Stahlwerk


Dazu ein Heimspiel…was soll da schief gehen?
15. September 2013, 14:47
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Eigentlich standen gestern alle Vorzeichen auf Sieg. Der Gegner mit turbulenten Wochen, mässig in die Saison gestartet, dazu personell reichlich gehandicapt. Auf der anderen Seite eine neuformierte Borussenmannschaft die mit reichlich Qualität im Offensivspiel versehen wurde und vor dem Spiel schon seit 5 Partien ungeschlagen war. Dazu ein Heimspiel…was soll da schief gehen?

IMAG0032So ungefähr muß wohl auch die Mannschaft auf den Platz gegangen sein, denn mit dem ersten Angriffszug des Spiels stand es 1:0 für die Gäste. Und auch wenn man sich danach schnell einig wurde in der Abwehr, wer der Schuldige war, da pennte nicht nur die Hintermannschaft. Babak Keyhanfar wurde durch einen Pass in die Schnittstelle perfekt in Szene gesetzt und machte das was er am besten kann, Tore schießen. Klar das nun die Gäste mit Mann und Maus in der eigenen Hälfte verteidigten. Und sie bekamen es leicht gemacht, sie mussten sich lediglich auf lange Diagonalpässe einstellen und darauf ihre linke Seite dicht zumachen. Denn wie schon in den Spielen zuvor, ist das Angriffsspiel der Borussia zumeist ein laues Lüftchen.

Schon seit Wochen kann man beobachten das fast alle spielerischen Angriffe über rechts laufen, selbst dann noch wenn der Gegner komplett eingerückt ist und in allen Bereichen Überzahl schafft. Das Mittel Spielverlagerung gibt es anscheinend nicht. So kann man sich natürlich auch selbst in den Mitteln beschneiden. Was durch die Aufstellung auch irgendwie schon demonstriert wird. Kizmaz eigentlich genau der Mann für die linke Seite spielt seit Wochen als rechter Verteidiger, dafür sitzen mit Ludwig und Ömeroglu zwei Alternativen für die Abwehr auf der Bank. Aber das ist nicht die einzige Baustelle die Rätsel aufgibt, auch im Mittelfeld fehlt der Mann der das Spiel ordnet, der die freien Räume sieht und das Tempo vorgibt. Die Kreativität und das Potenzial ist freilich reichlich vorhanden.

Aber zurück zum Spiel. Erst nach einer halben Stunde konnte Mehmedovic mit einem schönen Fernschuß das erste Mal Torgefahr erzeugen. Zwei Minuten später fiel wie aus heiterem Himmel der Ausgleichstreffer. Hajdarovic verwandelte eine schöne Hereingabe direkt und demonstrierte damit seine Klasse. Denn 99% aller Spieler, hätten versucht den Ball erst anzunehmen, womit die Chance wahrscheinlich vorbei gewesen wäre. Starkes Tor und immerhin schon sein 5.Ligatreffer. Bis zur Halbzeit sollte nichts erwähnswertes mehr passieren. In die zweite Hälfte startete die Mannschaft von Dieter Ferner recht schwungvoll, erspielte sich auch noch eins, zwei Chancen die aber nicht genutzt werden konnten. Spätestens mit dem Ausfall von Jens Kirchen war der Spielfluss dahin, zuviele Nickligkeiten, Zeitspiel und rüdes einsteigen machten jeden Spielaufbau kaputt. Somit blieb es am Ende bei nur einem Punkt.

  • insgesamt 250 Zuschauer…die Fanszene geschlossen am Bierstand. Dieser Bereich applaudierte am Ende auch als einzigster der Mannschaft.
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