Stahlwerk


Wundertüte 1.FC Saarbrücken II
1. November 2012, 16:48
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Eigentlich müsste man den Artikel wohl mit einem philosophischen Diskurs eröffnen. Darüber ob es Zufälle gibt und wenn ja was dann Zufall überhaupt ist oder ist es vielleicht auch Schicksal oder am Ende eine Fügung, das man ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt zum 1.FC Saarbrücken fährt. Die wenigsten dürften wissen das allein sieben potenzielle Startelfspieler schon einmal für den FCS die Fußballschuhe schnürten, nicht wenige davon auch hauptsächlich für die Zweite und auch für Dieter Ferner und seinen Co wird es die erste Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Es wird also für viele mehr als ein normales Oberligaspiel werden, auch für die dann mitgereisten Fans, die eine Reaktion ihrer Mannschaft erwarten werden.

Der Gang ins FC-Sportfeld dürfte aus sportlicher Sicht sowieso alles andere als ein leichter werden. 2005 gab es mit einem 2:1 Auswärtssieg zum letzten Mal was zu holen, die beiden letzten Spiele dort dürften alle noch lebhaft in Erinnernung haben, 6:3 und 4:0 gab es auf die Ohren. Doch auch für Sonntag gilt das jede Statistik nichts zählt und das Spiel wieder unter ganz anderen Voraussetzungen stattfindet, bei U-23 Mannschaften sowieso und damit kommen wir jetzt zum eigentlichen Bericht.

Wurde vor der Saison noch von den Verantwortlichen der Klassenerhalt als Ziel ausgegeben, steht man mit Platz sieben bei einem Spiel weniger als bester Saarclub da. Kenner der Oberliga dürften sich über den bisherigen Saisonverlauf weniger gewundert haben. Mit Marcus Noll, Thomas Will, Michael Petry, Alexander Otto oder Felix Dausend hat man eine Reihe bekannter und Oberligaerfahrene Spieler im Team.

Doch beginnen wir mal bei Start, wie bei U-23 Teams üblich gab es auch in Saarbrücken einige Veränderungen vor der Saison. Andreas Fellhauer wechselte endgültig ins Trainerteam von Jürgen Luginger, somit musste ein neuer Coach her. Die Entscheidung fiel auf Bernd Eichmann den einstigen Innenverteidiger alter Schule, der auch schon für den FCS in der 1.Bundesliga aktiv war. Seine bisher einzige Station als Trainer war der SC Halberg-Brebach mit dem er letztes Jahr den Meistertitel in der Saarlandliga holte und somit den Aufstieg errang. Sein ehemaliger Spieler und Kapitän der Halberger Roman Hanschitz lobt Eichmann aufgrund seiner „Grundautorität, weswegen die Spieler auf ihn hören“. „Er findet aber auch eine sehr gute Balance zwischen einem autoritären Stil und einer gewissen Lockerheit.“ Bernd Eichmann ist Besitzer der A-Lizenz, den Fußballlehrer hat er aber vorerst ausgeschlossen.

Der Kader

Sieben Spieler aus der letzten Saison, Julian Fricker, Kristoffer Krauß, Thomas Will, Marco Jung, Tim Christiansen, Marc Hümbert und Philipp Hoffmann bilden auch in dieser Runde das Grundgerüst, dazu rückten fünf Spieler, Cedric Omoregie, Timo Herrmann, Philipp Bosslet, Frederic Ehrmann und Jaron Schäfer aus der eigenen A-Jugend altersbedingt auf. Von außerhalb verpflichtete man Marcel Noll aus Bübingen, Torwart Michael Klink aus Brebach, Tim Stegerer aus Auersmacher, der aber schon bei den Profis Fuß gefasst hat und Marcel Sökler, den jüngeren Brüder von Profi Sven Sökler. Aus dem Profikader des vergangenen Jahres kamen Felix Dausend und Alexander Otto zur U23, wobei Erstgenannter zwischen der Ersten und Zweiten wandelt. Nicht zu vergessen Michael Petry der als spielender Co-Trainer aktiv ist. Da die U-23 bekanntlich eine Ausbildungsmannschaft ist kommt auch noch der ein oder andere talentierte A-Jugendliche zu Einsätzen.

