Stahlwerk


ein Blick auf das Ostderby Nr.3
15. September 2013, 18:05
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Seit heute nun gibt es die dritte Ausgabe vom „Ostderby“ – dem Fußballmagazin des Ostens. Seit der Erstausgabe die im Februar erschien, hat sich das Heft gemausert. Es ist nicht nur optisch aufgehübscht wurden, sondern auch inhaltlich hat man sich breiter aufgestellt. Vorallem die Auswahl an Beiträgen ist bunter gemischt wurden.

Ein Highlight in bisher allen Ausgaben war der Einschlag aus „Nahost“ und auch diesmal ist der Beitrag von Yuval Rubovitch extrem lesenswert. Rubovitch setzt sich in seinem Text mit der Sicht der Israelis auf den deutschen Fußball auseinander und erklärt den Wandel, der in den letzten 20 Jahren stattgefunden hat. TitelAusgabe31Nicht weniger interessant die Diskussion zwischen dem „Chemieblogger“ und dem „rotebrausseblogger“ um den Leipziger Fußball. Sachlich und argumentativ geführt, dennoch mit dem nötigen Schuß Herzblut, weit weg von den üblichen „Klischees“ und Totschlagargumenten. Wer den Leipziger Fußball und den Erfolg des Projekts RB verstehen will, kommt an dieser Diskussion nicht vorbei.

Auch ein interessanter Artikel ist Christoph Wagner gelungen, der nach der Historie des DDR Fußballs fragt und sich wundert das es so wenige wirkliche Historienbücher über DDR-Clubs gibt. Seine Bestandsaufnahme bisher erschienener Bücher zeigt auf jeden Fall das da noch reichlich Nachholebedarf besteht. Dafür stellt Fedor Freytag das Buch „Stadiopartisanen – nachgeladen“ vor.

Ebenfalls sehr interessant das Interview mit Bernd Schröter, dem Querkopf von Turbine Potsdam. Er scheint ein bißchen aus der Zeit gefallen, aber Konsequenz ist wohl sein zweiter Vorname. Er feierte als Trainer der Damen vor und nach der Wende große Erfolge und hielt den Klub auch in schweren Zeiten am Leben. Aus all jenen Epochen erzählt er ein wenig mehr und wirkt wie ein Überbleibsel aus einer anderen Zeit, aber doch irgendwie auf sehr nachvollziehbare Art und Weise. Ein streitbarer Typ, der den Fußball liebt, aber nicht als das wichtigste überhaupt begreift. Ein Interview das den Namen auch verdient…Sehr schöne Bilder liefert auch der Blick nach Tschechien, wo man die Hauptstadtclubs aus Prag vorstellt und nebenbei auch noch das größte Stadion der Welt mit einem Artikel würdigt. Dynamos große Zeit der 70iger wird beleuchtet, die wohl der Anfang dieses Kultclubs waren, aber auch aktuell geht es zu im Ostderby. Der CFC wird durch die dritte Liga begleitet, beim FCM wirft man einen Blick auf die Fanfreundschaften und hält ein Plädoyer für mehr Supporter Mut im allgemeinen. Einzigster Kritikpunkt meinerseits ist die Bilderstory mit „Ronny Ostendorf“ die doch eher langweilig rüberkommt.

Das Ostderby Nummer drei überzeugt durch eine Menge Vielfalt und Tiefe, was vermutlich auch an dem Erscheinungsrythmus liegt. Das Heft erscheint vierteljährlich und bietet somit genug Zeit für die Schreiber tiefer einzusteigen in die Materie. Ebenfalls ein Pluspunkt ist, dass man sich nicht mit dem Mainstream befasst, sondern wirklich eigene Schwerpunkte setzt. Vermutlich keine Gazette für jedermann und genau deshalb absolut empfehlenswert. Tut es euch wirklich mal an und investiert die 3 Euro hier

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