Stahlwerk


„Back on the Streets“
17. November 2013, 01:47
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Nun ist es also rum das Spiel das in den letzten Wochen alles überstrahlte und so richtig weiß man immer noch nicht wie man das Ergebniss einordnen soll. Das Resultat ist weder richtig Fisch, noch richtig Fleisch, aber es ist ein Punkt beim Tabellenführer. Ein schwer erkämpfter dazu.

Aufstellung: Flauss – Ömeroglu, Ludwig, Mehmedovic, Haliti – Dafi – Ljubijankic, Kirchen, Kizmaz – Noutsos, Hajdarovic

Dabei setzte Dieter Ferner eigentlich mit seiner Aufstellung auf Sieg. Doch die Entscheidung Kizmaz ins Mittelfeld zu ziehen und dafür Ludwig zu bringen, ging nur bedingt auf. Zwar war Kizmaz auch heute wieder der Rackerer den man kennt, doch ihm ging es wie seinen restlichen Mittelfeldkollegen, irgendwie passte die Abstimmung nicht. Und das hatte Folgen, die in Halbzeit eins eigentlich nur beim Aufbauspiel zu beobachten waren. IMAG0128Die Lücke im Mittelfeld war wie schon in Idar/Oberstein zu groß, im zentralen Mittelfeld war die Position manchmal verwaist, während auf den Flügeln das reinste Treiben war. Doch um mit Klein/Kleinspiel Situationen aufzulösen, fehlte die letzte Genauigkeit. Zu schnell war der Ball wieder weg, dabei zeichnete sich die Defensive in Halbzeit eins vorallem dadurch aus, dass man die zweiten Bälle eroberte. Hauenstein dagegen wirkte nach der 0:5 Klatsche gegen Burgbrohl noch reichlich durchgeschüttelt. Wenig selbstbewusst überließ man den Schwarz-Weissen den Ballbesitz und versuchte erstmal Ordnung herzustellen. Was eher schlecht als recht gelang. Doch die Hausherren hatten das Glück, das die Probleme im Spielaufbau der Gäste Drucksituationen klein hielten. Ein frühes Tor und Hauenstein wäre vermutlich auseinander gefallen. So waren beide Mannschaften bemüht, die einen offensiv, die anderen defensiv.

Die zweite Hälfte bot dann ein etwas anderes Bild. Hauenstein war jetzt aggressiver, ging engagierter zu Werke und versuchte sich jetzt auch im Angriff. Und da lag das Mittelfeldproblem dann in der zweiten Hälfte. Die Lücke in der Zentralen war der neuralgische Punkt, dort fehlte dann einfach N`Ganvala. Und so wurde Borussia in der Defensive das ein oder andere mal gefordert. Mit Glück aber auch mit Können konnten brenzlige Situationen vermieden werden. Dennoch wurde es jetzt kleinlicher auf dem Platz, wobei ein Spieler ganz besonders auffiel. Berisha auf Heimseite suchte scheinbar ständig die Freistoßsituationen und provozierte zwei, dreimal durch Schwalben, die der Schiedsrichter aber auch sah. Das Problem war nur das er irgendwie das ahnden vergaß. Wenn er schon weiterspielen lässt, weil er sieht das es kein Foulspiel gab, dann sollte er zumindest im Nachhinhein eine Karte zeigen und von mir aus auch rot. Ich habe für diese Art von „Schlitzohrigkeit“ gar nichts übrig. Zurück zum Spiel, hier schafften es beide Teams nicht wirkliche Torgefahr zu erzeugen, Strafraumsituationen waren Mangelware. Ein typisches Null zu null Spiel wo die Tendenz spätestens Mitte zweite Halbzeit abzusehen war. Wenn gleich die Möglichkeiten für mehr Gefahr da waren. So gab es eine schöne Freistoßsituation, die letztlich aber zu harmlos war. Einen Kopfball von Hajdarovic, der ihn im fitten Zustand vielleicht reingemacht hätte, ging mit einem leichten Bandscheibenvorfall in die Partie. Und eine 3:2 Überzahl Kontermöglichkeit, aber Noutsos? machte in der Situation alles falsch. Vielleicht auch weil mit der Kraft so langsam die Konzentration schwand. Dennoch man muß der Mannschaft anrechnen das sie bis zum Schluß in jedem Sprint alles gab. Verlieren war heute augenscheinlich keine Option.

1232920_621179141274722_1796372180_nDenn auch die äußeren Bedingungen stimmten, zumindest aus Neunkircher Sicht. Schätzungsweise 300 Neinkeijer machten sich auf den Weg in den Wasgau, vor Wochen noch undenkbar und es sollte anders kommen als Verband, Polizei und Pirmasenser Zeitung vorherhersagten. Schon auf der B10 wurde man gesichtet und weiter gemeldet, dennoch hielt sich die Polizei angenehm zurück. Auch beim Marsch zum Stadion und am Einlass alles friedlich. Der erste Gesang eine Ode an den Verein und damit war die Richtung vorgegeben. Komplette 90 Minuten lang wurde die eigene Mannschaft wahlweise angefeuert oder gefeiert. Selbst in der Halbzeit war in der Stadionkneipe die Hölle los. Gesänge, Schalparaden Neunkirchen hatte Feiertag. „Jetzt erst Recht“ war das Motto und damit hat die Fanszene heute die richtige Antwort auf das Verhalten des Verbandes gegeben. Das einzigste was man Herrn Hemmler melden kann sind „Ohne Hemmler habt ihr keine Chance“ Gesänge, aber was wahr ist, darf auch gesagt werden.

  • Randbemerkung: Guillaume Paul konnte auch heute zeigen das er ein schmerzhafter Verlust ist. Als Kapitän ist er mittlerweile Führungsspieler des SC Hauenstein und für das Offensivspiel seiner Mannschaft das Herz. Seine Technik und sein Ballumgang waren auch gestern wieder bemerkenswert.
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