Stahlwerk


…dürftige Leistung reicht zu 3 Punkten
7. Oktober 2012, 12:16
Filed under: Spielberichte

Das Spiel zwischen Röchling Völklingen und Borussia Neunkirchen versprach einen Gastgeber der aufgrund seiner Verletzungsserie aufopferungsvoll kämpfen würde und einen hochmotivierten Gast der mit dem Selbstbewußtsein aus zuletzt drei Siegen entsprechend auftreten konnte. Gespannt durfte man also warten wie beide Trainer ihre Teams einstellen würden. Auf Seiten der Röchling Elf musste man am Ende fast komplett improvisieren, 7 Spieler fehlten darunter Leistungsträger wie Meli, Florsch, Ogrodniczek, Benghebrid oder Matthias Müller. Die Ersatzbank bestand am Ende nur noch aus Leuten die eigentlich in der A-Klasse kicken. Nicht ganz so drastisch aber auch nicht viel besser sollte sich die Situation für Dieter Ferner darstellen. Neben den Langzeitverletzten Cullmann und Bidon musste auch Rechtsverteidiger Forkel und erneut Nabil Dafi passen. Forkels Position musste Arif Karaoglan übernehmen, Dafi wurde durch den zurückgezogenen Stelletta ersetzt und vorne versuchte Ferner mal ein wenig mehr Offensive. So durfte auf der eigentlichen Zehn Matthias Krauß ran dessen Position ganz vorne übernahm Neuzugang Abdullei.

Das Spiel war von Beginn an sehr zerfahren. Völklingen setzte auf Defensive und Zweikämpfe, alles dem Ziel untergeordnet den Spielaufbau der Gäste zu unterbinden. Nach 5 Minuten hatten sie ihr Ziel auch mehr oder weniger erreicht. Borussia ließ sich von dieser Spielweise beeindrucken und passte sich im Laufe der nächsten Minuten an. Spätestens am 16er war Schluß mit lustig, immer wieder bekamen die Offensiven auf die Socken, vorallem Abdullei musste einiges einstecken. Nicht ganz unschuldig daran war auch das Schiedsrichtergespann was nach meinen Geschmack zuviel durchgehen ließ, statt bei Zeiten mal ne gelbe Karte zu zeigen und dem Treiben so Einhalt zu gebieten. Vorallem Sammer Mozain der in der ersten Hälfte in der Verteidigung spielte war ein absoluter Schwachpunkt bei den Hausherren. Er wirkte völlig überfordert und konnte sich eigentlich nur durch Fouls helfen. Bezeichnend für das gestrige Spiel das Borussia daraus so gut wie kein Kapital schlagen konnte. Zwar gab es immer wieder den Versuch von Flankenläufen aber ohne die allerletzte Konsequenz und wenn dann doch mal der Platz da war, reagierte man viel zu hektisch und übereilt. So war es dann auch der Unbeholfenheit von Mozain zu verdanken das es zum Elfmeter kam. Er verlor das Laufduell gegen Abdul Kizmaz, der drohte allein in den Strafraum einzudringen und der Völklinger sah sich nur noch durch ein glasklares Handspiel zu helfen. Pascal Stelletta verzichtete diesmal auf „Coolness“ und haute den Ball kompromisslos in die Maschen.

Wer dachte das die Führung jetzt mehr Sicherheit in die Aktionen der Gäste bringen würde sah sich getäuscht. Weiterhin war von Kombinationen nichts zu sehen, zu oft spielte man sich im klein klein fest, statt mal die Seite zu wechseln. Dazu gesellte sich wieder einmal das alte Problem vom statischen Spiel, zu wenig Spiel ohne Ball, zu wenig Anspielstationen für den ballführenden Mann. Auch die Balleroberung war mangelhaft, zu oft schien man einen Gedanken hinterher. Interessant das Zustellspiel von Abdullei der vorne Schulbuchmäßig agierte, allerdings ohne das mitmachen der anderen Offensivspieler war das ein Muster ohne Wert. Das Völklingen offensiv in Halbzeit eins bis auf eins, zwei Aktionen gar nicht stattfand war bei dieser Aufstellung wenig verwunderlich. Anders die zweite Hälfte, Werner Weiß brachte jetzt Mozain auf seiner angestammten Position im Sturm, was in den ersten Minuten für deutlichen Druck Sorgen sollte. Borussia ließ sich zu leicht hinten reindrängen was Dieter Ferner sichtlich auf die Palme brachte. Nach einer Viertelstunde war die Drangphase überstanden und Borussia suchte wieder das Spiel nach vorne. Zwei schöne Möglichkeiten sollte es noch geben, zum einen eine wunderbare Hereingabe von Abdullei bei der allerdings keiner in Tornähe stand um zu verwerten und eine Ecke mit anschließendem Kopfball von Fuhs. Es sollte die einzige gelungene Standardsituation sein, ansonsten gab es halbhohe Bälle mit denen kein Mensch was anfangen konnte. Bitter die erneute Verletzung von Karaoglan der in der 72.Minute vom Platz musste, für ihn kam Ljubijankic der genauso schnell wieder runter durfte nach einem fiesen Nachtreten. Am Ende sollte die Mannschaft das Ding durchkriegen, aber es unter Arbeitssieg abzuhaken wäre wohl nicht ganz angemessen. Immerhin auch gestern kämpfte man wieder und zeigte den Willen um diesen Sieg am Ende auch verdient mitzunehmen.

Advertisements

3 Kommentare so far
Hinterlasse einen Kommentar

Herr Strauch,
ich kann Dir nur beipflichten.
Es war zum Teil unfassbar, was da abgegangen ist.
In der Form habe ich so etwas auswärts noch nicht erlebt.

Kommentar von Russel J.

Sicher, und genau deshalb sage ich: Es ist an Unsportlichkeit kaum zu überbieten, eine versuchte Verlegung öffentlich zu machen. Das Ergebnis: Ein Publikum, das in der irrigen Meinung, dem SV Röchling sei großes Unrecht widerfahren, blind ist vor Wut; ein Schiedsrichter, der sich allem Anschein nach beeindruckt ist; eine Heimmannschaft, die meint, der Zweck heilige nun alle Mittel. Unschön war das. Umso mehr freue ich mich, dass wir am Ende als Sieger dastanden

Kommentar von herr_strauch

Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Ablehnung der Spielverlegung durch die Borussia der Grund für die Härte war.

Kommentar von Oskar




Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s



%d Bloggern gefällt das: