Stahlwerk


Teil II…mit “Patsches” Karriere
23. Juli 2012, 23:41
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Die Ligazugehörigkeit kein Wunder bei einem Sportler, spielte für ihn eine wichtige Rolle. So das es nach dem Abstieg mal wieder zu einem weiteren Vereinswechsel kam. LR Ahlen damals das Spielzeug des LR Firmenchefs rief und zahlte auch gut, so das der Großstadtmensch Patschinski sich in die Westfälische Einöde begab. “Fehler sind dazu da, um gemacht zu werden und das war einer. Wir sind mit Trier aus der Liga abgestiegen. Dann gab es mehrere Möglichkeiten und LR Ahlen klang ganz interessant. Vom Geldverdienen her war es sowieso gut und sportlich sah es eigentlich auch ganz gut aus. Von den Namen, die in der Mannschaft gespielt haben, dachte ich eigentlich, dass da mehr drin wäre als der vorletzte Platz.”

Zu den Namen damals gehörte sicherlich auch Catalin Racanel, was einen erneuten Abstieg aber auch nicht verhindern konnte. Damit einher ging etwas was er wohl sein ganzes Leben nicht mehr wird abstreifen können,in fünf Saisons mit drei Vereinen viermal abgestiegen zu sein. “Aber ich denke außer Ahlen hätte ich alles wieder gemacht. Ich wäre auch zu den Vereinen wieder gegangen. Deshalb hängt mir nur der Ahlen-Abstieg nicht hinter her, der war so emotionslos. Die anderen Abstiege, die haben schon sehr wehgetan.”Eine interessante Geschichte sollte es zu dieser Zeit auch noch geben….Nico Patschinski verschrien als ewiger Spaßvogel, kann neben dem Fußball, scheinbar auch sehr gut schreiben. So schrieb er eine zeitlang für die Fachzeitschrift “RUND” Kolumnen. Dabei stellte die Redaktion fest das Nicos Großeltern aus Ostpreussen stammen, was lag also näher als dem polnischen Fußballverband darauf aufmerksam zu machen und die nötigen Papiere zuzuschicken. Das Interesse war “ein halbes Jahr lang intensiv”, so Patschinski. Doch am Schluß sollte sich keiner mehr melden. “Man hat ja bei der WM gesehen, was sie davon hatten.”Leider konnte ich aber bisher noch keine Kolumne von ihm im Netz finden, schade eigentlich. Nach dem Abstieg mit LR Ahlen, war ihm die Ligazugehörigkeit egal alles was er noch wollte war wieder Spaß haben. Zwar gab es einige Angebote doch er entschied sich zu einem Wechsel zurück in die Heimat. Sicherlich verzichtete er dabei auch auf Geld, aber als frischgebackener Vater zählen andere Werte. Mit seinem früheren Verein Union Berlin spielte er eine durchwachsene Saison, bevor in der darauffolgenden die Qualifikation für die neue 3.Liga gelang.

