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aus der Reihe…was macht eigentlich – Andreas Golombek
14. September 2013, 10:50
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Regelmässige Leser dieser Seite dürften noch wissen das der letzte hier vermeldete Stand der Trainerjob beim VfV 06 Borussia Hildesheim in der niedersächsischen Oberliga war. Seit Sommer nun hat „Golo“ einen neuen Job. Beim Regionalligisten SC Verl soll er in dieser Saison den Klassenerhalt ohne große Sorgen einfahren.

Golo als Borussenspieler

Golo als Borussenspieler

„Ich bin seit fast zehn Jahren in Hildesheim, erst als Spieler, dann siebeneinhalb als Trainer. Der Fußball hier war mein Leben. Ich werde wohl eine Weile brauchen, um das alles zu verdauen.“

so klang Andreas Golomek nach seiner Entlassung im Dezember 2012. Nach einer sportlichen Talfahrt und überwintern auf dem letzten Tabellenplatz, wurde er von seinen Aufgaben entbunden. Teile der Mannschaft sollen sich gegen ihn ausgesprochen haben. Seit Sommer trainiert er nun eine Liga höher. Auf den ersten Blick wirkt es schon erstaunlich, das ein westdeutscher Club ausgerechnet einen Oberligatrainer aus der niedersächsischen Provinz verpflichtet. Doch Golombek und der westfälische Traditionsclub vom Land haben eine Vorgeschichte. Schon vor 20 Jahren war „Golo“, der selbst aus Westfalen stammt, als Spieler in der Oberliga für die Schwarz-Weissen aktiv. Sein damaliger Mitspieler Raimund Bertels stieg im Sommer vom Trainer zum Vereinsvorsitzenden auf und suchte somit selbst seinen Nachfolger. Einen Trainer der zum eigeschlagenen Weg passt und der heißt Ausbildungsverein.

Da macht es dann schon durchaus Sinn einen Trainer zu verpflichten, den man als Menschen kennt. Der auf seiner letzten Station gezeigt hat das er junge Spieler entwickeln kann und der die üblichen Schwierigkeiten eines Ausbildungsvereins kennt. Davon ab ist Golombek ein Junge der Region, der das eher ländliche Umfeld Verls kennt. Schließlich hatte er zum einen bis vor zwei Jahren noch eine Wohnung in Verl und zum anderen wohnt er in unwesentlicher Entfernung bei seiner Mutter in Borgholzhausen. Sportlich ist der Start in die Saison schon mal gelungen, in der vielleicht schwersten vierten Liga. 5 Vereine steigen direkt ab, einer auf, somit bleibt nicht viel Luft für eine entspannte Saison. Nach sechs Spieltagen steht man mit 10 Punkte auf Tabellenplatz 6.

Golombek der Trainer

Golombek der Trainer

In Verl ist man aktuell zufrieden mit der Fußballwelt. Auch weil Golombek fordert und fördert, er legt viel Wert auf Fitness, Spieldisziplin und Teambuilding. Er ist typisch westfälisch bodenständig und dennoch einer der mit seiner Art motivieren kann. Gestern abend holte er mit seiner Mannschaft einen Punkt gegen die zweite Mannschaft von Schalke. Die Gäste werden trainert vom ehemaligem Wormser Trainer Trares und bieten mit Gerald Asamoah einen ehemaligen Nationalspieler im Sturm auf. Übrigens war es das vorerst letzte Freitagsspiel an der Verler Poststrasse, denn noch darf man mit Ausnahmeregelung ohne Flutlicht in der Regionalliga mitspielen.

Vielleicht etwas grauer und erwachsener, aber eigentlich bin ich der Golo, der hier damals weggegangen ist. Nachdem ich die letzten Jahre durch Fußball-Deutschland gewandert bin, ist es so, als wenn ich nach Hause komme

Stadion an der Poststrasse

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Stadion an der Poststrasse, Verl

Wenn wir dann schon dabei sind. Das Stadion an der Poststrasse war bis Anfang der Neunziger nichts anderes als ein Sportplatz. Mit dem Aufstieg 1994 in die Regionalliga West-Südwest baute man eine langgezogene überdachte Sitzplatz-Tribüne längs der Westseite des Platzes, sowie nicht überdachte Stehplatzränge auf den übrigen drei Seiten. 2008 wurde das Stadion nochmals um zusätzliche Stehplätze auf der Gegengeraden erweitert, um die vom DFB für die Regionalliga geforderte Kapazität von 5001 Plätzen zu erreichen.

  • im letzten Saisonspiel der Saison 2011/12 wechselte sich Golombek für 16 Minuten nochmal selbst ein, immerhin mit stolzen 43 Jahren. Seine Karriere beendet hatte er im Juli 2005.
  • Golombek hat beim SV Verl einen Zweijahresvertrag unterschrieben
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