Stahlwerk


OstDerby – Magazin für den Fussballosten
12. März 2013, 13:47
Filed under: All, Bücher | Schlagwörter: , , ,

Magazine oder Fussballzeitschriften die sich explizit um ostdeutschen Fussball kümmern, sucht man seit Jahrzehnten vergebens. Seit Februar nun versuchen die Herausgeber von „OstDerby“ diese Lücke zu schließen. Dabei setzt man auf neue Wege, so erscheint das Heft nicht in gedruckter Form im Kiosk und Bahnhofshandel, sondern kann bequem aber ungewohnt per pdf-Datei gegen 3 Euro heruntergeladen werden.OstDerby Cover

Das man thematisch viel aus dem Thema „Ostfussball“ herausholen kann, zeigt schon die Debütausgabe die sich z.B. mit dem Olympiasieg der DDR-Nationalmannschaft 1976 in Montreal befasst oder die Ausführungen über eine Diskussionsrunde des mdr zum Thema Entwicklung des Ostfussballs. Natürlich spielt auch der Vereinsfussball eine entscheidende Rolle so kann man sich nochmal die Wendejahre des FC Energie in Erinnerung rufen oder die große DFB Pokalrunde des 1.FC Magdeburg als man den FC Bayern aus dem Pokal schoß oder weniger nostalgisch warum RB auch in diesem Jahr nicht aufsteigen wird. Aber auch Seitenblicke anderer Art hat man zu bieten, z.B ein ausführliches und lesenswertes Interview mit dem Nachwuchschef des RWE oder warum ausgerechnet ein Cafe am Stadtrand zum Treffpunkt für Erfurter Spieler wurde.

Aber der Ostfussball soll nicht alleiniges Thema werden, sondern man möchte auch kurze Einblicke in den osteuropäischen und besonders interessant dem Nahostfussball bieten. Diesmal führt eine Kolumne in das Thema ein und zeigt einmal mehr das Politik in Israel überall dazugehört, definitiv einer der Höhepunkte des Heftes. Wo es viel Licht gibt, gibt es natürlich auch Schatten, der aber bei einer Erstausgabe wohl immer dazugehört. Auch das 11 Freunde Magazin war mit seiner Erstlingsnummer weit weg von dem was man heute kennt. Als Kritikpunkt würde ich das Layout bezeichnen, das sehr einfach und langweilig daherkommt, aber ich vermute mal das man auch in diesem Bereich in Zukunft Verbesserungen sehen wird. Und zweiter Punkt der aber eher subjektiv ist, ist das unterschiedliche Niveau der Autoren. Was sicherlich auch dem Umstand geschuldet ist das hier Fans, Blogger und Journalisten am Werk sind.

Fazit: Die Erwartungen an solch ein Heft konnten mit der Debütausgabe zumindest bei mir nicht ganz erfüllt werden, aber ein vielversprechender Anfang ist gemacht. Wenn man vielleicht noch einen Macher für das Layout findet und die vielen weiteren Autoren die zwischenzeitlich den Weg zum Heft gefunden haben, noch mehr Abwechslung reinbringen dann freue ich mich jetzt schon auf ein vierteljährliches Lesevergnügen. Als Anregung fänd ich eine Serie über Fussballstadien des Ostens auch ganz spannend. Auch wenn die Unterzeile des Titels „Magazin für den Fussballosten“ heißt, darf es auch gerne in den alten Ländern gelesen werden, dürfte sich doch schon mit dieser Ausgabe so manche Wissenslücke schließen.

Bestellen könnt ihr das Heft hier

Radiointerviews der Herausgeber hier

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