Stahlwerk


die Saison in einem Spiel
10. März 2013, 14:14
Filed under: All, Spielberichte | Schlagwörter: , ,

so kann man wohl den Auftritt beim heutigen Spiel in Zweibrücken umschreiben, den der Sportplatz mit seiner tristen Provinzleichtathletikatmosphäre noch besonders untermalte. Schlammbatsch vor den Eingängen, weitläufiges, seeeeehr weitläufiges Areal, schließlich hat man nicht eine Hochsprunganlage sondern vier. Wenigstens die Tabellensituation (Erster gegen Dritter) konnte dafür sorgen das zumindest der Zuschauerzuspruch stimmte. Für Oberligaverhältnisse überdurchschnittliche 480 Besucher verloren sich im im sogenannten „Westpfalzstadion“. Locker mehr als die Hälfte machten den kurzen Weg aus Neunkirchen mit. Die Hoffnungen im schwarz-weissen Lager waren durchaus zu spüren…Optimismus allenthalben. Eintrittskarte ZW

Dieter Ferner setzte im großen und ganzen auf die Stammelf, lediglich Abdullei fehlte weiterhin wegen Verletzung. Somit bekam Yacine Hedjilen wieder die Möglichkeit von Anfang an zu stürmen und hinten kehrte Fabio Fuhs in die Innenverteidigung zurück. Vom Anpfiff weg waren die Schwarz-Weissen das dominierende Team, suchten und gewannen die Zweikämpfe und konnten sich so mehr Spielanteile sichern. So das Peter Rubeck schon nach 25 Minuten gezwungen war zweimal zu wechseln, Höchsstrafe für sein bis dahin sehr müde wirkende Mannschaft. Doch aus dem mehr an Spielanteilen konnte die Mannschaft nur wenig Ertrag erzielen. Zu umständlich suchte man den Weg über die Grundlinien und beendete den Spielzug zu oft mit einem schlampigen Pass oder Zuspiel. Dennoch wäre eine Halbzeitführung aufgrund zweier Möglichkeiten verdient gewesen, aber im Abschluß erzwingt man im Moment einfach nicht das Glück. Das hatte man allerdings bei der einzigsten Chance der Westpfälzer in Hälfte eins, als der Ball schon hinter der Linie war, aber vom Schiedsrichtergespann nicht auf Tor entschieden wurde.

Die zweite Hälfte war dann das genaue Gegenteil der Ersten. Vermutlich dürfte Rubeck ziemlich laut gewesen sein bei seiner Halbzeitansprache. Zweibrücken kam jetzt motivierter aufs Feld zurück, hielt in den Zweikämpfen dagegen und schaffte es von Minute zu Minute mehr die „Ferner-Elf“ zurückzudrängen. Borussia schaffte kaum noch einen vernünftigen Angriff nach vorne, zu leicht war das Offensivspiel auszuschalten, es fehlte einfach die Kreativität, der Überraschungsmoment. Mit forschem Gegenpressing und Überzahl erschaffen konnte Zweibrücken immer wieder leichteste Fehler im Spielaufbau erzwingen. Unter solchem Druck blieb kaum Zeit zu einer vernünftigen Ballannahme, geschweige denn gezieltem Passspiel. Dazu wurde geschickt die Mitte dicht gemacht und Borussia auf die Aussen gedrängt, wo es noch leichter fiel zu doppeln. So unter Druck war das einzigste Mittel Flanken schlagen, ein dankbares Geschäft für die körperlich überlegene Abwehr, mit einem sehr sicheren Torwart Hodel.

Aber noch stand es null zu null und auch Zweibrücken tat sich schwer zu Möglichkeiten zu kommen, bis dann Niklas Kupper mit einer Einzelleistung über Außen einen zu offensiven Forkel abschüttelte und Dafi nur Geleitschutz gab. Wiener im Tor hätte vielleicht noch den Winkel verkürzen können, aber da dürfte wohl auch die mangelnde Spielpraxis zu Tage treten. Der Supergau war eingetreten. Denn mit dem Rückstand war die einzigste Möglichkeit vielleicht mal durch schnelles Umschaltspiel nach Fehlpass oder gewonnnem Zweikampf

Foto: borussia online

Bilder sagen mehr als tausend Worte

gefährlich zu werden, genommen. Rubeck zog seinen letzten Joker und wechselte erneut einen Abwehrspieler ein, somit gab es jetzt keine Räume mehr die man hätte nutzen können. Die schmale Bank bot auch keine passenden Alternativen, es blieb letztlich nur die Möglichkeit Mann gegen Mann zutauschen, ohne aber an der Spielweise oder dem System etwas ändern zu können. Dafür konnte sich Wiener noch zwei weitere Male bewähren und hielt seine Mannschaft wenigstens im Spiel.

Fazit: am Ende muß man traurigen Herzens konstatieren was eigentlich schon zu Saisonbeginn feststand, man ist noch keine Spitzenmannschaft. Dazu fehlten nicht nur gestern dem Trainer einfach die Möglichkeiten um zu reagieren. Peter Rubeck hatte zur Halbzeit sein Team perfekt eingestellt und damit dem Borussenspiel den Zahn gezogen. Das die Chancenverwertung und die Konstanz über die 90 Minuten, auch gestern wieder fehlten ist keine neue Feststellung und trotzdem sollte man jetzt nicht den Stab über der Mannschaft brechen. Wäre die Führung in Hälfte eins herausgesprungen würden wir jetzt wahrscheinlich schon von der Meisterschaft faseln, so gilt es eben die gute Tabellensituation in den kommenden Spielen zu verteidigen. Übrigens gibt es weiterhin eine Parallele zur Aufstiegssaion vor 11 Jahren, auch damals verlor man nach sechs Siegen in Serie, die zwei aufeinanderfolgenden Spiele (damals gegen Worms und Homburg). Es sollten die letzten Niederlagen der Runde sein…

übrigens befanden sich gestern auch Thorsten Lahm und Nazif Hajdarovic unter den Zuschauern, letzterer wird nach seinem gescheiterten Wechsel nach China vorerst weiterhin für den FKP spielen.

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2 Kommentare so far
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Das mit dem 2. der Relegation gilt für die Regionalliga, in Sachen Oberliga wäre es das erste Mal das ich davon höre. Bei Salmrohr dürften die Vorraussetzungen recht gut sein die Lizenz zu bekommen, in Zweibrücken dürfte es theoretisch auch funktionieren, allerdings müsste dann am Stadion einiges improvisiert werden. Die Anforderungen kannst du hier https://stahlwerknk.wordpress.com/2013/02/27/zulassungsbestimmungen-regionalliga-sudwest-gefallig/ lesen

Kommentar von Nicky

Vor 11 Jahren war man aber glaube ich in der Tabelle noch etwas besser positioniert nach 22 Spieltagen wenn ich mich recht erinnere. Wie sicher ist eigentlich, dass Zweibrücken und Salmrohr die Lizenz bekämen? War nicht mal im Gespräch, dass dieses Jahr der 2. Relegation spielt?

Kommentar von BorNk




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