Stahlwerk


Es muß Schicksal sein…
15. März 2014, 23:29
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dunkle Wolken über dem Ellenfeld

dunkle Wolken über dem Ellenfeld

Es muß Schicksal sein, die Uhr eigentlich schon lange abgelaufen, der Kredit verbraucht, Borussia nur noch im Saldo, immer zu spät wenn es um die großen Momente geht. Wie oft hört man: Nur wer die Tiefen mitgegangen ist, kann die Höhen richtig auskosten“…Ich glaub daran nicht mehr, so viel Scheiße durch die wir seit zehn Jahren waten, da müssten wir im Erfolgsfall alle in der Klinik landen, vor lauter durchdrehen. Soviel Glück könnte ein Mensch gar nicht aushalten.

Nein Skeptiker wird man bei Borussia nicht aus Prinzip oder Gefallen, sondern es scheint die einzigste Möglichkeit zu sein nicht völlig an diesem Verein zu verzweifeln. Jedes mal aber auch wirklich jedes mal, wenn man mal ein bißchen zu träumen anfängt holt einen die brutale Realität wieder ein. Kein Wunder das man die Leute nicht mal mehr mit einer Serie von 17 ungeschlagenen Spielen vor dem Ofen hervorholt und ganz ehrlich wer will es ihnen verdenken. Nicht jeder steht darauf ein Fußballmasochist zu sein.

"Leiden"schaft

„Leiden“schaft

Doch fangen wir auch heute am Anfang an. Ich bin abergläubisch nicht immer und schon gar nicht in allen Lebenslagen, aber beim Fußball durchaus. So waren die letzten Monate davon gekennzeichnet immer den selben Weg nach Neunkirchen zu fahren, das Glücksbier vor dem Stadion zu trinken. Eine Angewohnheit die mich zuletzt ziemlich nervte und da heute die ursprüngliche Strecke dank Baustelle gesperrt war, verzichtete ich auch mal wieder auf das Bier und nun? Vorwürfe? Nö…die hätte ich mir bestimmt gemacht wenn man unglücklich verloren hätte, aber so überlasse ich das jenen Spielern die heute auf dem Platz standen. Aberglaube wird sowieso völlig überschätzt ;-)…und doch werde ich zumindest das Bier wieder beim nächsten Heimspiel einführen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich immer zuletzt…

Zum Spiel muß man glaube ich auch heute nicht viel sagen. Es tat einfach weh zuzuschauen, irgendwie hat man aus Ludwigshafen nix gelernt. Das selbe unklare und unsaubere Spiel, in dem gute Pässe Mangelware waren. Zu wenige Anspielstationen, weil zu wenig Bewegung. Schlechte Standards, positives eigentlich nicht zu finden, mit der Ausnahme Sebastian Flauss. Und das gegen ein Team bei dem unzählige ehemalige Borussen spielten, teils vom Verein weggeschickt und sicherlich hochmotiviert. Das verstehe wer will, selbst nach der Halbzeit kam kein richtiges aufbäumen, zu wenig Widerstand um das unvermeidliche doch noch zu vermeiden, vielleicht wenigstens nen Punkt zu holen. Doch Gras fressen, schmerzende Lungen, brennende Muskeln konnte man nicht sehen, vielleicht alles Klischee, zu überladen sowas zu fordern, aber he ich dachte es ist nicht nur unser Traum, sondern auch eurer.

Unterstützung auch nach dem Spiel

Unterstützung auch nach dem Spiel

So jetzt reichts, genug ausgekotzt, der Frust wird eh mindestens bis zu einem Heimsieg gegen Salmrohr reichen. Und da Berichte nach Möglichkeit auch immer was positives beinhalten sollten, sei an dieser Stelle mal dem Bierstand Tribut für eine gute Stimmung auch nach Rückstand und sämtlich verlorener Hoffnung gezollt. Egal was noch kommt, egal was noch passiert…Du bist und bleibst UNSER Verein!