Bei Union führte er auch zwei Trainingsleibchen ein, im schicken rosa mit “KDV der Woche” und “Bunki der Woche”. Die bekamen die Spieler die beim Pfostenschießen und ähnlichem als letzter übrig blieben. Die Idee hatter er aus Hamburg mitgebracht. Überhaupt scheint der Mann ein Faible für Wetten zuhaben, meins ist das ja nicht so wirklich, aber was für Dinge er da gemacht hat. Nach einem gewonnen Spiel mit Trier in Kaiserslautern saß er zum Beispiel mit einer “Wolfgang Petry” Gedächtnissperücke im Studio des SWR bei Flutlicht. Die Moderatorin war entsprechend verdutzt da sie davon keinen Schimmer hatte. Ein anderes Beispiel nach einer langen Verletzungspause kam er überraschend zum Einsatz gegen Hertha II, schoß nach sieben Minuten ein schönes Tor und rannte zur Verwunderung aller zum Jubel vor den Hertha Block, ebenfalls ein Wetteinsatz. Der Mann hat aber nicht nur ein Faible für Wetten, sondern auch fürs Glücksspiel hatte er in der Vergangenheit ne Menge übrig. Der Spaß oder auch Nichtspaß hat ihm böse mitgespielt und ging eine zeitlang durch sämtliche Medien. In diese Zeit hinein fiel auch die Trennung von Union Berlin, die ganze Geschichte ging vor Gericht, da wurde reichlich Schmutz ausgekübelt. Er selbst äußerte sich zu den Vorwürfen z.B. die Teilnahme an einem Pokerturnier des BFC so“Ich habe mir in dieser Beziehung nichts zu Schulden kommen lassen. Erstens war es eine private Sache und zweitens habe ich mich nicht benommen, wie mir nachgesagt worden ist.“ Die Verhandlung gewann am Ende Nico Patschinski. Monate zuvor wurde er gefragt ob Union für ihn eine Herzensangelegenheit ist “Ich denke schon, dass das eine Herzensangelegenheit ist, klar. Sicherlich würde ich jetzt nicht sagen, ich verkaufe meine Frau für den Verein, das nicht. Aber da hängt schon eine Menge Herzblut mit dran. Doch, das kann man sagen.”Schade für beide Seiten das es so gelaufen ist. Nach einer Zeit ohne Fussball wechselte er ausgerechnet zum Lokalrivalen BFC zurück, dem Verein bei dem er als Sechsjähriger mit dem Fußball spielen begann. Ein Jahr sollte er dort spielen, der vor der Saison ausgelobte Regionalligaaufstieg wurde verfehlt und für Nico Patschinski ging es noch einmal zurück nach Trier. Warum ausgerechnet nach Trier vielleicht erklärt das diese Aussage die er ebenfalls in diesem Interview getätigt hat “Eintracht Tier auf jeden Fall. Da hängt, würde ich sagen genauso viel Herzblut dran, wie bei Union.” Sportlich konnte er aber Trainer Seitz scheinbar nicht mehr überzeugen und so war er am Ende nur noch Stürmer Nummer Fünf. So ist das wenn dann neben den Gesetzten den Jüngeren die Zukunft gehört. Auf die Frage was er einmal nach der Karriere machen will antwortete er einmal “Na ich denke mal, so täglich ab halb zehn an der Kaufhalle sitzen und ein Bier trinken, das ist mein Wunsch. (lacht)”Ganz so früh soll das wohl nicht geschehen, also kam der Anruf von Paul Linz wohl zur rechten Zeit. „Der Reiz liegt darin, einen alten Traditionsverein wieder zum Leben zu erwecken“, solche Sätze hört man gern von solch einem Spieler, wer aber die Aussagen bisher aufmerksam gelesen hat, der weiß das “Patsche” sagt was er denkt und nur selten was man erwartet. Die berufliche Perspektive als Disponent im Lager die ihm hier aufgezeigt wurde scheint ihm zuzusagen, denn der Trainer und Managerposten scheint ihm nicht zu behagen. “Das Maximale, was ich mir vorstellen könnte, wäre so was wie Zeugwart oder Platzwart. Ich bin da leider nicht neutral genug. Wenn ich eine Mannschaft aufstellen müsste, würde es bei mir nach Sympathien gehen und nicht nach Leistung und das wäre dann auch nicht fair.” Da wird unser Hausmeister wohl demnächst unruhiger schlafen, haha. Einen Lacher hat er bei dem Thema auch geliefert “Ich denke eigentlich ein bisschen in eine andere Richtung, denn Sport und Fußball habe ich genug gemacht. Vielleicht Pornostar oder so… (lacht) aber meine Frau sagt, das ist nichts für mich.”Hoffentlich bleibst du uns noch ein bisschen erhalten, denn von deiner Erfahrung kann der ganze Verein profitieren….

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