Stahlwerk


verdientes Unentschieden…
5. November 2012, 15:41
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UPDATE: Video unter dem Bericht

Die Reaktionen nach Spielende ergingen sich allgemein in Galgenhumor, vielmehr bleibt einen wohl in der aktuellen Situation auch nicht mehr übrig. Zu unverständlich sind die Leistungen die man Woche für Woche auf dem Rasen zu sehen kriegt. Wobei die erste Überraschung schon der Blick auf die Mannschaftsaufstellung war. Thomas Wiener scheint wohl endgültig Torwart Nummer drei zu sein. Kizmaz nicht im Kader und auf der Ersatzbank war auch kein Mohammed zu finden. Das ausgerechnet mit Kizmaz einer der stärksten Akteure der letzten Wochen zur Zweiten abkommandiert wurde, hinterließ einige Fragezeichen. Als Antwort gibts eine offizielle Version die von Krankheit spricht und deshalb von Trainingsrückstand…die inoffizielle davon das Kizmaz wohl Fehlverhalten an den Tag gelegt haben soll. Wie auch immer der Trainer ist der Boss…

Die Aufstellung: Flauss – Forkel, Becker, Fuhs, Frank – N´Ganvala, Dafi – Krauß, Stelletta, Karaoglan – Abdullei

Borussia in gewohnter Formation spielte gegen recht variable Saarbrücker die in einer 4-4-2 Formation aufliefen, sich aber bei Ballbesitz in ein 3-4-3 orientierten. Die erste Viertelstunde begannen beide Mannschaften recht verhalten, wobei Saarbrücken durch die bessere Spielanlage etwas mehr Ballbesitz hatte. Im weiteren Spielverlauf setzte die Ferner Elf auf dem tiefen nassen Rasen vorallem auf Zweikämpfe, womit sie nach und nach mehr Zugriff auf das Spielgeschehen bekamen, ohne aber sich wirkliche Torraumszenen zu erarbeiten. Hauptmanko bleiben die Unkonzentriertheiten beim Passspiel. Aus Neunkircher Sicht gab es zwei wirkliche Chancen in Hälfte eins, da wäre zum einen eine unplatzierte Hereingabe die dank eines Missverständnisses in der Saarbrücker Abwehr doch noch gefährlich werden sollte, doch Krauß der in der Situation am schnellsten schaltete kam nicht mehr richtig hinter den Ball. Der zweiten Szene geht eine rote Karte vorraus. Nach Zuspiel von Karaoglan kämpfen Fricker der eigentlich besser postiert war und Krauß im Laufduell um den Ball. Dabei zeigte der Neunkircher seine ganze Schlitzohrigkeit, nutzt den Körperkontakt um einen Freistoß an der Strafraumgrenze rauszuholen. Die rote Karte erfolgt nach Reglement zu recht, war aber eigentlich zu hart. Der Freistoß von Stelletta war wirklich sehenswert, allerdings zu weit auf die Tormitte gezielt so das Tim Christiansen im Saarbrücker Tor nur wenig Mühe hatte.

Nach dem Pausentee folgte mit dem 1:0 durch Hümbert die bis dahin verdiente Saarbrücker Führung. Die Blau-Schwarzen hatten einfach die bessere Spielanlage, spielten einfachen direkten Fußball und bewiesen einmal mehr das man auch mit zwei oder drei Leuten in Offensivaktionen für Gefahr sorgen kann. Es war schon erschreckend mitanzusehen wie wenig schon reicht um 7 oder 8 Schwarz-Weisse wie Anfänger aussehen zu lassen. In der Folge stellte sich Saarbrücken trotz Unterzahl nicht hinten rein sondern versuchte weiter mit zwei Stürmern den Erfolg. Doch siehe da auf einmal konnte auch Borussia nicht nur reagieren sondern auch mal agieren. Vorallem über rechte Seite von Forkel und Karaoglan ging jetzt was, aber es fehlte einfach der Abnehmer vorne drin. Sehenswert war ein schneller Angriff über drei Stationen wo die Mannschaft mal ihr Können aufblitzen ließ, leider aber konnte Matthias Krauß die Chance nicht verwerten. Gleichzeitig war man hinten trotz absoluter Überzahl immer noch anfällig für die immer müder werdenden Malstatter. In den letzten zwanzig Minuten schaffte es dann die Mannschaft soviel Druck aufzubauen das es teilweise wie ein Pressing beim Eishockey aussah. Kombinationsfußball war jetzt Mangelware, Flanken aus dem Halbfeld wurden zum neuen Angriffsmittel, daraus entwickelte sich das 1:0. Nach einer schönen Ablage von Abdullei mit der Brust, brauchte der sehr engagierte N´Ganvala nur noch draufhalten, auch danach hatte man noch ein paar Möglichkeiten die man teilweise kläglichst vergab.

Fazit: ein Unentschieden was aufgrund der letzten zwanzig Minuten in Ordnung geht. Mit ein bißchen mehr Glück wäre auch ein Sieg möglich gewesen, allerdings hätte das Spiel bei besserer Chancenverwertung der Saarbrücker nach einer Stunde genauso gut gelaufen sein können. Es war ein engagiertes, aber kein überzeugendes Auftreten der Mannschaft, zu spät hat man angefangen zu zeigen, das man was holen wollte. Vorallem spielerisch liegt weiterhin vieles im Argen, zu viele Fehlpässe und zu wenig Ideen wie das Spiel aussehen soll. Teilweise wirkte das Spiel auch zu statisch und pomadig, so das es oft an Anspielstationen mangelte und Saarbrücken es sogar schaffte in Unterzahl Spieler zu doppeln, weil einfach der Zug und das Tempo nach vorne fehlte. Es bleibt viel Arbeit für den Trainer und die Mannschaft…vorallem spielerisch muss einiges passieren will man das Saisonziel vordere Tabellenplätze erreichen und das bleibt wie man im Stadionheft lesen konnte das erklärte Ziel des Trainers.

  • die Tatsache das Kizmaz bei der Zweiten spielte, war ein Bärendienst für die Mannschaft die so um einen der besten Spieler der letzten Wochen beraubt war und diese Lücke auch in keinster Weise schließen konnte.
  • Arif Karaoglan gehört für seine gestrige Leistung aus der Mannschaft herausgehoben. Er war mit Hümbert auf Saarbrücker Seite der beste Mann auf dem Platz. Nicht nur das fast jeder Angriff über Aussen über ihn und Forkel lief, er ist auch einer der wenigen der schon mit seiner Körpersprache Selbstbewußtsein vermittelt.
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