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Quo Vadis…Jugend
24. Juli 2012, 00:04
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Quo Vadis…Wohin führt dein Weg! Die Frage kann man sich stellen wenn man sich die derzeitige sportliche Situation des Vereins anschaut. Neue Spieler werden als Alternative genannt, vom eigenen Nachwuchs redet keiner mehr. Maik Frantz, Hendrick Zuck, Matze Stumpf, Marco Schmit oder zuletzt Carsten Trapp und “Culle” es werden wohl die letzten gewesen sein für lange Zeit. Zu schlecht stehen die Zeichen, Elversberg und auch Homburg haben uns mittlerweile in der Jugend den Rang abgelaufen.
Eine der Schlagzeilen der vergangenen Monate: “Starke Spieler verlassen die A-Jugend” und da liegt eines der Probleme für die Zukunft. Wie die Namen oben beweisen braucht der Verein eine gute Nachwuchsausbildung und meiner Meinung nach kann die gar nicht gut genug sein. Wenn man sich dann noch die Namen und die Vereine zu denen sie wechseln anhört dann kann man davon ausgehen das da Talente den Verein verlassen.

Lucas Schneider, Marco Gerlinger, Ryan Wommer, Morten und Torben Hochhaus wechselten allesamt zur SV Elversberg, Dennis Hussong zum FC Homburg und Kuqi Mergim zur JFG Obere Saar.

Spieler die vielleicht auch für unsere Mannschaft in Frage gekommen wären, gerade was die nächste Zukunft und darüber hinaus angeht. Der 5. Platz in der vergangenen Saison demonstriert welch starken Jahrgang man da verliert. David Becker ist da ein sehr aktuelles Beispiel für, gehört er doch eben auch jener Generation an. Hinter dem FCS mit seinen Möglichkeiten war man die Nummer 2 im Saarland. Maßgeblichen Anteil daran haben Heinz Histing und “Tunji” die, die Jugendarbeit über ein paar Jahre geprägt haben. Die Konkurrenz scheint übermächtig geworden, doch es gibt Möglichkeiten das hat die Vergangenheit bewiesen. Man denke eben an Matze Stumpf oder Maik Frantz.

Dafür muß man aber in der Regionalliga spielen um erstmal die Grundvoraussetzung zu erfüllen überhaupt als Alternative in Betracht zu kommen. Wer geht als ambitionierter Spieler schon zu einem Verbandsligaverein, natürlich muß auch die sportliche Perspektive stimmen und nicht zuletzt der Trainer. Der Nachwuchsbereich entwickelt sich immer weiter, vorallem im Trainingsbereich, da braucht es eben Konzepte, neue Ideen.

Leider aber eben auch Geld und in der Hinsicht ist die Jugendarbeit aus dem Sichtfeld der Verantwortlichen geraten. Wenn man sich regional als großer Verein sieht dann muß sich das auch in der Jugendarbeit wiederspiegeln. In Pirmasens, Elversberg oder Homburg überall setzt man verstärkt auf den Unterbau…das sind Investitionen in die Zukunft, so oder so.
Wer immer noch seine Zweifel hat der gucke sich die zahllosen Beispiele der Oberliga an, Hasborn, Mechtersheim, Salmrohr, Wirges oder gerade Betzdorf. Das sind kleine Vereine mit weit weniger Möglichkeiten die aber mehr draus machen.

Auf Jahre scheint unsere Nachwuchsarbeit auf dem Tiefpunkt angekommen, die B-Jugend ist sogar in der Versenkung verschwunden, nicht einmal die Verbandsliga Qualifikation konnte geschafft werden. Mannschaften wie die JFG Marpingen oder die JFG Illtal waren eine Nummer zu groß für uns. Somit geht es für den Jahrgang in der Bezirksliga weiter, dort wird in Zukunft auch die C-Jugend weiterspielen die ebenfalls in der Quali scheiterte.

Was kann unser Verein da tun? Geld ist Mangelware und da wird man auch so schnell nicht gleichziehen können mit der Konkurrenz, mal ganz davon abgesehen ob solches Handeln moralisch vertretbar ist. Soziale Netzwerke wie Facebook sind ja schon jetzt ein Tummelplatz für Nachwuchstrainer geworden in denen man fleissig Kinder anschreiben kann. Das ist keine Horrorvision sondern Realität…

Was zählt sind die Rahmenbedingungen, einen Nebenplatz mit Kunstrasen zum Beispiel, die Hausaufgabenbetreuung wie es sie schon einmal gab, man muß eben zeigen das nicht nur die fußballerische Klasse wichtig ist sondern auch die Ausbildung des Einzelnen im Vordergrund steht, sportlich wie schulisch. Dann braucht es eben Trainer mit guter Ausbildung, die Lust darauf haben Nachwuchstrainer zu sein und man muß die umliegenden Vereine wieder mitnehmen, ihnen bewusst machen das man keine Raubtiermentalität an den Tag legt, sondern eben einfach bessere Möglichkeiten hat die den Einzelnen weiterbringen.

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