Stahlwerk


Wenn die Stadt die Geschichte mit Füßen tritt…
23. Juli 2012, 23:47
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Der SZ Artikel nochmal komplett für die, die ihn noch nicht gelesen haben hier

Es gibt wenige Themen, die mich so auf die Palme bringen wie “die Stadt und das Ellenfeld”.
16 000 Euro steckt Neunkirchen dieses Jahr in die Sicherung maroder Bereiche im Ellenfeld-Stadion. Eine komplette Sanierung für mehrere Millionen Euro kann sich die Stadt nach eigenen Angaben nicht leisten.
Wenn man sich die finanzielle Lage der Stadt anschaut ist diese Aussage sicherlich richtig, doch Erstens gibt es wieder keinen Namen zu dieser Aussage und Zweitens erzählen kann man viel wenn der Tag lang ist.
Für den Umbau der Gebläsehalle hat man ja komischerweise auch 3,57 Millionen und sind wir ehrlich, welches städtische Projekt kostet am Ende auch wirklich soviel, wie am Anfang der Planung.
Jahrelang hat man das Ellenfeld verrotten lassen, das es das nicht günstiger macht dürfte Jedem klar sein.
Das Eisenwerk hat man platt gemacht, heute will man mit einem lächerlichen Rundweg daran erinnern, vielleicht sollten sich die Stadtoberen mal daran erinnern das es ohne dieses Eisenwerk die Stadt gar nicht gäbe.
Das einstige Hallenbad, mit seiner außergewöhnlichen Architektur, hat man kurzerhand stillgelegt, das Freiband wurde geschlossen, alles mit der Begründung: zu teuer.
Dafür haben wir jetzt ein Kombibad, was an den Bedürfnissen der Menschen vorbeigeht, viel zu klein und viel zu teuer für die normale Durchschnittsfamilie ist.

Eine drohende Sperrung der unteren Tribünen-Sitzplätze habe Hauptsponsor und Vorsitzender Giuseppe Ferraro einen Tag vor dem Oberliga-Auftaktspiel gegen den 1. FC Saarbrücken II “mit starkem finanziellen und arbeitstechnischen Engagement verhindert”, teilt Roland Eich, Pressesprecher von Borussia Neunkirchen auf SZ-Anfrage mit.
Vor allem im Umfeld der Haupttribüne habe das städtische Amt für Gebäudewirtschaft erheblichen Sanierungsbedarf festgestellt. Hier würden Teilbereiche unterhalb der Tribünenränge mit Bauzäunen abgesperrt oder mit einem Netz vorbeugend gegen herabfallende Teile gesichert.

Spätestens jetzt schlägt man den Fass den Boden aus. Wo gibt es denn sowas. Was wäre denn gewesen wenn Herr Ferraro sich nicht bereit erklärt hätte das zu machen? Hätte man das Spiel dann abgesagt? Die Maßnahmen getroffen und unter den Teppich gekehrt? Warum eine Prüfung erst so kurz vor Rundenstart man hat doch jederzeit die Gelegenheit?
Imageverlust der Stadt wäre noch das kleinste Übel gewesen, sowas geht einfach garnicht. Da stellt die Stadt fest, was zwangsläufig passiert, wenn man sich jahrelang nicht drum kümmert, aber was dagegen machen, tut man auch nicht.

Was ich vermisse in dem Bericht ist, wie es weitergeht.
Die Stadt erklärt sie hat keine Kohle und Ende? Man wirbt für die umgebaute Gebläsehalle als Eventhalle, wünscht sich dort Kongresse und Tagungen, möchte so die Übernachtungszahlen und den Tourismus stärken.
Manche Menschen würden eher dem OB unterstellen, das er sich da sein eigenes Denkmal baut. Musical in Neunkirchen, nichts gegen Kultur Herr OB aber genau die, wird in dieser Stadt mit Füßen getreten.
Borussia ist mehr als ein Stück Geschichte dieser Stadt, ohne den Verein wäre Neunkirchen bei weitem nicht so bekannt. Wenn die Pläne des neuen Vorstands gelingen sollten, dann würde auch die Stadt davon profitieren…. weit mehr als durch eine Eventhalle oder irgendeinem Musical.

Das schönste am Ellenfeld ist gleichzeitig sein größtes Problem, es ist ein einzigartiges Fussballstadion, keine der modernen austauschbaren Arenen. Hier kann man keine Tagungen, Konzerte oder ähnliches in goßen Dimensionen veranstalten. Hier kann man Fussball spielen und sonst nichts. Für die einen eine trauriger Tatsache, für andere genau das was diesen Ort ausmacht.

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