runde hin. Viele Spieler entschieden sich dafür, ohne Geld schon nicht mehr zu trainieren, was den Kollaps nur noch beschleunigte.
Ich blieb jedoch in St.Wendel und verlebte ab ca.1989 eine sehr schöne Zeit. Es war nicht mehr nur der Fussball, es war die Gemeinschaft die klassenunabhängig wuchs. Mißerfolge rückten durch private Kontakte weit in den Hintergrund, auch wenn es schwer war mit anzusehen, dass in St.Wendel der Stellenwert des Fussballs immer weiter fiel. Mittlerweile hat man einen lange notwendigen Schritt gemacht, um in St.Wendel wieder Fussball interessant zu machen. Der FC St.Wendel und der SV Blau-Weiß St.Wendel haben eine Spielgemeinschaft gegründet und es besteht mit den Verantwortlichen beider Vereine große Hoffnung, einen gemeinsamen erfolgreichen Weg zu gehen.
Und wär ich damals nicht zum FC St.Wendel gewechselt, hätte ich sicher nicht meine Frau kennengelernt. Also war es letztendlich doch der richtige Schritt.
Haben sie heute noch Kontakte zu ehemaligen Mitspielern aus Neunkircher Tagen?
Nein, leider nicht. Ich hatte zwar vor Jahren hier und da mal mit der Traditionsmannschaft gespielt, die Überbleibsel aus der schönen Fussballzeit lassen jedoch sportlich so gut wie nichts mehr zu. Ab und an trifft man sich auf verschiedenen Fussballpätzen, aber feste Kontakte gibt es nicht.
Verfolgen sie noch den Weg von Borussia Neunkirchen oder ist das einfach zu lang her und mittlerweile zu weit weg?
Nein, auf jeden Fall ist das Interesse noch immer groß. Ich verfolge die Borussia im Internet, war auch schon das ein oder andere Spiel anschauen und bin immer noch interessiert, wie es im Jugendbereich vorangeht.
Ich denke die Borussia ist wieder auf einem guten Weg. Allein die Tatsache, dass man mit Dieter Ferner einen hoch kompetenten Trainer verpflichtet hat, zeigt, dass man nicht einfach so in der Versenkung verschwinden will.
Hinzu kommt, dass die Verantwortlichen Dieter Ferner ihr Vertrauen nicht entzogen haben, als viele der Meinung waren, dass er es nicht schaffen würde, den Erfolg zurück zu bringen.
Er hätte diesen Schritt zur Borussia aber sicher nicht gewählt, wenn er nicht davon überzeugt gewesen wäre. Dass man ihm zurecht Zeit für sein Konzept gab und gibt, zeigt die momentane Sitiuation. Er ist wohl mit seinem Co-Trainer Edgar Weller der richtige Mann in der momentanen Lage und wer weiß, vielleicht gelingt ihm schon in diesem Jahr der Aufstieg.
Aber nicht nur, dass die Mannschaft sich in Richtung Tabellenspitze bewegt, nein, das Wichtige dabei scheint mir, dass sich die Fans wieder mit dem Verein identifizieren und voll und ganz hinter ihm stehen. Auswärts mehr Zuschauer, als vor wenigen Jahren im eigenen Ellenfeld, das allein zeigt, dass es aufwärts geht. Ich freue mich nach wie vor über jede positive Schlagzeile für die Borussia. Schließlich habe ich dort 5 Jahre eine sehr schöne Zeit verbracht, die trotz des ungewöhnlichen Endes, immer in guter Erinnerung bleiben wird.

 

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„Kein Trainer bekam 2 – 3 Jahre Zeit sinnvolle Aufbauarbeit zu leisten.“ – Interview mit Uwe Grub
2. Januar 2014, 18:56
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Grüß dich Uwe, du bist schon einige Jahre von Borussia weg, wie ist es dir in der Zwischenzeit ergangen?

Nach 20 Jahren Borussia ( 1978 – 1998 ) als Jugendspieler, Aktivenspieler und Trainer musste ich mich ehrlich gesagt sportlich neu zurecht finden. Ich kannte ja nur Borussia!

Direkt nach meinem Rücktritt im August 98 kam die Anfrage vom SV Niederauerbach, deren Trainer Fritz Fuchs zu Union Berlin wechselte. Nach kurzen Überlegungen nahm ich das Angebot an.1395846_m3msw493h280q75v4242_sp-grub_1828

Du bist in Altstadt aufgewachsen? hast dort mit dem Fußball spielen angefangen, wie waren die Fußballleidenschaften damals verteilt? Was war dein Lieblingsclub, welcher Spieler warst du mittags auf dem Bolzplatz?

