Stahlwerk


Wohin gehst du VfB?
30. November 2012, 18:44
Filed under: All, Artikel

Die folgenden Zeilen werden sicherlich wieder für reichlich Diskussionen sorgen und unter Umständen weiteren Ärger für mich bedeuten, aber deshalb die Füße stillhalten? Sorry das kann und das will ich nicht. Es mag zwar für manchen pathetisch klingen, aber der Verein bedeutet mir nach meiner Familie alles. Ich sehe es als Pflicht eines jeden Vereinsmitglieds an, sich für den Erhalt des Vereins und seiner Entwicklung einzusetzen. Generationen haben diesen Verein in den letzten 108 Jahren aufgebaut, geprägt, entwickelt und voran gebracht und ganz sicher nicht, damit irgendwann eine Generation auftaucht die das ganze scheinbar nur noch peripher interessiert. Die den Erfolg über alles setzen und sogar vielleicht dabei in Kauf nehmen das der Verein am Ende aus dem Vereinsregister gelöscht wird.

Muß nicht passieren? Richtig es muß nicht passieren, solange man darauf vertrauen kann das oben vernünftig gearbeitet wird. Allerdings ist Vertrauen nicht die alleinige Aufgabe einer Mitgliederversammlung, sondern sie hat die Pflicht dafür zu sorgen das die Rahmenbedingungen so abgesteckt sind das ein Vorstand einer Kontrolle durch den Aufsichtsrat unterliegt. Und da darf man zumindest Bedenken anmelden, denn durch das Aufrücken von Werner Hans aus dem Aufsichtsrat in den Vorstand, dürfte der AR gar nicht mehr funktionsfähig sein. 5 Mitglieder muß dieser seit der letzten Mitgliederversammlung haben, aktuell dürften es derer nur 4 sein.

Ganz davon abgesehen das so natürlich der Eindruck erweckt wird, als wären die Grenzen zwischen beiden Gremien fließend. Genauso haben diese beiden Gremien die Pflicht den Mitgliedern Rechenschaft über ihre Arbeit abzulegen. Und im Falle der Verhandlungen mit der Stadt ist dies nicht passiert. Keiner außer den Funktionsträgern weiß, was wie genau abgelaufen ist. Dafür stellt sich die Frage ob die Vereinsmitglieder überhaupt richtig informiert wurden, denn bekanntlich gab es auf der letzten MV die klare Aussage des 1.Vorsitzenden (die im übrigen mit Standig Ovations gefeiert wurde) das der Verein in Verhandlungen mit der Stadt steht.

Die besagte MV fand am 23. April diesen Jahres statt. Das ist insofern wichtig als das am 25. Mai, also einen Monat später ein Artikel in der SZ zum Thema Bebauungsplan erschien in dem ich zitiere, folgender Abschnitt zu finden war.

Der Bebauungsplan soll auch die Zukunft des sanierungsbedürftigen Stadions nach einem eventuellen Verkauf absichern. Bekanntlich befindet sich die Stadt als Besitzer der Immobilie seit längerem in Verhandlungen mit Borussen-Chef Giuseppe Ferraro. Ein Abschluss sei noch nicht abzusehen, so Fried.

Das klingt irgendwie anders und wirft Fragen auf. Zum Beispiel wie es sich verträgt als 1.Vorsitzender des Vereins über den Kauf des Stadions als Investor zu verhandeln, ist das nicht irgendwie ein Interessenskonflikt? Warum hat man die Mitglieder und die Öffentlichkeit nicht ausreichend informiert, ist das NICHTSSAGEN nicht irgendwie auch ein Vertrauensbruch gegenüber den Vereinsmitgliedern? Und wenn es zur Vertragsunterzeichnung kommt ist dann nicht zwangsläufig auch eine Rückgabe des Amtes als 1.Vorsitzender erforderlich?

Die nächsten Monate werden wohl entscheidend werden, wie es bei Borussia Neunkirchen weitergeht. Aktuell erscheint es so als ob die Mitglieder den Verein der Abhängigkeit einer Person aussetzen, mit der Begründung das es ohne Herrn Ferraro keine Zukunft mehr gibt. Ob das der Wahrheit entspricht werden wohl nur die wenigsten wirklich beantworten können, dafür müßte man nämlich die Zahlen kennen. Ich für meinen Teil halte die Entwicklung für falsch und behaupte das ein Verein der von einer Person allein abhängig ist, keine Zukunft haben kann. Ich kenne kein Beispiel aus der Vergangenheit wo das funktioniert hätte.

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4 Kommentare so far
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Der Vorstand sieht den Verein im Ausnahmezustand. Das erklärt den Umgang mit Satzung und Strukturen. Aber es erklärt nicht das Desinteresse der Mitglieder, ihre Macht im Sinne des Vereins auszuüben.

Nein, die Mitglieder lassen den Vorstand nicht in Ruhe machen. Die Mitglieder überlassen die Führung sich selbst. Sie lassen Ferraro und seine Mitstreiter mit den Problemen allein.

Schuld an den jetzigen Problemen sind nicht zuletzt die Mitglieder, die an den früheren Vorständen keine Kritik geübt, die nicht nachgefragt haben. So wird ein Schuh draus. Kritik ist kein „Gemoser“, sondern sie ist etwas, was dieser Verein seit Jahren entbehren muss. Eine konstruktive Kritik von innen.

Stattdessen wird immer nur auf die Tabelle geschaut, so wie das auch jetzt wieder geschieht. Am Ende wird dann der Tabellenstand beklagt, nicht der Schuldenstand des Klubs.

Die Mitglieder der Borussia sollten sich endlich ihrer Verantwortung bewusst werden. Dazu gehört auch, über die Punkte zu debattieren, die hier angesprochen werden.

Kommentar von herr_strauch

Hallo VFBler, ich wollte hier niemanden angreifen. Mich nervt es nur, dass jetzt wo es sportlich wieder besser läuft und wie man auf dem Platz sehen kann, eine Mannschaft zusammenwächst, mit der man aufgrund seines jungen Durchschnittsalter auf Dauer etwas erreichen kann, wieder ein Fass aufgemacht wird, und damit wieder Unruhe in den Verein gebracht wird. Es ist nunmal so, dass man bei Borussia froh sein muss, dass sich überhaupt jemand finanziell in diesem Rahmen engagiert. Und wenn man sieht wie vorher dieser Verein regelmäßig gegen die Wand gefahren wurde, bin ich sehr froh einen Ferraro zu haben, der hier erst mal die große Aufgabe hat die früheren Nachlässigkeiten zu beseitigen. Wenn es Herrn Ferraro nicht am Herzen liegen würde, hier etwas zu erreichen, würde er sich das alles nicht antun. Und dass man dann noch ständig attackiert wird, trägt sicherlich nicht dazu bei, dass ihn das zusätzlich motiviert. Jedem seine Meinung, ich frage mich nur wer dem Verein mehr Schaden zufügt, derjenige der ständig rummosert und am liebsten noch mitentscheiden würde (oh weh) oder derjenige der sein Geld in den Verein investiert und nicht zuletzt viel Freizeit.

Kommentar von Joachim

Joachim… immer direkt diese Angriffe! Es ist ja wohl verständlich, dass man sich als Borussen-Fan sorgen um den verein und seine selbstständigkeit macht… kein Grund so zu reagieren!

Kommentar von VFBler

Ohne Worte, ohne Herrn Ferraro gäbe es den Verein schon lange nicht mehr. Aber macht nur so weiter, dann hat auch der bald keine Lust mehr und dann fahren wir nach Bildstock zu Derby.

Kommentar von Joachim




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