Stahlwerk


Linktip – Ostclubs und ihre Geschichte…
7. Dezember 2013, 19:57
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RB, Halle, Rostock, Erfurt oder Chemnitz alles Ostvereine die in dieser Saison zweimal ihre Aufwartung im Saarland machen. Die Geschichte der Vereine könnte nicht unterschiedlicher sein. Da ist der Neuemporkömmling RB gesegnet mit Geld in einer fußballverrückten Stadt. Hansa Rostock der Verein dessen Wurzeln im sächsischen Erzgebirge zu finden sind. Rot-Weiß-Erfurt dessen Anhang schon zu DDR Zeiten dafür bekannt war Gästeblöcke zuzuhängen oder Karl-Marx-Stadt mit seiner Europapokalgeschichte. Alle Vereine eint aber eins, nämlich zahlreiche Fans mitzubringen. Der Ostfußball hat wie das Saarland, seine ganz eigene Geschichte. Diese erzählt eine Serie des „neues deutschand„. Ob Neuemporkömmling RB Leipzig oder gestandene Traditionsvereine der Blick geht in alle Richtungen, so kommt auch Lichtenberg 47 oder die TSG Neustrelitz zu Vorstellungen. Sicherlich ein interessanter Einblick und auch Rückblick in eine Zeit als Deutschland noch geteilt war. Immerhin muß man über 24 sein, um noch im geteilten Deutschland auf die Welt gekommen zu sein. hier

 

 

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Anno ´56 – Borussia zu Gast in der DDR

Vor ein paar Monaten hatte ich so zum Spaß ein paar Stadionbilder auf Facebook zum raten hochgeladen, darunter das Steigerwaldstadion in Erfurt. Als Hinweis hatte ich dazu geschrieben das dies das bisher einzige Spiel der Borussia im Osten war. Daraufhin meldete sich ein Herr aus Berlin mit dem Verweis das Borussia schon einmal zu DDR Zeiten zu Gast in Weißenfels war. Recht hat er…

1956 F-Borussia NeukirchenDenn in den Fünfziger Jahren gab es noch die Tradition von Freundschaftsspielreisen in benachbarte Länder. Meines Wissens nach war es die erste und einzige Reise der Borussia in die DDR. Zu dem Zeitpunkt war die Mauer noch 5 Jahre entfernt, die Grenze beidseitig passierbar, das Saarland noch teil-autonom. Allerdings zeichnete sich schon die Zuspitzung des kalten Kriegs an. Der Arbeiteraufstand ´53 in der DDR wurde blutig niedergeschlagen, die BRD trat 1955 der NATO bei und auch die DDR beschloß den Beitritt zum Warschauer Pakt. Somit war es vielleicht eine der letzten Gelegenheiten überhaupt noch einmal in der DDR zu spielen. Die Reise fand damals über Ostern statt, 3 Spiele an drei Tagen sollten es am Ende werden.

Den Anfang machte an Karfreitag das Spiel in Weißenfels. Der gastgebende SC Fortschritt erlebte in jenen Jahren seine beste Zeit, gehörte damals zur DDR-Oberliga (höchste Spielklasse) und konnte dort immerhin ein paar Jahre verweilen. Mit Alfred Reinhardt stellte Weißenfels zu jener Zeit seinen einzigen Nationalspieler.

später die Otto-Müller Kampfbahn

später die Otto-Müller Kampfbahn

An diesem Freitagabend fanden sich 15.000 Zuschauer in der Otto-Müller-Kampfbahn ein um das Spiel mitzuerleben. Am Ende gewann Borussia knapp mit 0:1. Das Stadion ist noch heute Spielstätte des mittlerweile in 1.FC Weißenfels umbenannten Clubs. Aktuell spielen die Randanhaltiner um den Aufstieg in Liga 5 mit.

Das zweite Spiel dieser Reise sollte Samstags gegen den SC Aktivist Brieske Senftenberg stattfinden. Die ausgerechnet in jenem Jahr mit Platz 2 hinter dem SC Wismut Karl-Marx Stadt überraschend Vizemeister der DDR wurden und damit ebenfalls ihren größten sportlichen Erfolg feierten. 6:0 ging Borussia in der „Glück-Auf Kampfbahn“ baden, aber das dürfte bei dieser Reise wohl eher zweitrangig gewesen sein. Später wurde der Verein nach Cottbus delegiert und gilt somit als Vorgängerverein des heute bekannten Energie Cottbus. 220px-Standardwappen_Aktivist-standard.svgDas letzte Spiel der Reise fand dann in Dresden statt. Gastgeber war der SC Einheit, ein Nachfolger des einst ruhmreichen Dresdner SC. So spielte man vor 15.000 Zuschauern im Heinz-Steyr-Stadion und Borussia verlor knapp mit 2:1. Der SC Einheit war damals im Mittelfeld der Oberliga angesiedelt, aber das Dresdner Aushängeschild. Dynamo Dresden war zu dieser Zeit noch nicht existent. Nach einer weiteren Zwangsumbenennung zu Lokomotive Dresden, entstand nach der Wende wieder der Dresdner SC. Übrigens gab es auch noch ein Rückspiel des SC Fortschritt Weißenfels in jenem Jahr in Neunkirchen, auch das konnte die Borussia mit 5:3 für sich entscheiden. Ein Dank geht an Uwe Abraham nach Weißenfels der mir das Bild zur Verfügung gestellt hat, im übrigen würde man sich in Weißenfels über eine Neuauflage freuen, wohl nicht nur dort.