Richtig, ich bin in Altstadt aufgewachsen. Nach der Schule ging es direkt auf den in der Nähe gelegenen Rasenplatz des SV Altstadt. Bei Einbruch der Dunkelheit ging es erst wieder nach Hause. Da mein Vater in Neunkirchen beim Eisenwerk arbeitete und zwangsläufig Borussenfan war, nahm er mich zu einigen Spielen der Bundesliga mit. Fortan gab es für mich nur noch die Borussia. Später und das gilt bis heute, bin ich Anhänger von Bor. Mönchengladbach. Beim Fussball auf dem Bolzplatz war ich zunächst Uwe Seeler ( dem ich auch meinen Vornamen zu verdanken habe ), später Gerd Müller. Ab den 70 ern war und ist es bis heute Rainer Bonhof.

Du bist in der A-Jugend zur Borussia gewechselt, wie kam der Wechsel damals zustande?

Als – A – Jugendspieler im jüngeren Jahrgang spielte ich noch beim SV Altstadt und war Stammspieler in der Auswahl des SFV. Bei zwei Auswahlspielen waren Hennes Schreier, damaliger A Jugend Trainer der Borussia und der damalige Jugendleiter, Horst Magold, anwesend.

Nach den Spielen nahmen sie Kontakt mit mir auf und nach einem Besuch der beiden bei uns zuhause, war mir klar, dass ich zur Borussia wechseln würde. Nach einem Jahr A Jugend, in dem wir die Saarlandmeisterschaft errangen und auch den Saarlandpokal gewannen, spielte ich ein Jahr in der Verbandsliga, bevor ich dann meinen Lizenzspielervertrag für die 2 Liga Süd unterschrieb.

Du hast dann recht schnell als 19jähriger in der 2.Bundesliga debütiert, welche Erinnerungen hast du noch an den Nachmittag?

Auf der einen Seite war die 2. Bundesliga Süd für mich ein richtiges Abenteuer, auf der anderen Seite war ich gerade bei der saarl. Polizei in der Ausbildung, so dass ich nicht an allen Trainingseinheiten teilnehmen konnte. Für einen Fußballer natürlich nicht gerade befriedigend. Dennoch kam ich auf ca. 20 Spiele und schoss 2 oder 3 Tore.

Am Ende der Saison musste Borussia absteigen, heute würde wahrscheinlich ein 19jähriger der sich in Liga 2 durchsetzt mit Angeboten überhäuft werden. Wie war das bei dir, gab es Angebote das du hättest im Profibereich bleiben können?

Nach dem Jahr 2 Bundeslige ging es für mich in der Oberliga ganz normal weiter. Für mich war damals schon wichtig, dass ich einen Beruf hatte, der an erster Stelle stand. Somit war klar, dass ich auf jeden Fall im Polizeidienst bleiben würde, was ich bis heute nicht bereut habe.

In der Oberliga war Borussia immer noch ne große Nummer, die viele Fans auf die Auswärtsspiele mitbrachte. Wie hast du den Kontakt zwischen Spielern und Fans in jener Zeit in Erinnerung?

Die richtigen Fans habe ich in sehr guter Erinnerung, allen voran unseren Leo, der mir in vielen Stunden von den großen Spielen der Borussia erzählte. Von den wenigen, die es heute leider noch gibt, die nur auf Provokation aus waren / sind, habe ich mich immer distanziert und kann mit ihnen auch heute noch nichts anfangen. Gerne sind wir damals zu Fantreffen gegangen, um mit den Fans zu reden und zu diskutieren. Das war immer eine sehr gute Sache.borussia neunkirchen - vfb leipzig

In den 80igern gab es zahlreiche Trainerwechsel, Hennes Schreier musste einige Male interimsweise einspringen, war die Erwartungshaltung im Umfeld zu groß oder was waren die Ursachen für die Fluktuation auf dem Trainerposten?

Ich kann die vielen Trainer meiner aktiven Laufbahn in Neunkirchen nicht zählen. Incl. Hennes, der mehrmals einsprang, waren es ca. 15 Trainer.

Das große Problem und das besteht bei einigen heute noch, ist die Bundesliga. Für die ist die Zeit noch nicht vorbei. Aber Borussia wird WAHRSCHEINLICH keine Bundesliga mehr spielen. Die Leute träumen noch davon, die Zeit ist aber vorbei. Damals war es noch schlimmer. Präsidenten kamen und gingen. Jeder wollte mit seinem Geld den schnellen Erfolg. Dabei hatten sie keine Ahnung von Fussball. Es wurden Mannschaften zusammen gekauft, die menschlich nicht passten. Kein Trainer bekam 2 – 3 Jahre Zeit sinnvolle Aufbauarbeit zu leisten. Nach zwei Niederlagen in Folge wurden einfach die Trainer ausgetauscht. Hinzu kommt, dass das Neunkircher Publikum sehr ungeduldig ist. Das wissen wir beide.

Gab es einen Trainer von dem der Trainer Uwe Grub besonders viel übernommen oder sich abgeschaut hat?

Für mich persönlich kam Gerd Schwickert 10 Jahre zu spät. Bei ihm hatte ich meine beste Zeit. Er konnte die Spieler unter der Woche so motivieren wie ich es bis dahin nicht kannte und auch nie wieder erlebt habe. Er kam in die Kabine und es hat geknistert. Entsprechend war der Erfolg. Aber auch von Horst Brand, Gerd Warken, Jürgen Fuhrmann, Dietmar Schwager, Horst Berg und Günther Noel, nur um einige zu nennen, habe ich mir einiges abgeschaut. Letztendlich musst du aber deinen eigenen Weg finden.

