Stahlwerk


Gonsenheim in der Vorschau…
17. Oktober 2012, 17:03
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Gonsenheim galt im vergangenen Jahr für viele als Überraschungsmannschaft, nach dem Saisonstart sprachen viele schon von einer Eintagsfliege und siehe da nach den letzten Wochen scheint Gonsenheim zurück in der Erfolgsspur. Wirklich verwundern kann diese Entwicklung nicht, wenn man sich eingehender mit dem Verein beschäftigt. 2005 stieg die SVG in die damalige fünftklassige Verbandsliga auf, Trainer des Erfolgs Jürgen Collet. Der Verein spielte in den Folgejahren immer oben mit, ohne den ganz großen Sprung zu schaffen. Ohne ihn schaffte Gonsenheim den Aufstieg 2010 in die Oberliga. Für das Abenteuer holten die Verantwortlichen ihren Ex-Trainer zurück, dieser war zwischenzeitlich Sportdirektor in Ingelheim. Collet scheint sich aber nicht in der Trainerrolle zu sehen und so schaute er schon bei Amtsübernahme nach seinem Nachfolger Ausschau. Mit Spieler Aydin Ay fand er den richtigen Mann den er als Co-Trainer unter seine Fittiche nahm und darauf vorbereitete in der neuen Saison der Chef zu sein.

Jürgen Collet übernahm wieder den Job des sportlichen Leiters. Mit Ay entwickelte er ein durchdachtes Ausbildungskonzept für Jungspieler, das durch Sichtungs- und Förderungstrainings sowie frühe Integration in den Aktiven-Bereich viele eigene Talente hervorbringt. Bestes Beispiel Rufat Dadachev der mit 20 Jahren schon 63 Oberligaeinsätze aufweisen konnte und dabei 28 Tore erzielte und 9 Torvorlagen gab. Seit dieser Saison spielt Dadachev für die Zweitvertretung des 1.FC Kaiserslautern. Das nächste Talent das an die Tür des Profifussballs klopft ist Damir Bektasevic, auch er spielt mit 20 Jahren seine zweite Saison für die Herren der Rheinhessen. Schon vor der Saison bekam er eine Einladung zum Probetraining bei Schalke 04. Und ein Blick auf den Kader zeigt weitere Talente wie Mittelfeldspieler Jonathan Zinram (20) schon 7 Tore in dieser Saison. Arif Güclü (19) Mittelstürmer 1,88m groß auch schon 7 Tore in dieser Saison, Andreas Rudolf (21) Innenverteidiger auch schon Stammspieler und die Liste könnte noch fortgesetzt werden. Nachhaltigkeit bestimmt das Konzept sowohl C- als auch B-Jugend spielen schon in der Regionalliga, die A-Jugend spielt aktuell in der Verbandsliga um den Aufstieg.

Blick auf die aktuelle Saison

Die zweite Saison von Aydin Ay begann recht durchwachsen. Gründe dürften aus der Ferne betrachtet die Unerfahrenheit der Mannschaft, das Verletzungspech vorallem in der Abwehr und zu guter letzt das fehlen wichtiger Routiners sein. Niels Magin und Nenad Simic letzte Saison wichtige Leitwölfe haben ihre Töppen an den Nagel gehängt. So fehlten gerade zu Saisonbeginn wichtige Stammspieler in der Abwehr. Was folgte war ein 3:1 Niederlage zum Auftakt im FC Sportfeld in dem Petry die fehlende Lufthoheit in der Abwehr bitter bestrafte. Noch schlimmer sollte es im ersten Heimspiel gegen Betzdorf kommen als man nach einer 4:1 Führung wie der sichere Sieger aussah und das Spiel in 16 Minuten mit 4:5 aus der Hand gab. Nach einem 5:2 in Elversberg stand man am dritten Spieltag schon mit 13 Gegentoren da. Lichtblick am Horizont war die Rückkehr von Trainer Aydin Ay nach seiner Hochzeitsreise. Der musste im folgenden Heimspiel gegen Wirges (1:2) dann auch gleich selbst als defensiver Mittelfeldspieler ran. Ohne Punkte im Gepäck ging es am 5.Spieltag zum damaligen Tabellenführer nach Hauenstein mit einem 3:3 kehrte man zurück, nur ein zwischenzeitlicher Hoffnungsstreif. Der absolute Tiefpunkt sollte eine Woche später kommen als man zu Hause am Wildpark  mit 3:1 gegen schwache Brebacher verlor. Aydin Ay ging mit seiner Mannschaft hart ins Gericht und zumindest sollte im folgenden Spiel gegen Pfeddersheim die Abwehr verbessert auftreten, zwar gab es nur einen Punkt aber auch nur ein Gegentor. Der Beginn eines Aufwärtstrends, denn schon eine Woche später verlor der Spitzenreiter aus Pirmasens verdient mit 3:1. Seitdem scheint Gonsenheim zurück in der Erfolgsspur, 4:0 in Köllerbach, 2:1 gegen Zweibrücken und zuletzt ein 3:3 in Mechtersheim bedeuten Tabellenmittelfeld Tendenz steigend.

die Taktik

Vorallem die Siege gegen Pirmasens und Zweibrücken wirken beeindruckend, dazu ein Punktgewinn in Hauenstein zeigen die Qualität der Mannschaft. Auffallend alle drei sind Teams, die eher mitspielen. So spricht auch Aydin Ay davon das seiner Mannschaft die eher offensiven, mitspielenden Mannschaften besser liegen. Anders sieht es nämlich aus gegen Mannschaften die eher defensiv eingestellt sind. Gonsenheim spielt im 4-4-2 mit überallartigen Angriffen ausgehend im Zentrum von Ekiz und Kimnach auf ihre schnellen Offensivspieler Petreski und Güclü. Gerade das kann aber auch zum Bumerang werden, zu gern agiert man dann zu offensiv was Räume zwischen Mittelfeld und Abwehr eröffnet, die Aussen scheinen dabei eine Schwachstelle zu sein. Bester Beweis bei Spielen der Rheinhessen fallen im Schnitt 4 Tore. Nach Köllerbach (34) hat man die mit Abstand schlechteste Abwehr der Liga (27), dafür aber auch nach Salmrohr (29) den besten Sturm der Liga (25). Das beste Mittel dürfte eine eher defensive Grundausrichtung sein, in der man versucht den Gegner zu locken und selbst durch schnelle Konter über wenige Stationen gefährlich zu werden. Das 3:3 gegen Mechtersheim sollte nicht von ihrer aktuell guten Form ablenken, denn bei allen drei Gegentoren half der Ersatzkeeper der Rheinhessen freundlich mit.

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