Quelle: neues deutschland

Quelle: neues deutschland

Quelle: neues deutschland

Quelle: neues deutschland

Quelle: neues deutschland

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Das Auf und Ab der ehemaligen Oberligisten
13. Juli 2013, 11:44
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Das Ostderby Magazin mit eigener Radioshow hat sich dem Ostfussball verschrieben. Um´s mit Wowereit zu sagen, „und das ist gut so“…keine Ostalgie, sondern ostdeutsche Fussballgeschichte von gestern und heute!

17. Mai 1991. Der letzte Spieltag die NOFV-Oberliga, Nachfolgerin der DDR-Oberliga, ist Geschichte. Für viele Vereine markiert dieses Datum auch den letzten Auftritt in der obersten Spielklasse. Nur der Meister und der Tabellenzweite schaffen den Sprung in die 1. Bundesliga. 5 weitere Teams qualifizieren sich für die zweigleisige 2. Bundesliga und die sieben verbliebenen Teams müssen den Gang in die Drittklassigkeit antreten.

Für viele Vereine war die politische Wende in Deutschland auch eine sportliche. Einige Mannschaften behaupteten sich im Profifußball, andere verschwanden in den Niederungen des Amateurfußballs. weiterlesen

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Legende ohne Ende – die BSG Wismut Gera
6. November 2012, 18:11
Filed under: DDR Fußball | Schlagwörter: , , ,

Eigentlich sollte die nächste Folge die „Geschichte des Leipziger Fussballs“ sein, die ist auch in der Mache aber aktuell fühl ich mich da etwas überfordert, weil ich einfach nicht weiß wie ich diese viele Geschichte verpacken soll, dass es zum einen nicht zu grau und trocken wird und andernseits der Historie gerecht wird. Mal schauen wie sich das die nächste Zeit entwickelt. Gestern oder für die meisten heute gab es ja die Geschichte mit den Spielern aus der Regionalliga zu lesen, was mich dann auf Idee brachte den aktuellen Verein unseren einstigen Spielers Ronny Scholze etwas genauer zu betrachten. Womit dann der Kreis zur „DDR Fußball“ Historie wieder geschlossen wäre.  Weiterlesen



Fussball in der SBZ…

Schon vor Monaten reifte bei mir eine Idee, ausgelöst durch Bemerkungen und Kommentare die mich darin bestätigten den Gedanken endlich in die Tat umzusetzen. Entstehen soll dabei eine unregelmäßige Serie über den „Fussball in der DDR“. Dabei kann es eigentlich um alles gehen und doch werden zum Großteil die Vereine zum Thema werden. Nicht nur die heute aus dem Profifussball bekannten FC Hansa Rostock oder Dynamo Dresden. Sondern wenn möglich auch die kleinen Clubs die im Osten ganz groß waren wie Chemie Böhlen, Motor Suhl, Kali-Werra-Tiefenort oder Wismut Gera. Viele haben mit der „Wende“ den Weg in die Bedeutungslosigkeit angetreten, sind heute in den unteren Klassen verschwunden oder versuchen sich seit Jahren wieder zu berappeln. Nicht nur aus regionalen Gegebenheiten ist das Interesse am ostdeutschen Fussball kaum gegeben, selbst auflagenstarke Zeitungen und Magazine werden dem Thema nicht mal im Ansatz gerecht. In die Schlagzeilen schaffen es Ostclubs in der Regel nur noch durch Ausschreitungen oder Rechtsradikalismus. Wer dagegen hat wahr genommen wie der Hallesche FC durch vorbildliche Vereinsarbeit in wenigen Jahren den Sprung aus Liga 6 in Liga 3 geschafft hat? Wer kennt erfolgreiche Osttrainer fern ab von Sammer oder Geyer? Vielleicht schafft die Serie ja es ein paar Fragen zu beantworten oder gar bei dem ein oder anderen die Neugier zu wecken selbst mal im www auf die Suche zu gehen. Weiterlesen




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