Stahlwerk


Saisonrückblick Teil3
27. Mai 2014, 22:34
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Nach dem zweiteiligem Versuch und gerade im zweiten Teil war es nicht mehr als ein Versuch (Teil 1 | Teil 2) nüchtern und sachlich die Ursachenkette zu beleuchten, die abseits der Spielergebnisse den Abstieg mit begleiteten, fehlt deren Bewertung. Doch die kann nur subjektiv sein, zudem begrenzt durch den Horizont der eigenen Wahrnehmung. Hier also der Kommentar der natürlich Widerspruch auslösen darf und gegensätzliche Meinungen verträgt.

Bei einem genauen Blick auf die Saison bleibt das Gefühl es spiegelt die vier Jahre Vorstandsarbeit bisher perfekt wieder. Guter Anfang, schleichender Absturz ohne das wirkliche Gefühl den Tiefpunkt schon erreicht zu haben. Am Ende könnte man es auch auf einen Nenner bringen, fehlende Kompetenz gepaart mit fehlenden finanziellen Möglichkeiten haben den Verein dahin gebracht wo er heute steht. Das Tabellenbild ist nicht bloßer Zufall, sondern Ergebniss katastrophaler Vorstandsarbeit.

Nachhaltigkeit war das Wort was Giuseppe Ferraro vor der Saison in einem Interview des „forum magazin“ schon fast gebetsmühlenartig runterpredigte. Damit meinte er finanzielle Einsparnisse, gepaart mit einem Aufbau einer jungen Mannschaft. Herausgekommen ist am Ende ein sportliches Desaster, weil man mit dem finanziellen Rotstift und ohne jegliche Sachkenntniss vom Fußball versuchte eine Mannschaft zusammenzubauen, bei der schon im Sommer der Eindruck entstand es ging nur darum schnellst möglich irgendwie 20 kostengünstige Spieler zusammenzubekommen.

Kein Wunder hatte man einmal mehr verpennt andauernd und rechtzeitig am Kader zu basteln. Man sprach von einem Konzept das man nicht hatte und von dem man hätte wissen müssen das es viel viel Weitsicht und frühe Planung verlangt. Das es die nicht gab bestätigte Christian Frank bei seinem Wechsel nach Elversberg, als er davon sprach das der Verein viel zu spät auf ihn zukam. Sicherlich neben der Tatsache das es einfach an sportlicher Kompetenz mangelt, ist diese Handlung auch ein Produkt daraus das man erst zu spät einen Etat aufgestellt hatte. Wenn es denn sowas wirklich bei Borussia Neunkirchen noch gibt. Man lebt augenscheinlich von der Hand in den Mund. Für Sponsoren dürfte es auch nur wenig bis gar keine Anreize geben sich bei Borussia noch finanziell zu engagieren. Der 3000er Club ist außerhalb des VIP Raums nicht sichtbar und innerhalb des VIP Raums auch noch weit weit von der 100er Marke entfernt. (nach 3 Jahren)

Mit Dieter Ferner hatte man zwar einen ausgewiesenen Fachmann, der allerdings wollte nichts anderes sein als Trainer. Irgendwie eine Geschichte die von außen betrachtet als Fehler enden musste. Denn wenn dieser Verein in der aktuellen Konstellation einen Trainer braucht, dann einen der seine Erfahrungen und Kontakte einbringt auf allen Ebenen. Und ob Dieter Ferner der richtige Mann für eine junge unerfahrene Mannschaft gewesen wäre, die vielleicht im unteren Mittelfeld mitspielt? Es wäre auf jeden Fall nicht sein Anspruch gewesen, auch da stellt sich die Frage wieviel Überlegung eigentlich hinter diesem Konzept steckte.

Die Problematik Sportvorstand Martin Bach der ja seit über einem halben Jahr augenscheinlich mit diesem Vorstand nichts mehr zu tun hat, belastet den Verein über Gebühr. Denn genau diese Position hätte es im Winter nach den Abgängen von Mehmedovic und Schmitt und nach dem Trainerrücktritt von Dieter Ferner gebraucht, um mit schnellem handeln womöglich den Bock noch umzustoßen. Was immer die genauen Gründe sind, dass es so ist wie es ist, es kann defacto nicht im Interesse des Vereins sein. All diese Geschichten vom fehlenden Geld, ausstehenden Gehältern, mangelnden Konzepten einhergehend mit schlechter Presse und Öffentlichkeitsarbeit auch den eigenen Fans, Zuschauern und Mitgliedern gegenüber haben den Verein in seiner Gesamtheit an eine Grenze geführt.

Mittlerweile hat man Ende Mai, in wenigen Wochen beginnt schon wieder die neue Saison und wieder steht man ohne Sportvorstand, ohne sportliche Kompetenz vor der nächsten Herculesaufgabe. Offiziell gibt es noch keinen Trainer, bis auf vier Spieler keine Mannschaft und bei den meisten Fans, Zuschauern und Mitgliedern keinen Kredit mehr. Statt endlich mal aufzuwachen, sich selbst, seine Arbeit und sein Verhalten zu hinterfragen will man jetzt erstmal mit dem Aufsichtsrat sprechen, jenem Gremium das vorallem dadurch auffällt das es überhaupt nicht auffällt. Das scheinbar weit davon entfernt ist die Zustände in diesem Verein mal anzuprangern, Kritik zu üben oder gar Eigeninitiative zu ergreifen. Welch Wunder wenn der Aufsichtsratsvorsitzende mehr Nähe zum 1.Vorsitzenden pflegt als diesem Amt gut tut. Es geht hier verdammt nochmal nicht um Egos und Personen, es geht um Borussia Neunkirchen und sonst um gar nichts. Wer das nicht verstehen will der ist hier am falschen Platz und im falschen Verein.

Es geht um Alles, es geht um 109 Jahre Vereinsgeschichte und darum das diese noch lange nicht das Ende sind…

 

 

 

 

 

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