Link zum TV Bericht: http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=7&id=24064

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von alten Bekannten und neuen Gesichtern Teil III – FC Hertha Wiesbach
2. Juli 2013, 15:33
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FC_Hertha_Wiesbach_LogoHertha Wiesbach wird der dritte Verein aus dem Landkreis Neunkirchen in der Oberliga sein. Wiesbach ist ein Ortsteil und Gemeindebezirk der Gemeinde Eppelborn im Landkreis Neunkirchen. Bis Ende 1973 war Wiesbach eine eigenständige Gemeinde. Wiesbach wurde erstmals im Jahre 1201 urkundlich erwähnt. Die Geschichtsforschung erklärt die Wortbestandteile damit, dass der Ort seinen Namen von dem zuerst vorhandenen Bach, der durch die Wiesen floss, erhalten hat. Der Wiesbach entspringt im Hahnwald und mündet in Eppelborn in die Ill.

die Geschichte des FC Hertha Wiesbach

Die Geschichte des Wiesbacher Fussballs beginnt im August 1908. Im Wiesbacher Ortsteil Mangelshausen gründete man den Fussballverein Spiel und Sportclub Hertha Mangelshausen. Großes Vorbild bei der Namensgebung Hertha, war der – am 25. Juli 1892 in der deutschen Hauptstadt gegründete –  Berliner Fußballclub Hertha. Mitte der 20er Jahre wurde der SSK Hertha Mangelhausen in FC Hertha Wiesbach umbenannt. Seit 1959 ist das heutige Wallenborn Stadion die Heimat des Vereins. Den ersten Meistertitel konnte die erste Mannschaft des FC Hertha Wiesbach erst im 84-zigsten Jahr der Vereinsgeschichte erringen. Der Verein wurde in der Saison 1991 / 1992 Meister der Kreisliga A Ill-Theel und stieg in die Bezirksliga Nord auf. Im Jahr 2000 errang man auch hier den Titel und sicherte sich die Teilnahme in der Landesliga Nordost. Nach nur 4 Jahren stieg man im Jahre 2004 als Meister der Landesliga Nordost in die Verbandsliga Saar auf. Somit war der Aufstieg in die höchste saarländische Amateurklasse besiegelt. Mit der Oberliga Südwest leitet man nun ein weiteres neues Kapitel in der Vereinsgeschichte ein.

  • übrigens seit 1993 hatte man nur zwei Trainer Helmut Berg und Oliver Braue.
  • Kuriosum am Rande: noch nie stieg eine Aktivenmannschaft in der Geschichte der Hertha ab.
Blick aufs Spielfeld

Blick aufs Spielfeld

der Aufsteiger FC Hertha Wiesbach

dürfte wohl der stärkste Aufsteiger sein. Neben dem Aufstieg feierte man auch den Gewinn des saarländischen Hallencups und zog ins Saarlandpokalfinale ein. Die Hertha stand in der vergangenen Saison für attraktiven Offensivfussball im 4-2-3-1 System. Daran wird vermutlich auch die neue Liga nichts ändern, denn Trainer Helmut Berg steht für „grundoffensiven Fussball“. 30 Tore mehr als die Konkurrenz belegen eindeutig die Offensivstärke der Mannschaft, was auch dadurch belegt wird das allein vier Spieler zweistellig trafen. Mit 23 Toren war der ehemalige Neunkircher Angelo da Col der treffsicherste. Doch die Offense gewinnt Spiele, die Defense Meisterschaften und so kann man auch auf die zweitstärkste Abwehr der Liga verweisen. Die Mannschaft wird größtenteils zusammenbleiben und wurde noch deutlich verstärkt. So kommt mit Björn Recktenwald vom FC Homburg ein Stürmer der beim FCS und der TSG Hoffenheim das Fussball spielen erlernte. Mit Matthias Krauß hat man ebenfalls den Torschützenkönig der Saarlandliga vom vorletzten Jahr verpflichtet. Mit Jan Stutz und Carsten Mann gestandene Spieler die schon Oberliga und Regionalligaluft geschnuppert haben. Zwar wurde erwartungsgemäß das Ziel Klassenerhalt ausgerufen, aber es wäre schon sehr verwunderlich wenn man wirklich nur gegen den Abstieg spielen würde.

