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die vergessenen Grounds des Saargebiets – Teil I
10. September 2013, 15:44
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Die Heimstätte des ASC Dudweiler wird im Groundhopping Informer unter den Non League Grounds geführt. Eine Rubrik in denen jene Stadien aufgeführt werden, in denen entweder kein Ligabetrieb oder nur noch tiefklassiger betrieben wird. Um aber überhaupt in diese Rubrik zukommen, sollte man schon ein Stadion besitzen oder wahlweise höherklassigen Spielbetrieb ausgerichtet haben. Der brennende Berg erfüllt dabei letztere Vorgabe.

Sportplatz ASC-DudweilerDenn der ASC ist einer der vergessenen Traditionsvereine an der Saar. Seit den 30er Jahren spielte Dudweiler immer in der höchsten Klasse. 1952 gewann der Verein den Saarlandpokal mit Trainer Ossi Müller und durfte dadurch an den Aufstiegsspielen zur 2. Liga Südwest teilnehmen (kein Witz). Dem ASC gelang mit dem BSC Oppau der Aufstieg. 1962, ausgerechnet im Jahr des 50-jährigen Jubiläums, stieg die erste Vertragsspieler-Mannschaft wieder ab. Nach dem Abstieg aus der „II. Division“ spielte der ASC in der Landesliga. Ab 1974 wirkte der bulgarische Nationalspieler Stefan Abadjiev als ASC-Trainer und 1975 wurde Dudweiler Meister. In den Glanzzeiten holten die ASC-Fußballer 1946 und 1975 die Saarlandmeisterschaft.

1975 nahm Dudweiler als Meister der Amateurliga an der Aufstiegsrunde zur zweiten Bundesliga teil. Damals strömten zum Spiel gegen Bad Kreuznach über 4000 Zuschauer an den fast ausverkauften „Brennenden Berg“. Trotz großer Unterstützung gelang der große Coup gegen Bad Kreuznach und Eintracht Trier nicht. 1978 folgte dann aber der Aufstieg in die Oberliga Südwest.

Stehplatztribüne

Stehplatztribüne

Als „Vater“ der Oberliga galt der erste Vorsitzende Hermann Rink. Die beste Platzierung des ASC war der fünfte Rang in der Saison 1984/85. Auch den Saarland-Pokal gewann der ASC Dudweiler zwei Mal: 1980 und 1981. Und 1985 zog Dudweiler in der Hauptrunde des DFB-Pokals mit Bundesligist Borussia Dortmund das große Los. Ein Fehler war der Umzug vom heimischen Stadion in den Saarbrücker Ludwigspark. Der ASC unterlag dem BVB nach einer 1:0 Führung und einer überragenden Leistung von Hans-Otto „Bubi“ Stättler, den der Dortmunder Trainer mitnehmen wollte, mit 1:5. Nach dem Abstieg aus der Oberliga Südwest 1987 folgte der freie Fall. 1992 ging’s aus der Verbandsliga runter in die Landesliga und schließlich bis in die Kreisliga A Halberg (1997). Heute spielt der ASC Dudweiler in der Bezirksliga Saarbrücken.

Stadion „Am Brennenden Berg“

Seinen Namen verdankt das Stadion einer bewaldeten Anhöhe, die die Grenze zwischen den Städten Saarbrücken und Sulzbach markiert. Diese Anhöhe die „brennender Berg“ genannt wird, beherbergt ein schwelendes Kohlenflöz, das im 17. Jahrhundert in Brand geriet, noch heute brennt und als Naturdenkmal ausgewiesen ist.

die Villa im Jahre ´99, vor ihrer Renovierung

die Villa im Jahre ´99, vor ihrer Renovierung

1958 kommt der ASC zum Gelände Kittensportplatz, wie er damals noch hieß. Damals wie heute schmückt eine imposante Villa den Sportplatz. Erbaut wurde sie vom ATSV Dudweiler in den zwanziger Jahren. Während des Zweiten Weltkriegs und kurz danach wurde das Gebäude auf vielfältige Art genutzt. Auch rosarote Geschichten ranken sich um den Bau. So titelt die Vereinschronik: Freudenhaus im „sündigen Dorf“. Der Begriff „sündiges Dorf“ stammt aus der Zeit als Dudweiler Frontstadt im zweiten Weltkrieg war. Mit der Übernahme durch den ASC wurde die Villa mit Umkleideräumen, Platzwartwohnung und Geschäftsstelle ausgestattet und Anfang des Jahrtausend für eine saubere sechsstellige Summe renoviert. Am 2.August 1959 wurde dann das neue Stadion zu Fuße der Villa eingeweiht. Schmuckstück neben dem Gebäude war/ist eine Stehplatztribüne. Die im Laufe der Jahre aber mehr und mehr der Natur zurückgegeben wurde, lediglich ein Teil davon hat man erhalten. Seit einigen Jahren nun spielt man in der „ASC Arena“ einem neuen Naturrasenplatz neben dem „brennenden Berg“. 2011 gab es Pläne das Stadion an den Saarländischen Radfahrer-Bund zu verkaufen, um dort eine Radrennbahn mit integrierter BMX-Anlage zu erstellen. Bisher ist allerdings nichts in dieser Richtung passiert. Das Stadion hat ein Fassungsvermögen von insgesamt 6.000 Zuschauern.

  • im „brennenden Berg“ gaben sich im Laufe der Jahre alle großen Clubs des Südwestens ein Stelldichein. Ob der große Nachbar aus der Landeshauptstadt, der 1.FC Kaiserslautern, der FSV Mainz 05, Eintracht Trier oder Wormatia Worms sie alle waren hier zu Gast.

luftbild

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