Stahlwerk


Der Blick nach vorn…
12. September 2012, 23:53
Filed under: All

Nicht nur in Neunkirchen hängen die Trauben im Moment etwas hoch, auch beim kommenden Gegner in Mechtersheim ist man alles andere als zufrieden mit dem Saisonstart. Dabei begann die Saison für die Mechtersheimer gar nicht so schlecht. 4 Punkte holte man aus den ersten beiden Partien gegen Halberg-Brebach und die TSG Pfeddersheim. Erst am dritten Spieltag musste man sich unglücklich beim Meisterschaftsfavoriten aus Pirmasens 1:0 geschlagen geben. Dabei attestierten die Kontrahenten der TuS eine spielstarke Mannschaft die sich zahlreiche Möglichkeiten erspielt. Auffallend, aus den letzten drei Spielen holte man nur noch einen Punkt. Sicherlich besonders bitter die 3:0 Heimniederlage am vergangenen Wochenende gegen die Aufsteiger vom SV Mehring. Andreas Holdermann langjähriger Co Trainer unter seinem Vorgänger Ralf Gimmy hat nun den Abstiegskampf ausgerufen. Zu wenig hätte man die TuS Tugenden der letzten Jahre gezeigt.

Fazit: auch Mechtersheim steht unter einem gewissen Druck punkten zu müssen. Dabei hapert es aber weniger am Spielverständniss, als mehr an der Einstellung. Torchancen hatte man auch zuletzt gegen die SV Mehring zahlreiche u.a. verschoß man einen Elfer beim Stand von null zu null. Defensiv scheint die Mannschaft anfällig zu sein, ein Grund liegt vielleicht in der offensiven Aufstellung des Trainers. Die Mannschaft gilt als eingespielt und verstärkte sich im Sommer nochmal mit dem Mittelfeldroutinier Christopher Hock vom SV Waldhof Mannheim. Hock begann seine Karriere einst in Mechtersheim ging dann aber u.a. zu den Sportfreunden Siegen, KSC II, und Hoffenheim II. Weitere wichtige Stützen sind Kapitän und Innenverteidiger Eduard Fahrad der schon seit 2003 an der Kirschallee spielt oder Mittelstürmer Florian Hornig der einst in Saarbrücken und Ulm zum Einsatz kam.

Die Spielformation ist laut transfermarkt.de ein 3-5-2 System.

Vorteile: Die Zahlenkombination verrät schon seinen Vorteil, die Dichte im Mittelfeld. Das Hauptziel des 3-5-2 besteht im umkämpften Raum 30 Meter dies- und jenseits der Mittellinie einen Spieler mehr zur Verfügung zu haben. Der Raum für gegnerische Lauf- und Passwege wird dadurch enger, man kommt schneller zum Ballgewinn. Dadurch, dass man im 3-5-2 mit zwei Doppel-Sechsern und einem zentralen offensiven Mittelfeldspieler agieren kann, ist die Mitte im Mittelfeld dicht. Daraus resultiert eine extrem hohe Ball- und Spielkontrolle. Die beiden äußeren Mittelfeldspieler stehen höher im Raum und haben dadurch in der Offensive einen kürzeren Weg bis zur Grundlinie. Im Mittelfeld wird im Raum gedeckt, gelangt der Ball in den kritischen Raum 30 Meter vor dem eigenen Tor, gilt die klassische Manndeckung. Wobei bei einem Angriff durch die Mitte immer einer der drei Verteidiger bereitsteht, der verschiebt, aushilft oder doppelt.

Nachteile: Die drei Verteidiger sind extrem anfällig bei schnellen Spielverlagerungen und Pässen in die Tiefe. Im 4-2-3-1 deckt jeder der vier Abwehrspieler bei einem 80 Meter breiten Spielfeld rund 20 Meter Platz ab. In der Dreierabwehr erhöht sich der abzudeckende Raum für den Einzelnen entsprechend, die oft zitierten Schnittstellen sind größer. Bei einem Diagonalpass muss die Kette schneller geschlossen in Ballnähe verschieben, um die Lücke durch den fehlenden Verteidiger zu schließen. Den äußeren Mittelfeldspielern kommt deshalb eine ganz besondere Bedeutung im 3-5-2 zu. Deren Arbeit ist extrem laufintensiv, in der Defensive müssen Lücken geschlossen, in der Offensive der Weg bis zur Grundlinie gesucht werden. Gleichzeitig ist für die Außen das klassische Pärchen- oder Dreiecksspiel mit dem jeweiligen Außenverteidiger in der Offensive nicht möglich, da es keinen Außenverteidiger gibt. Großes Problem gibt es bei eigenen Ballverlusten im Mittelfeld. Die beiden Außen sind mit aufgerückt, der Abwehrverbund besteht dann eine gewisse Zeit nur aus den drei Verteidigern. Wird der Ball dann auch noch über Außen nach vorne getragen, muss der zentrale Innenverteidiger auf der Seite aushelfen und öffnet dadurch das Zentrum. In Defensivsituationen sollten fünf Spieler in der Abwehrreihe sein, beim eigenen Angriff müssen aber sofort wieder fünf Mann im Mittelfeld stehen. Das Pendeln zwischen Abwehr und Mittelfeld ist eine potenzielle Fehlerquelle, die das 4-2-3-1 nicht in diesem Maße offenbart. Wenn dieses Pendeln nicht klappt wird der Druck auf die Dreierkette zu groß.

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