die Spielstätte

Blick auf die Tribüne während des Bau´s

Blick auf die Tribüne während des Bau´s

Das heimische Wallenborn-Stadion (neuerdings pro-win Arena) fasst 2000 Zuschauer. Highlight ist sicherlich die 200 Mann fassende Tribüne in Vereinsfarben mit Schriftzug. Ansonsten bleibts ein idyllischer Sportplatz mit Rasenhügeln und einem Sanitärtrakt in dem auch die Stadionkneipe untergebracht ist, vom dortigen Balkon hat man ebenfalls eine gute Sicht aufs Feld. Der Zuschauerschnitt dürfte auch in der kommenden Saison locker die 500 Zuschauer überschreiten. Zuletzt war der hauseigene Kunstrasenplatz eine Festung, in 17 Ligaspielen gab es lediglich 1 Niederlage und ein 1 Unentschieden.



Armend Haliti ein Wandervogel auf Durchreise oder neues sporliches Glück?
24. Juni 2013, 22:43
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armend halitiWenn das erste Spiel der Saison angepfiffen wird, dann wird man Spieler wie Martin Forkel oder Christian Frank vergeblich suchen. In einer fast neu aufgestellten Mannschaft wird neben dem Sturm auch die Abwehr komplett mit neuen Spielern auflaufen. Die Fans werden neue Namen lernen müssen. Wer hat da jetzt auf der Linie geklärt? Wer ist eigentlich der mit der Nr.2 auf dem Rücken? So oder so ähnlich wird es wohl von den Tribünen klingen.

Ein Namen den man nicht lernen muß ist der von Armend Haliti. In sechs Spielen gegen seinen neuen Verein gewann er 3 mal und verlor nur ein Spiel. Von seinen insgesamt 6 Oberligatoren schoß er zwei gegen die Borussia. Sein erstes in der Saison 2011/12 im Trikot des SVN Zweibrücken war zugleich das Siegtor beim 1:0. Das zweite war das I-Tüpfelchen eines 3:0 Derbysiegs seines FC Homburg´s. Ursprünglich stammt Armend Haliti aus dem Kosovo.

„Mein Vater ist schon seit ungefähr 48 Jahren in Deutschland, hatte aber vier Kinder im Kosovo. Irgendwann hat meine Mutter die Sachen gepackt, wir haben uns in den Bus gesetzt und dann waren wir hier. Am Anfang haben wir mit sieben Leuten in einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung in Homburg gelebt“

Der Vater schaffte dann irgendwann Abhilfe und kaufte ein Haus im nahegelegenen Kirrberg, einer der Nachbarn der spätere Bundesligaspieler Rodolfo Cardoso. So verwundert es auch nicht das der als ewig gut gelaunt geltende Abwehrspieler schon mit 3 Jahren auf den Stufen des Homburger Waldstadions zu Hause war. Seine ersten fussballerischen Erfahrungen im Verein machte er in Kirrberg, beim FCH und beim FC Palatia Limbach. Dort entdeckte den 19jährigen Melori Bigvava der ihn im Winter zu den Sportfreunden Köllerbach holte. Schon im ersten Einsatz nach der Winterpause krönte er sein Oberligadebüt mit seinem ersten Oberligator und sicherte damit den Sportfreunden ein Unentschieden. Im Laufe der Saison sollten es immerhin noch 10 Rückrundenpartien werden, davon 3mal ein und 4mal ausgewechselt. Scheinbar genug Spielzeit um Eindruck bei Peter Rubeck zu hinterlassen. Hier entwickelte sich der Youngster in seiner ersten richtigen Oberligasaison zum Dauerbrenner. 32 Einsätze krönte er mit 2 Toren und 2 Vorlagen zu seiner statistisch besten Saison. Im Umfeld des SVN schätzte man ihn schnell als Kämpfernatur. Doch soviel Talent weckt bekanntlich Begehrlichkeiten und wenn der 1.FC Saarbrücken ruft dann will man sich probieren. Während Haliti unter Andreas Fellhauer weiter Stammkraft war, konnte er sich scheinbar nicht in das Blickfeld von Jürgen Luginger spielen. 31 Einsätze standen am Schluß zu Buche und erneut zwei Tore. Der bekennende Freund von Poker und Rouletterunden wechselte zu seinem FC Homburg und statt Regionalliga, hieß es nach einem Jahr sich erneut einen neuem Verein anzuschließen. Überraschenderweise wurde es ein Saarlandligist…

