Stahlwerk


1:0 Sieg gegen Hasborn
29. Juli 2012, 01:51
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Nach dem ich mir nur wenige Vorbereitungsspiele gegönnt habe, konnte zumindest das letzte Spiel vor Rundenbeginn mit meinem Besuch rechnen. Zumal mit Hasborn auch ein sportlich ebenbürtiger Gegner zu erwarten war, was ja im Hinblick auf Erkenntnisse nicht ganz unwichtig ist. Vorallem war aber die Hoffnung damit verbunden die mögliche Startelf für Hauenstein zu sehen. Völlig frei von der nicht unerheblichen Verletztenliste (hier setzt dann mal wieder meine Kritik an der Vereins-HP an) bleibt Dieter Ferner seinem 4-4-2  System treu. Wie schon öfter erwähnt sind solche Systemordnungen nur zur besseren Orientierung gedacht, denn eigentlich ist es kein klassisches 4-4-2, man könnte es auch als 4-4-1-1 bezeichnen, was aber im Endeffekt auch nicht wirklich zutreffend ist. Nun gut vielleicht schaff ich es ja im Spielbericht ein bisschen anschaulicher zu erklären und wenn nicht dann achtet einfach mal darauf bei eurem nächsten Spielbesuch. Stattgefunden hat das Spiel übrigens als Einlagespiel auf der Sportanlage in Braunshausen, die den Namen des örtlichen Pizzaherstellers „Ernst-Wagner Stadion“ trägt.

Startaufstellung

Startaufstellung

Immerhin dürften sich ca.150 Zuschauer eingefunden haben, die bei Regenschauern bis in die erste Hälfte mit einem Regenbogen über dem Hochwald belohnt wurden. Wie man auf der Grafik links sehen kann begann Thomas Wiener im Tor. Er machte seine Sache gut, wurde nicht großartig geprüft, aber wenn er da sein musste wirkte er sicher. Vorallem war er lautstark bemüht die Hintermannschaft zu ordnen. Zweite große Auffälligkeit die einem direkt ins Auge springt, ist Abdul Kizmaz auf der Position des linken Verteidigers. Ich hatte ja schon gestern im „Ein Blick auf den Kader“ Artikel spekuliert das er eine Alternative zu Christian Frank auf der Position sein könnte. Da dieser scheinbar verletzt ausfiel, kam der Ernstfall schneller als gedacht. Und was Dieter Ferner zu sehen bekam dürfte ihm gar nicht geschmeckt haben oder vielleicht auch gerade doch. Hasborn trat in einem 4-4-2 System an, wobei ihr Spiel unglaublich rechtslastig war. Eigentlich jeder Angriff ging über die Seite von Abdul Kizmaz, sein direkter Gegenspieler war zumeist Haubert und der ist eigentlich der rechte Verteidiger des SVH. So standen ihm öfter auch mal zwei Gegenspieler gegenüber. Was die Sache für ihn nicht einfacher machte, dürfte sein eigener Mitspieler Ljubijankic gewesen sein, dazu aber später mehr. Dennoch bis auf eins, zwei kleinere Fehler bei denen Fuhs mit großem Risiko aufs eigene Stellungsspiel klären konnte, ließ Kizmaz nicht allzuviel anbrennen.Von den Spielanteilen her war Hasborn in Hälfte eins optisch leicht überlegen, Torraumszenen waren Mangelware. Zumeist fehlte die letzte Präzision oder das Verständniss mit dem Mitspieler um Chancen zu kreieren, das gilt aber für beide Seiten. Krauß hatte in Halbzeit eins eine vielversprechende die er aber vergab. Hasborn hatte kurz vorm Pausentee einen Pfostenschuß zu verzeichnen.

In der zweiten Hälfte gab es dann eine Reihe von Veränderungen, eine war die Auswechslung von Emir Ljubjiankic, der überhaupt nicht im Spiel stattfand.  Nicht nur einmal gab es Feuer von den Mitspielern. Fussball ist nunmal ein körperbetontes Spiel, ohne Zweikampfverhalten kommt man da nicht weit, entsprechend oft verlor er in der Offensivbewegung den Ball. Defensiv war er für Abdul Kizmaz so gut wie keine Hilfe, so das er sich nicht nur einmal mit zwei Gegenspielern ausseinandersetzen musste.

Startaufstellung 2.Hälfte

Startaufstellung 2.Hälfte

Da die Ein und Auswechslungen einige Umstellungen mit sich brachten, gibt es auf der rechten Seite eine weitere Grafik um das Ganze besser nachvollziehen zu können. Neben Ljubjiankic verliessen auch Wiener und Hedjilen den Platz. Dafür kam im Tor Phillip Persch zum Einsatz, Attila Serr aus der Zweiten wurde als weitere Alternative auf der linken Verteidigerposition getestet. Kizmaz rückte dafür ins offensive Zentrum, Mohammed wechselte die Seiten und Onur Dede übernahm die rechte Seite. Viel Chaos, aber das sollte sich bezahlt machen. Vorallem die vorher kaum genutzte rechte Seite sollte jetzt besser ins Spiel kommen. Schon der erste Angriff endete mit einem Schuß von Onur Dede, der ein paar Minuten später den Treffer des Tages erzielte, als er in den Strafraum eindrang und mit einem schönen Lupfer dem Torwart keine Chance liess. In der 64. Minute tauchte dann auch Abdul Kizmaz wieder vorne auf, der aber die falsche Entscheidung traf und versuchte den Torwart zu umspielen statt mit einem Lupfer die endgültige Entscheidung zu erzielen. So gab es dann nochmal eine Chance auf der Gegenseite, die aber glücklicherweise kläglich vergeben wurde. Mitte der zweiten Hälfte gab es nochmals zwei Wechsel, Raffaele Marino kam für Stelletta, etwas später dann Dennis Serr für Kizmaz das nur der Vollständigkeit halber. Somit dürfte man heute noch nicht die Aufstellung fürs Hauenstein Spiel erlebt haben.

Fazit: Borussia gewinnt endlich mal wieder ein Spiel zu null und dürfte damit Selbstvertrauen für die schwere Auftaktpartie in Hauenstein getankt haben. Spielerisch war das sicherlich alles andere als ein Augenschmauß, aber bei der Verletztenliste kaum verwunderlich. Wobei man das auch nicht als Ausrede gelten lassen sollte, schließlich sind nicht alle Ausfälle für das Offensivspiel zuständig, aber gestandene Spieler wie Karaoglan, Bidon oder Cullmann sind in einer so jungen Mannschaft nur schwer zu ersetzen. Schade dürfte sein wenn Onur Dede wirklich für 3 Monate gesperrt wäre, da er sich heute ganz sicher als eine Variante für Hauenstein angeboten hat. Es wird wohl noch ein paar Wochen dauern bis die Mannschaft ihr Offensivspiel zeigen kann, dafür fehlt aufgrund der Verletzen einfach die Zeit um Automatismen einzustudieren, aber wer weiß vielleicht lichtet sich das Lazarett ja noch in den nächsten Tagen. Positiv kann man die Defensivarbeit der Mannschaft herausheben, durch gutes Verschieben und Wege zustellen kam Hasborn nie wirklich ins Spiel oder konnte ein Spielrytmus aufbauen.

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