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Borussia war meine schönste Zeit als Spieler – Wolfgang Alt
25. Januar 2014, 20:57
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Es war der 23.11.1974 als Borussia völlig unerwartet beim 1.FC Nürnberg gewann. Der „Club“ war zuvor anderthalb Jahre zu Hause ungeschlagen, die Bilzeitung wählte am folgenden Tag Wolfgang Alt in die Elf der Woche. Klar das er dieses Spiel als sein größtes im schwarz-weißen Dress bezeichnet. Überhaupt hat Wolfgang Alt die besseren Tage des Vereins hautnah miterlebt. „Alle Heimspiele der Borussia habe ich live erlebt. Spieler wie Sepp Meier, Franz Beckenbauer, Gerd Müller, W. Overath, Jupp Heynkes, Berti Vogts uvm…tolle Zeit. Mein Vorbild war immer Franz Beckenbauer…“. Alt spielte in jenen Jahren in der Jugend der Borussia, die er seit der D-Jugend komplett durchlief. „Wir hatten ehemalige Erstmannschaftsspieler als Trainer. Wir trainierten zweimal die Woche. Die Gegner hießen: 1.FC Saarbrücken, Röchling Völklingen, Saar 05, FC Homburg…alles in der Verbandsliga“.

es sollte nichts draus werden

es sollte nichts draus werden

Zur Einführung der 2.Bundesliga 1974/75 gehörte dann auch Wolfgang Alt zum Kader, zusammen mit Bernd Wilhelm waren sie die Jungspunde in der Mannschaft. Doch unter Erwin Türk kam er nicht so zum Zug. „Erwin Türk war sehr streng und schwer erreichbar.“ Anders dagegen Stefan Abadschiew, der ihm prompt das Vertrauen schenkte. „Stefan war ein Trainer mit viel taktischer Clevernis. Alles wurde mit dem Ball gemacht.“ Unter Abadschiew war er fortan gesetzt, den Abstieg zum Saisonende konnte man trotzdem nicht vermeiden. Für mich als junger Spieler war das sehr enttäuschend, denn wir mussten nach dem Abstieg gegen Mannschaften wie Oberkirchen, Ensdorf, Hülzweiler spielen. Die Erinnerungen allerdings an damals sind sehr positiv. Wir spielten ja gegen Mannschaften wie 1860 München, 1.FC Nürnberg, FC Augsburg, Karlsruher SC, Saarbrücken Pirmasens, Homburg, alles Top Mannschaften“.  Nach den besten Gegenspielern gefragt: „Sicherlich Allan Simonssen war schon einer der besten Gegenspieler gegen die ich gespielt habe, aber auch Helmut Haller damals FC Augsburg war schon ein richtig guter Gegenspieler.“

Borussia war meine schönste Zeit als Spieler, ich bin heute noch sehr stolz wenn ich mal nach Neunkirchen einkaufen gehe, dass mich noch sehr viele Leute erkennen und ansprechen.

feiert heute als Jugendtrainer Erfolge

feiert heute als Jugendtrainer Erfolge

Es folgte noch eine Saison in der Amateurliga Saarland, doch nach dem Trainerwechsel zu Dietmar Schwager war die Zeit im Ellenfeld abgelaufen. Leider musste ich die Borussia verlassen weil ich mit dem Trainer Dietmar Schwager nicht klar kam. Es folgte der Wechsel zum ASC Dudweiler: Ich war einige Jahre Spieler in Dudweiler in der Oberliga. Machte meinen Trainerschein und danach Spielertrainer in Aschbach, Hüttersdorf, Schmelz, Hasborn II, Tholey und Freisen (nicht überall als Spielertrainer). Mittlerweile ist er seit vielen Jahren Jugendtrainer in Hasborn und aktuell A-Jugendtrainer der JFG Schaumberg-Prims in der Regionalliga, als solcher geniesst er einen herausragenden Ruf. Trainer einer Aktivenmannschaft kommt auch nicht mehr in Frage.

Natürlich habe ich ihn auch gefragt wie er heute auf die Borussia zurückblickt. Mit viel Stolz das ich meinen Beitrag geleistet habe, hier viel positives mit geschaffen zu haben. Heute jedoch verursacht es viel Wehmut zusehen in welcher Liga die Borussia spielt und wie wenig Zuschauer das noch verfolgen. Aufs Ellenfeld angesprochen: Einmalig. Wenn man vor dem Einlaufen vor dem Eingangstor steht und hört die Stimmung von 10-14000 Zuschauern, einfach genial. Gänsehaut pur.
Der 4:1 Sieg in Nürnberg war übrigens zugleich der höchste Auswärtssieg der Vereinsgeschichte.

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