Das Umfeld in Wiesbach stimmt, der Vorstand macht einen guten Job, dies sieht man nicht zuletzt an der tollen neu geschaffenen Infrastruktur mit Kunstrasenplatz und Tribüne. Ich möchte sportlich dazu beitragen, das gute Abschneiden meiner neuen Mannschaftskameraden in der Saarlandliga weiter zu festigen.

sicherlich wird man auch in Wiesbach gut bezahlen, aber wer hat der kann. Kein Grund für Neid, denn so ganz falsch liegt Haliti mit seiner Einschätzung nicht. Trotz allem Erfolg bleibt er sich treu und so folgt jetzt Verein Nummer sechs in 5 Jahren.

Fazit: Armend Halitis fussballerische Karriere zeigte früh steil nach oben. Zuletzt schien der Wandervogel in seiner Entwicklung zu stocken. Borussia dürfte für ihn also zu einer wegweisende Station werden. Mit erst 24 Jahren gehört er mit 95 Oberligaspielen zu den Erfahreneren im Team. Haliti gilt dank seiner Beidfüssigkeit als Allrounder im Defensivbereich. Er kann sowohl im defensiven Mittelfeld als auch in der Abwehr spielen. Er gilt als Kämpfer, dem der Ruf vorraus eilt ein „linkischer“ Spieler zu sein, der mit allen Wassern gewaschen ist.



Kaderstatus…

Nach dem ein weiteres Häppchen in Sachen Kaderplanung bekannt gegeben wurde, ergibt sich folgender Stand.

Spieler die noch Verträge besitzen

Sebastian Flauss (TW), Arif Karaoglan (MF), Abdul Kizmaz (MF), Tim Cullmann (MF), Yacine Hedijlen (RA)

Spieler die definitiv den Verein verlassen

Christian Frank (LV) SVE II, Fabio Fuhs (IV) unbekannt, Matthias Krauß (MS) FC Hertha Wiesbach, Phillip Persch (TW) FC Hertha Wiesbach, Onur Dede (MS) unbekannt

Spieler die noch fraglich sind

Thomas Wiener (TW), David Becker (DM,IV), N´Ganvala (DM), Martin Forkel (RV), Nabil Dafi (DM), Julian Bidon (MS), Amadou Abdullei (MS), Pascal Stelletta (OM), Emir Ljubijankic (RA), Abdul Mohammed (LA), Raffaele Marino (MF)



mögliche Aufsteiger Teil III – Saarlandliga
31. Januar 2013, 19:11
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Im letzten Teil der Serie schauen wir jetzt vor die eigene Haustür. Während in den anderen Ligen die Situation recht eindeutig scheint, verspricht die Saarlandliga noch etwas länger spannend zu bleiben. Auch die Saarlandligaaufsteiger haben sich in den letzten Jahren schwer getan, mit Ausnahme von Röchling Völklingen. Bestes Beispiel ist da aktuell Halberg-Brebach, letzte Saison überragender Meister, tut man sich dieses Jahr sehr schwer in der Oberliga. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung des Tabellenersten aus Wiesbach, auf den Traditionsverein Saar 05 Saarbrücken. Der dritte FSV Jägersburg ist mit 11 Punkten Abstand doch schon etwas abgeschlagen und dürfte beim Blick auf den Kader die geringsten Chancen haben. Weiterlesen




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