Stahlwerk


Saisonrückblick Teil 2
27. Mai 2014, 17:37
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Nach dem Blick auf Trainer und Mannschaft geht es im zweiten Teil um das Umfeld und den Verein.

Das Umfeld

äußerte schon früh in der Saisonvorbereitung seine Bedenken, trotzdem ging es auch nach dem klassischen Fehlstart recht ruhig ums Ellenfeld zu. Das Vertrauen in Trainer Dieter Ferner war über die ganze Saison spürbar groß, im Vergleich zu vielen seiner Vorgänger konnte er auch nach schwachen Auftritten in Ruhe seine Arbeit machen. Selbst als der Negativlauf schon in vollen Zügen lag,  kam kaum Kritik am Trainer auf. Auch die Mannschaft wurde lange Zeit geschont, erst als die Ergebnisse erschreckende und bisher völlig unbekannte Ausmaße annahm, wurden nun auch Spieler mit Kritik konfrontiert. Einzige Ausnahme das blamable Ausscheiden im Saarlandpokal. Zum Rundenende schien kurzzeitig die Stimmung völlig zu kippen, doch die Mannschaft konnte durch zumindest zwei Spiele in denen man ihnen vom Einsatz her keinen Vorwurf machen konnte, die Eskalation verhindern.

Die Fanszene in den letzten Jahren eher mit dem überleben beschäftigt, konnte gerade gegen Hinrundenende einige schöne Momente feiern. Erster Höhepunkt war sicherlich das Auswärtsspiel in Idar-Oberstein, wo es dank der Masse gelang den schäbigen Auswärts“block“ zu entgehen. Mit Hauenstein folgte schon der nächste Höhepunkt als es nach vielen Jahren mal wieder gelang einen gemeinsamen Autokorso auf die Beine zustellen. Das am Ende in beiden Spielen nicht die Big Points gemacht wurden, konnte dann vorallem der Kassenwart im heimischen Ellenfeld spüren. Auch das Jahr 2014 mit der Zugfahrt nach Ludwigshafen wird für viele noch lange in Erinnerung bleiben, wobei man hier besonders hervorheben muß, dass diese Idee mal nicht aus dem „typischen“ Kern kam. Überhaupt gab es in jenen Monaten viele unbekannte Gesichter zu begrüßen, was sich auch in der Stimmung positiv niederschlug. Die letzten beiden Spiele gegen Elversberg und Hauenstein zeigten dann das die Entwicklung weiterhin anhält. Das erste Jahr Bierstand dürfte man bei allen Verbesserungen die es noch so gibt, durchaus als positiv bewerten. Negativ sind sicherlich die Stadionverbote nach dem Pokalspiel in Dillingen, in solchen Situationen würde man sich wünschen das die Selbstkontrolle durch die Anwesenden (nicht nur Block5) besser gelingt. Dasselbe gilt auch im Verhalten einiger gegenüber, eigenen Spielern, Betreuern oder Funktionären.

Der Verein

Zu guterletzt die Vereinsführung, die man in diesem Jahr recht wenig wahr nehmen konnte, sowohl in der Außendarstellung, noch in den eigenen Medien. Berichte auf der eigenen Homepage beschränkten sich zumeist auf Spielberichte. Im Stadionheft gab es wohl noch nie eine Saison in der so wenig Vorworte von Funktionsträgern des Vereins kamen, meist waren diese auch nur sehr kurz oder allgemein gehalten. Dass man dabei auf eine positive Außendarstellung bedacht war, liegt nahe, in Anbetracht bspw. der katastrophalen Rückrunde grenzte es aber bisweilen doch an Schönfärberei, was so manchen Fan auf die Palme brachte. Einen solchen Sturzflug kann man einfach nichts positives mehr abgewinnen.

Der Aufsichtsrat war auch in dieser Saison lediglich durch den Aufsichtsratsvorsitzenden und Pressesprecher Roland Eich zu vernehmen. Was etwas verwundert, gab es doch durchaus die ein oder andere Angelegenheit in der auch der Aufsichtsrat gefragt gewesen wäre z.B. Thema Mitgliederversammlung, der „Verbleib“ vom Sportvorstand oder die oft vorgetragene Kritik am Vorstand. Von der allgemeinen Entwicklung des Vereins ganz zu schweigen. Es bliebe auch noch die Frage nach der Vollzähligkeit.

Der Vorstand war zuletzt nur noch durch die Position des 1.Vorsitzenden zu vernehmen, dazu gesellt sich noch Dr.Sven Jager der aber eher im Hintergrund bleibt und selten den Weg in die Öffentlichkeit sucht. Der dritte im Bunde Sportvorstand Martin Bach wurde schon seit Monaten nicht mehr gesichtet, aber laut Aussage des 1.Vorsitzenden hat er diese Position noch inne. Das der Vorstand nach einer solchen Saison in der Kritik steht und sich hinterfragen lassen muß, steht wohl außer Frage. Schließlich wurden Entscheidungen im sportlichen Bereich ohne den sportlichen Vorstand entschieden. Das zögerlich anmutende Verhalten nach dem Rücktritt von Dieter Ferner auf die Niederlagenserie, die Frage nach den Konzepten sowohl sportlich als auch grundsätzlich bleiben weiterhin unbeantwortet. Die Entwicklung des Vereins als solche bleibt völlig unbeantwortet.  Als Hauptakteur in einer Saison voller Schwierigkeiten und gewichtiger (Nicht)Entscheidungen steht am Ende der Abstieg und die Frage nach dem Verein in seiner Gesamtheit und da sind Zweifel an der Person Giuseppe Ferraro einfach nur logisch.

Die Schlussrechnung

Nimmt man die Positionen zusammen, so sieht man genau das Ergebnis, welches man eben vorliegen hat: Der Abstieg. Um nun notwendige Konsequenzen abzuleiten muss die Frage nach dem Verschuldensanteil geklärt werden.

Fehler machen wir alle, und Fehler führen nicht immer automatisch zum Scheitern. Das Scheitern ist meist die Häufung von Fehlern, bei dem alle Schutzvorkehrungen versagten. Fragt man aber nach der Verantwortung, dann muss man die Fehler bewerten. Man muss die Intention der Handelnden einbeziehen und man muss nach Vermeidbarkeit und Handlungsfähigkeit bewerten. Und spätestens ab hier wechselt es nun von einer nüchterner Feststellung von Fakten zu einer subjektiven Bewertung und dazu eignet sich nichts besseres als der Kommentar. Den es in einem dritten Teil geben wird.

 

 

 

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