Aus Neunkircher Sicht interessant sicherlich Torwart Michael Klink der in der Saison 07/08 für die Schwarz-Weissen die Handschuh überzog, allerdings nur zu einem Einsatz in der ersten Mannschaft kam. Julian Fricker kennen wohl nur Freunde der Jugendabteilung, der waschechte Neinkeijer spielte bis zur B-Jugend für die Borussia und ist als Stammspieler im defensiven Mittelfeld gesetzt.

26 eingesetzte Spieler zeigen die Fluktuation in der Mannschaft, nur 9 Spieler kamen in mehr als der Hälfte der Spiele zum Einsatz. Besonders im Sturm drückt der Schuh, so das der Routinier Michael Petry mehr Einsatzzeit bekommen dürfte als geplant. Das er nix verlernt hat zeigen seine sechs Tore. Mit Manuel Stiefler der nach seinem Knöchelbruch wieder fit ist , dürfte ein weiterer Profi im Sturm Spielpraxis bekommen.

Die bisherige Saison

Das erste Spiel war der gewünschte Auftakt nach Maß, mit einem 3:1 gegen Gonsenheim war man der erste Tabellenführer der Saison. Doch das die Trauben an der Spitze etwas höher hängen erlebte man schon eine Woche später als man mit sage und schreibe 6:1 in Salmrohr unterging. Bei dem anderen Moselverein in Mehring holte man die nächsten drei Punkte, bevor man sich mit einem null zu null gegen Betzdorf begnügen musste. Es folgten zwei deutliche Siege gegen Elversberg und Wirges, bevor man in Hauenstein die zweite Niederlage der Saison am 7.Spieltag schlucken musste. Mit zwei Unentschieden gegen Brebach und Pfeddersheim zementierte man seinen Platz im vorderen Mittelfeld, an denen auch der deutliche Heimsieg gegen Pirmasens und eine Woche später ein Dreier in Köllerbach nix ändern konnten. Im vorerst letzten Spiel zu Hause gegen Zweibrücken gab es eine 1:2 Niederlage.

Statistik

In 12 Spielen gab es 6 Siege, 3 Unentschieden und 3 Niederlagen. Die Siege wurden schiedlich friedlich gleichmäßig auf Heim und Auswärstsspiele aufgeteilt, bei den Unentschieden landete man zwei zu Hause, eins auswärts. Somit gab es zu Hause auch nur eine Niederlage im letzten Heimspiel gegen Zweibrücken gegenüber zwei Niederlagen in der Fremde. Mit 25 Toren die man ebenfalls gleich verteilte, hat man mit einem Spiel weniger als die Konkurrenz den fünftbesten Sturm, dem gegenüber steht die sechstbeste Abwehr mit 18 Gegentoren. Wobei man zu Hause ein echtes Defensivbollwerk ist mit 5 Gegentoren.

Fazit

Zur Taktik lässt sich nicht wirklich was sagen, weil die junge Truppe aus der Landeshauptstadt eine einzige Wundertüte ist bei der im Vorfeld niemand sagen kann wer am Ende wirklich aufläuft. Somit lässt sich auch nicht erahnen mit welcher Spielweise zurechnen ist. Beim durcharbeiten aller möglichen Spielberichte lässt sich nur erahnen, das sie gerade zu Hause Schwierigkeiten haben das Spiel zu machen, gerade dann wenn der Gegner sich eher auf das zerstören des Spiels konzentriert. Aufpassen muß man sicherlich auf Michael Petry einem der kopfballstärksten Spieler der Liga. Ansonsten gilt es darauf zu vertrauen das Dieter Ferner als Saarbrücker Intimus seine Pappenheimer kennt und die Mannschaft das zeigt was man von ihr erwarten darf, Kampf und Einsatzbereitschaft.

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3 Kommentare so far
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Felix Dausend, der derzeit aufgrund von Problemen mit dem Schambein fehlt, wurde wohl pro forma für die Zweite verpflichtet. Bei einer Verpflichtung für den Profikader wäre es wohl zu teuer geworden, auch wenn Luginger ihn wohl eher bei den Profis eingeplant hatte.

Kommentar von Carsten

Sorry, in der Saison 02/03 war er Trainer in Elversberg

Kommentar von Nicky

Eichmann war auch schon Trainer beim Regionalligisten Elversberg 😉

Kommentar von Leser




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