Stahlwerk


Mehr Dialog und Miteinander führen wieder zu mehr Borussia.
2. März 2013, 15:33
Filed under: All

Im Moment darf man sich wohl zweifelsohne große Gedanken um den Verein machen, die Diskussion über „Stadionfans“ und „gute und echte“ Borussenfans mag auf den ersten Blick recht lächerlich wirken, beim zweiten Blick aber zeigt es die große Kluft die sich mehr und mehr durch den Verein zieht. Die Frage des Stadions, ist eben auch eine Frage um die Zukunft des Vereins geworden. Entscheidend dafür sind die Rollenverteilung bei dieser Thematik. Es ist nunmal nicht von der Hand zuweisen das die Situation wenig glücklich ist. Der 1.Vorsitzende verhandelt in eigener Sache über den Kauf des Stadions, muß dabei aber auch zugleich im Sinne des Vereins agieren und macht sich allein schon dadurch angreifbar, dass er eben auch der Hauptsponsor und damit der größte Geldgeber des Clubs ist. Wen wundert bei solch einer Konstellation das es da Bedenken gibt, ob der Verein sich nicht am Ende in eine Abhängigkeit des 1.Vorsitzenden begibt. Das man zugleich wenig Öffentlichkeitsarbeit bei dem Thema betreibt, sowohl von Seiten des Vereins, als auch des 1.Vorsitzenden heizt die Diskussionen nur noch mehr an. Statt des Dialogs mit den Kritikern, herrscht Schweigen. Kein einziges Wort bisher aus den Führungsetagen des Vereins wie man sich selbst solch einen Deal vorstellt, das auch der Aufsichtsrat nicht mehr komplett ist und eine Mitgliederversammlung schon seit einem halben Jahr überfällig ist, sind weitere Gründe für ein gesundes Mißtrauen. Das aber kann man nicht den Kritikern vorwerfen, sondern ist das Ergebniss aus eigenen Nachlässigkeiten. Vertrauen erwirbt man nur im Dialog unter Einbeziehung all derer denen der Verein am Herzen hängt. Das verkünden von unwiderbringlichen Tatsachen, die man still und leise in Hinterzimmern ausgehandelt hat, gehört nicht dazu.

Mündige Mitglieder die für sich in Anspruch nehmen Kritik anzumelden, werden mittlerweile offen angegriffen und zu „Dauernörglern“ degradiert, woraus man allerdings die Erkenntniss zieht das eben jene – alles nur nichts gutes für den Verein wollen – erschließt sich mir nicht ganz. Auf Gedeih und Verderb kann auf jeden Fall nicht die Lösung sein. Man möchte dem Vorstand laut zurufen die Signale dieses Konfliks ernstzunehmen, denn nur sie haben die Möglichkeit auf das Umfeld einzuwirken. Ein „weiter so“ dürfte zwangsläufig über kurz oder lang das Ende des Vereins einläuten, egal ob mit oder ohne Herrn Ferraro. Ein Verein ohne Vereinsleben, ohne entsprechendes Umfeld und sich engagierenden Mitgliedern hat auf Dauer keine Zukunft. Mehr Dialog und Miteinander führen wieder zu mehr Borussia.

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5 Kommentare so far
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Nicky.
„…weil mein Gewissen beißen würde….“

Kann es noch ein bisschen mehr sein? – „Gewissen“, mein Gott Mann, habe ich da vielleicht etwas übersehen, wegen dem man sich mit dem Gewissen rumschlagen muss. Da werden vereinspolitische Aktionen durchgeführt, die jeder Vereinsvorstand (Hasenzuchtverein bis Liederkranz) in einem internen Kreis (1. und 2. Vorsitzender, Kassierer, Schriftführer und Beisitzer = nur eine kleine Lehrstunde in Sache Vereinsleben) berät und beschließt.

Kommentar von willibald

Hab den heutigen SR-VT gelesen. Ich müßte ja fast schon Abbitte leisten 😉

Kommentar von Russel J.

Nicki, dem würde ich mich anschließen.
Aber es ärgert mich darüber hinaus, daß BEIDE möglichen Vertragspartner mit einer „Nullinformationspolitik“ glänzen.

Kommentar von Russel J.

Also wenn du mich schon fragst, ja wenn ich in der Situation wäre würde ich das anders machen, einfach schon deshalb weil mich mein Gewissen beißen würde gegenüber den Mitgliedern, aber in der Hinsicht bin ich wohl zuviel Sozialromantiker oder Vereinsmitglied? Für mich ist das ein glasklarer Interessenskonflikt in dem ich mich angreifbar mache, ich erwarte nicht das Herr Ferraro über seine Gewinnauskünfte berichtet, sondern darüber was der Kauf konkret für Borussia bedeutet. Eine Aufgabe die ich vom 1.Vorsitzenden erwarten kann und ich glaube nicht das er da allzuviel aus irgendwelchen Verhandlungen erzählen müsste. Weil was er mit Investoren dealt, interessiert doch letztich niemand, sondern nur das was den Verein und sein Stadion betrifft.

Kommentar von Nicky

Wenn ich das Ganze um den Spielort „Wagwiesental“, das Fernbleiben Einzelner, weil man dort spielt (spielen muss !!), beurteile, dann kommt mir in den Sinn „Wenn man keine (bzw. nicht genug) Probleme hat, dann macht man sich welche.
Auch Bezug nehmend auf deine Kritik am inneren Kreis des Vereins (Vorstand), ob des Informationsstaus über das Ellenfeld, ist dem theoretisch Nichts entgegen zu halten, aber praktisch läuft das im „engen Stübchen“ ab und ich würde mich an Stelle des Vorstandes auch nicht entblößen (und du auch nicht!!) und meine Politik ohne Störfeuer durchziehen wollen.

Was die Dauernörgler betrifft, da bin ich wiederum bei dir, denn ein lebendiger Verein (Staat usw.) muss das aushalten, auch wenn manchmal über das Ziel hinaus geschossen wird.

Kommentar von willibald




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