Stahlwerk


Zu – und Abgänge Winter 2013/14
1. Februar 2014, 14:39
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Vor gut zwei Wochen hat Trainer Dieter Ferner mit der Mannschaft die Vorbereitung auf die Rückrunde begonnen, seitdem folgten ein Laktattest an der Sportschule und die ersten Testspiele. Mit dem mittlerweile offiziellen Ende der Transferperiode hat sich auch bei der Borussia etwas getan. Im Vergleich zu den Vorjahren zwar weniger spektakulär, deshalb aber nicht weniger überraschend.

So dürften nur wenige mit dem Abgang von Mersad Mehmedovic gerechnet haben, war der Defensivallrounder doch erst im Sommer vom Ligakonkurrenten SV Elversberg II ins Ellenfeld gewechselt und sofort zum Stammspieler avanciert. 19 Einsätze in 20 Spielen, dabei 18 mal in der Startelf belegen dies eindrucksvoll. Dazu war der 26jährige sofort ein Leistungsträger des Teams, der auch Verantwortung übernahm. Vorallem seine Fähigkeiten mit dem ruhenden Ball war eine Qualität die dem Team in den vergangenen Jahren abging. Mit Mehmedovic verlässt zudem ein sehr flexibler Spieler den Verein, der sowohl in der Innenverteidgung als auch im defensiven Mittelfeld eine ausgewogene Spielweise zwischen Defensivarbeit und Offensivdrang offenbarte. Auch hier der Beleg die Statistik, 2 Tore, 1 Torvorlage. Über die Hintergründe des Wechsels kann man freilich vorzüglich spekulieren, zumal dem Bosnier schon ein nicht ganz unkomplizierter Ruf hinterhereilte und es zum Vorrundenende auch disziplinarische Maßnahmen seitens der sportlichen Führung gab. Letztlich ist es wie es ist…

Weniger überraschend ist dagegen der Abgang von Philipp Kuhnen. Der 24jährige kam vor der Saison vom ATSV Saarbrücken als relativ unbeschriebenes Blatt nach Neunkirchen. Seiner Rolle als Ergänzungsspieler wurde er vorallem zu Saisonbeginn gerecht, als er 5 Kurzeinsätze bekam. Nach der Verpflichtung gestandener Routiniers für die Mittelfeldpositionen war seine Zeit als Alternative allerdings abgelaufen, im weiteren Verlauf der Saison spielte er keine Rolle mehr.

198412Zur Borussia gewechselt ist derweil Felix Dausend, der die bisher abschlußschwache Offensive verstärken soll. Der 25 jährige galt in den letzten Jahren als eines der größten saarländischen Sturmhoffnungen, ein Ruf den er sich selbst beim SVN Zweibrücken erarbeitete. Unter Trainer Peter Rubeck machte er in 53 Oberligaspielen, 18 Tore und 4 Torvorlagen, keine schlechte Bilanz die ihm ein Probetraining beim Vfl Osnabrück einbrachte. Was er auch erfolgreich bestreiten konnte, doch die Entlassung von Vfl Trainer Uwe Fuchs bedeutete auch das zwischenzeitliche Aus für die Profiträume des gebürtigen Saarbrückers. Immerhin sorgte das Probetraining dafür, dass man auch vor der Haustür beim 1.FC Saarbrücken auf Dausend aufmerksam wurde. Über die zweite Mannschaft sollte er sich für den Drittligakader empfehlen, was ihm eingangs durchaus gelang. So kam er unter Luginger zu Saisonbeginn 12/13  zu ordentlichen Einsatzzeiten (9 Spiele, null Tore), allerdings warf ihn am Ende eine Verletzung aus dem Rennen. So das er für sich in Elversberg die bessere Perspektive sah (mancher meint auch den lukrativeren Vertrag) letztlich aber konnte er Dietmar Hirsch nicht von sich überzeugen. Die Konkurrenz mit Felix Luz, Angelo Vaccaro und den neu verpflichteten Serkan Göcer und Ondrej Smetana bedeuteten die Aussortierung. Zweifelsfrei ein glücklicher Umstand für die Borussia, die so einen talentierten und drittligaerprobten Spieler bekommt, der seine Klasse in der Oberliga schon nachgewiesen hat. Mit Dausend ist jetzt auch in der Offensive ordentlicher Konkurrenzkampf eingezogen, denn Felix Dausend kann sowohl den alleinigen Mittelstürmer geben, als auch als kongenialer Partner an der Seite von Hajdarovic agieren.  So oder so hat Dieter Ferner jetzt im Sturm alle Möglichkeiten. Übrigens eine Anektode am Rande: Felix Dausend spielte bis zur B-Jugend beim 1.FC Saarbrücken, aber mit seinem damaligen Trainer lag er nicht auf einer Wellenlänge, der Trainer hieß Edgar Weller und ist bekanntlich heute Co-Trainer von Dieter Ferner.

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Leotrim Gashi

Ebenfalls kurz vor Toreschluß verpflichtete die Borussia den defensiven Mittelfeldspieler Leotrim Gashi, der zuletzt in der U-23 des 1.FC Saarbrücken zum Einsatz kam. Dort als Perspektivspieler geholt, dürfte er nach dem Moldscher Transferwahnsinn in diesem Winter keine Chance mehr nach oben besitzen. Gashi entstammt der Fußballschule des französischen Traditionsclub AJ Auxerre, durchlief dort die Jugendmannschaften bis zur 2.Mannschaft.  Danach schloß er sich dem 4.Ligisten US Raon an, bevor er im Sommer nach Saarbrücken wechselte. Gashi besitzt sowohl die Staatsbürgerschaft seines Geburtslandes Schweiz, als die seiner Eltern (Kosovo) Albanien. Seinen einzigen U-21 Länderspieleinsatzt verdankt er keinem geringeren als Lazio Star Lorik Cana, der ihm dem albanischen Verband empfahl.

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