Stahlwerk


…neuer Tiefpunkt?
9. September 2012, 14:02
Filed under: Spielberichte

Sprachlosigkeit…machte sich gestern nach dem Spiel bei mir breit. Dennoch fangen wir von vorne an, Dieter Ferner vertraute der selben Mannschaft wie in Köllerbach und erlebte wie über 400 Zuschauer auch, wie die Mannschaft den Start verpennte und sich in Schülermannschaftsmanier schon mit dem ersten „Angriff“ das Tor des Tages einhandelte. Backmann darf in aller Seelenruhe den langen Pass auf Arifi schlagen der völlig unbedrängt ablegen zu einem Doppelpass und schon stehts eins zu null für Zweibrücken. Damit war der Matchplan schon nach zwei Minuten über den Haufen geworfen. In der Folgezeit stand Zweibrücken relativ gut geordnet, dennoch gelang es der Mannschaft immer wieder in Strafraumnähe zu kommen, aber was dann meist folgte war entweder kopf- oder mutlos. Bestes Beispiel die Riesenchance für Matthias Krauß der aufs kurze Eck zuläuft und aus kurzer Distanz voll draufhält, statt den Ball zum besser postierten Stelletta abzulegen. Das selbe in der zweiten Halbzeit Krauß wird mit einem schönen Pass auf die Reise geschickt, hat die Möglichkeit zu einem Direktschuß aufs Tor und entscheidet sich stattdessen zu einem Dribbling gegen die komplette Zweibrücker Abwehr, Ball weg Chance vertan.

Nicht zum ersten Mal übermannte mich gestern das Gefühl das es an Führungsspielern in der Offensive mangelt. Leader die mal Struktur reinbringen, mal nen Zeichen setzen oder einfach mal nen Arschtritt verteilen. Die Mannschaft ist gelaufen, hat versucht, aber es fehlte an Ideen, an Kreativität um die Zweibrücker mal ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Auch die zweite Hälfte begann mit der selben Aufstellung. Sicherlich der Hauptgrund die fehlenden Alternativen auf der Bank, aber man komme mir jetzt bitte nicht wieder mit den Verletzten. Das Vorwort im Stadionheft schießt in dieser Richtung schon den Vogel ab…

Das Anrennen auf des Gegners Tor hielt weiter an ohne aber wirklich schlüssig zu wirken. Doch der Frust sollte seinen Höhepunkt erst noch erreichen. Mitte der zweiten Hälfte flog der erste Zweibrücker mit gelb/rot vom Platz aber statt jetzt das Spiel breit zumachen und die Zweibrücker laufen zu lassen, versuchte man es immer wieder durchs Zentrum. So war es leicht für die Pfälzer den Spielfluss zu unterbinden und mit schnellem Umschaltspiel auch noch gefährlich vors Borussentor zu kommen. Der Höhepunkt folgte mit der nächsten Herausstellung eines Auerbachers. Gegen neun Mann gab es keinen Spielfluss mehr, im Gegenteil Zweibrücken spielte jetzt verständlicherweise komplett auf Zeit. Aber Borussia war auch ein dankbarer Gegner, man lief mit zwei Mann über 20 Meter dem Gegner hinterher ohne mal entscheidend einzugreifen oder ließ sich fünf Minuten lang an der Aussenlinie vorführen und schenkte Zweibrücken so Ecke um Ecke. Ein Schauspiel bei dem einem nicht mehr viel zu einfällt…Thema Sprachlosigkeit.

P.S. dank bundesligafreiem Wochenende kamen über 400 Zuschauer ins Stadion, die Chance das der ein oder andere auch im nächsten Heimspiel nochmal die Stadiontore passiert dürfte gleich null sein.

Advertisements
Kommentare deaktiviert für …neuer Tiefpunkt?





Kommentare sind geschlossen.



%d Bloggern gefällt das: