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Ausblick Betzdorf
7. November 2012, 02:56
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Mit der SG Betzdorf kommt wohl die Überraschungsmannschaft der Saison am Samstag ins Ellenfeld. Letzte Saison noch bis kurz vor Toreschluß um den Klassenverbleib gekämpft, sieht es momentan so aus als sollte man wieder in die Nähe des dritten Platzes von 2010/2011 kommen und das obwohl im Sommer vier Stammspieler den Verein verließen u.a. mit Alexander Rosin der beste Stürmer und mit Sascha Mockenhaupt (zum FCK II) eines der größten Abwehrtalente der letztjährigen Oberligarunde. Der Normalfall wäre wohl bei den meisten Vereinen in solch einer Situation Panik gewesen, in Betzdorf setzte man unbeiirt seinen Weg fort. Konsequent baut man dabei auf die eigene Jugend, die seit vielen Jahren fester Bestandteil der Regionalliga ist. Zum Beweis von den aktuell 14 Spielern die mehr als 9 Saisoneinsätze haben, kommen neun aus der eigenen Jugend.

  • übrigens kommt Hertha Torwart Thomas Kraft ursprünglich aus der Betzdorfer Jugend, genauso wie Thomas Judt der dem ein oder anderen noch als Spieler von Bayer Leverkusen, Fortuna Düsseldorf oder den Offenbacher Kickers bekannt sein dürfte.

Die einzigste sogenannte Topverstärkung vor der Saison war Anis Saidi den man vom Regionalligisten aus Siegen holte, die restlichen sieben Spieler kommen entweder aus dem eigenen Nachwuchs oder aus unteren Ligen. Trotzdem gab man vor der Saison selbstbewußt das Ziel einstelliger Tabellenplatz aus. Sicherlich ein Vater dieses Erfolgs ist Günter Borr, der im Westerwald beheimatete Trainer der schon 1989 bis 1996 die Betzdorfer trainierte und 1994 erstmals in die Oberliga führte, gilt als sehr erfahrener Mann. Mit der Entscheidung für den mittlerweile 60jährigen Borr stellte sich der Verein bewußt gegen den Jugendtrend auf dem Trainerstuhl. Borr wird aber auch weiterhin als Talentscout für Bundesligisten wie den 1. FC Kaiserslautern, Mainz 05 oder VfB Stuttgart unterwegs sein. Günter Borr hat es trotz schmalen Geldbeutel geschafft den Kader in der Breite zu verstärken, so kamen bisher 18 Spieler in dieser Runde zum Einsatz. Man sagt der SG in der Presse nach das sie mannschaftlich sehr geschlossen ist, kompakt steht und taktisch überaus diszipliniert auftritt.

Mit der SG Betzdorf kommt die zweitbeste Auswärtsmannschaft der Liga, nur das Torverhältniss gegenüber dem Ersten Salmrohr ist etwas schlechter. Aus sieben Spielen in der Fremde holte man vier Siege u.a in Gonsenheim und in Pirmasens. Vorallem das Spiel in Gonsenheim dürfte beiden Vereinen noch lange in Erinnerung bleiben. 4:1 führte Gonsenheim bis zur 72. Minute, 16 Minuten später führten die Gäste aus dem Westerwald mit 4:5. Die einzige Auswärtsniederlage gab es im letzten Auswärtsspiel in Zweibrücken wo man mit 2:1 verlor. 13:10 Tore zeigt die Torstatistik für Auswärtsspiele.

Fehlen wird der Mannschaft am Samstag wieder Phillipp Böhmer. Der 25 Jährige Offensivallrounder kann im offensiven und linken Mittelfeld spielen und beherrscht außerdem die Position als Mittelstürmer. Nicht nur wegen seiner bisher 6 Saisontore wird man ihn schmerzlich vermissen. Der Kader der Westerwälder verfügt trotzdem noch über genug Qualität, so stellt man aktuell mit Daniel Hammel den besten Torjäger der Oberliga. Das 20jährige Betzdorfer Eigengewächs ist mit einer Körperlänge von 1.90m extrem kopfballstark und erzielte bisher 11 Tore in 12 Spielen. Ebenfalls aufpassen muß man bei Standards auf Sebastian Land der als 1,93m Abwehrspieler auch schon auf 3 Tore kommt. Im letzten Spiel überraschte der Trainer sogar damit das er Land im Sturm aufbot. Dazu zieht mit Anis Saidi ein regionalligaerprobter Spieler die Fäden im defensiven Mittelfeld. Konditionell und läuferisch scheint Betzdorf in diesem Jahr voll auf der Höhe zu sein. Was auffällt ist das die Mannschaft sich gegen spielstarke Gegner leichter tut, dafür aber gegen Teams die eher kämpferisch und körperbetont agieren Probleme bekommt.

Wie man auf der Homepage der SG Betzdorf lesen kann, zählt man Borussia zu den Favoriten im Kampf um die Meisterschaft…zum Schluß noch ein interessanter Satz den man wohl so auch nur selten zu lesen bekommt und den ich extra für Russel rausgesucht habe 🙂

Der große Kader ist der Hauptgrund für unseren Erfolg. Dadurch steigen die Trainingsqualität, die Qualität der Spieler insgesamt und mit den Ergebnissen auch die Stimmung. Günter Borr

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