Das größte Spiel für dich persönlich und warum?

Ja, das größte Spiel war ohne Zweifel das DFB Pokal Spiel gegen Bayern München, das damals live auf RTL gezeigt wurde. Es war das erste Spiel von mir von Beginn an, nach meinem Kreuzbandriss. Ich spielte gegen Bruno Labbadia, der zwei Tore erzielte. Ich bin heute Gerd Warken noch dankbar, dass er mir damals nach meiner schweren Verletzung das Vertrauen schenkte.

Wo hat man eigentlich damals als Spieler so gefeiert, gab es da ein paar einschlägige Kneipen oder Discos die zu jener Zeit angesagt waren? Wer hat sich als besonders feierfest hervorgetan?

Damals waren wir auch ein verschworener Haufen, der nach den Spielen sehr viel gemeinsam unternahm. Meistens sehe ich die Spieler heute noch auf verschiedenen Fußballplätzen und dann wird natürlich von früher erzählt. Nach dem Motto: Weißt du noch ……..Wir waren nach den Spielen oft bei Ebello. Wer sich besonders hervortat habe ich leider vergessen:)

Aber wir waren gerade im Meisterjahr alle sehr gut dabei. Es war eine riesen Kameradschaft.

Du hast als Spieler glaub ich 6mal den Saarlandpokal gewonnen, welches Finale ist dir in besonderer Erinnerung geblieben?

8081neunkirchenJa, den Saarlandpokal habe ich 6 mal gewonnen. Das kurioseste Spiel war in Quierschied gegen den SV Auersmacher. Wir gewannen 6:0 und ich schoss drei oder vier Tore.

Am Tag zuvor teilte mir der damalige Präsident, Berthold Muthweiler mit, dass ich in seiner Planungen keine Rolle mehr spielen würde. Nach dem Spiel kam er auf den Platz gerannt und hat mir vor allen Leuten einen neuen Zweijahresvertrag angeboten. Das war eben Muthweiler:)

Aber auch den Pokalerfolg gegen den FC Homburg in Rohrbach ist in guter Erinnerung. Homburg konnte in die 2 Bundesliga aufsteigen. Trainer war mein Freund Ulli Sude, er hatte eine absolute Profitruppe zusammen. Wir gewannen völlig verdient mit einer unglaublichen Energieleistung. Dies war mit mein größter Erfolg als Trainer.

Eine Frage die jeder Ehemalige gestellt bekommt, was fällt dir bei dem Stichwort Ellenfeld ein?

Ellenfeld: Tradition, große Spiele, Stimmung, Gänsehaut

Ich habe gelesen das du als Trainer des SV Kirkel, mal ein Spiel gegen deine ehemaligen Jugendspieler aus Neunkircher Tagen gemacht hast. Pflegst du auch noch Kontakte zu ehemaligen Trainern und Mitspielern?

Vor zwei Jahren habe ich ein Spiel mit meiner 1. Mannschaft des SV Kirkel gegen meine ehemalige A Jugend der Borussia ausgetragen. Trotz sehr schlechten Wetters kamen fast alle Spieler von damals, teilweise aus Frankfurt oder dem Württembergischen. Es hat mich sehr gefreut, da mir dies auch zeigte, dass es eine schöne Zeit war und es den Spielern damals Spaß machte. Natürlich gibt es auch heute noch Kontakte.

Sebastian Grub

Sebastian Grub

Als dein Sohn Sebastian im Ellenfeld gespielt hat, warst du eigentlich bei jedem Spiel dabei. Wie weh tut das, zusehen wo Borussia heute spielt?

Ja, als Sebastian bei Neunkirchen spielte, verpasste ich kein Spiel. Ich hoffe, dass man Dieter Ferner die Zeit läßt, die Paul Linz nicht bekam. Ich denke, Dieter ist die letzte Patrone, die die Borussia hat. Wenn der auch weggemobbt wird, dann gute Nacht. Mehr möchte ich hierzu nicht sagen. Ich denke und hoffe, dass Guiseppe Ferraro das Zepter fest in der Hand hält und sich nicht beeinflussen läßt.

Danke für deine Zeit und Mühe…dir bleibt noch der Platz für letzte Worte oder Grüße

Zuletzt möchte ich mich bei dir bedanken, dass du an mich gedacht hast. Mein größter Wunsch geht vielleicht irgendwann noch in Erfüllung: Ich wünsche mir, das war vor zwei Jahren als Sebastian bei der Borussia spielte schon der Fall, dass auch er irgendwann mal mit Borussia eine Meisterschaft erringen kann. Dann haben es Vater und Sohn geschafft.

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2013 Stahlwerkblog die Zahlen…
31. Dezember 2013, 14:14
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Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2013 an.

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 54.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 20 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

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