Stahlwerk


remember…Enkel mögen kraftvoll walten, schwer Errungenes zu erhalten
23. Juli 2012, 23:57
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Wenn man ein wenig sarkastisch sein wollte könnte man behaupten das Bild das, dass Stadion mit seinen Absperrgittern und Fangnetzen liefert spiegelt den Zustand dieser Stadt und seines Vereins wieder. Es ist schon eine gewisse Provinzposse die da abläuft. Ein Verein steht vor dem finanziellem Aus, muß sein Stadion verkaufen und ausgerechnet die Politik führt sich dabei auf, wie man es von einer unseriösen Versicherungsfirma erwarten könnte.

So erwartet man allen Ernstes das Borussia für das Stadion gerade steht, ein 5.Ligist der auch Dank der eigenen Stadt alljährlich um´s überleben kämpft. Wie soll so was gehen und wie kann man sich als Stadt so aus der Verantwortung ziehen? Sicherlich die Stadt hat einen Vertrag vor über 20! Jahren abgeschlossen in der all das geregelt ist und der ihr auch das Recht gibt so zu handeln, aber was ist mit der Moral?

Ich habe es schon einmal vor ein paar Wochen geschrieben, wer würde unsere Stadt ohne Borussia kennen? Vor ein paar Tagen erhielt ich eine E-mail von der Fanbeauftragten vom KSV Holstein Kiel, die gerne mit 4 Mann ein Spiel unserer Borussia besuchen würden. Sicherlich nicht weil sie der Fussball in der Oberliga Südwest interessiert, sondern weil sie dieses einmalige Stadion sehen wollen und ich hätte ne Menge solcher Erlebnisse zu erzählen, wo Menschen aus der ganzen Republik und darüber hinaus nach Neunkirchen gekommen sind um sich das Stadion anzugucken.

Werter Oberbürgermeister wegen ihrem Saarpark Center wird keiner hunderte Kilometer fahren, auch nicht für das neue Stadtbad. Ihre Eventhalle ist doch auch wieder nur so ein Projekt bei dem man sich die Frage stellt ob sich da nicht jemand selbst ein Denkmal bauen will.
Warum konnte man nicht das alte Hallenbad zu so einer Eventhalle umbauen? Was wollte die Stadt uns denn bitte mit dem Bau des Rewe Marktes auf unserem Parkplatz beweisen…? Das wir nicht mehr wichtig sind, das wir eh in der Versenkung verschwinden werden?

Heißt “Strukturwandel” das, dass größte Aushängeschild unserer Stadt einfach bei dieser Gelegenheit “weggewandelt” wird?

In Zeiten von Grundschulschließungen kann man schwerlich “Unsummen” für einen Fußballverein ausgeben. Aber gehört zu der Tradition “Hüttenstadt” nicht auch ein Gebäude (sprich: Stadion), in dem diese Tradition bald ein ganzes Jahrhundert gelebt wurde? Wie läßt sich eine “Eventhalle” in diesem Zusammenhang begründen? Nicht, daß die immer noch zahlreichen Fans der Borussia etwas dagegen hätten. Nur etwas mehr Würdigung eines Stückes Neunkircher Stadtgeschichte wäre wünschenswert.

Was man aber der Stadt zu Gute halten muss ist das man auf Anfragen auch antwortet, leider wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts von diesem Vertrag

Hallo Herr Kassner,

Ich komme der Bitte von OB Fried nach und antworte auf Ihre Mail an ihn vom gestrigen Mittwoch.

Letzte Woche wurden Betonabplatzungen an der Unterseite der Tribüne festgestellt, die Anlass zur Besorgnis gaben. Die gespannten Netze sind nicht ausreichend, hier Sicherheit zu geben: Es sind Netze, die eigentlich nur als Windschutz zugelassen sind. Daß sie die abgeplatzten Betonstücke tatsächlich hielten, war reines Glück, auf das man sich aber nicht verlassen kann. Daher hat die Stadt als untere Bauaufsicht gegen die Borussia als Nutzungsberechtigten und sich selbst als Eigentümer und Duldungsverpflichteten eine Sicherungsmaßnahme ausgebracht, nachdem der Bereich, wo solche Abplatzungen drohen, komplett zu sichern, d.h. unzugänglich zu machen, ist. Ein Zu- und Abgang zur Tribüne ist nur durch einen provisorischen Tunnel, der noch zu errichten ist, möglich. Diesbezüglich steht Borussia in der Pflicht, es gibt seit 1991, dem Jahr des Stadionankaufs durch die Stadt, einen Nutzungsvertrag zum Stadion, wonach die Borussia als Nutzungsberechtigter die Stadt
von allen Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen freistellt und diese übernimmt, quasi also die Eigentümerpflichten der Stadt abgenommen hat. Die Frage, wie die Stadt “weiter verfahren” möchte, stellt sich also nicht. Sie wird sich an den Vertrag halten, die Sanierungs- und Verbesserungsmaßnahmen von der dazu verpflichteten Borussia einfordern und die Einhaltung überwachen, widrigenfalls, wie hier geschehen, auch als UBA tätig werden.

Die Kreisstadt Neunkirchen und die Borussia haben aber in gemeinsamen Gesprächen einer Lösung gefunden. Der Vorstand, insbesondere der 1. Vorsitzende Guiseppe Ferraro hat am Dienstag mit Vertretern der Stadt beraten. Dem Vertrag entsprechend wird die Borussia die Sicherungsmaßnahmen durchführen und den provisorischen Tunnel bauen. Rechtzeitig vor dem Spiel gegen Pirmasens erfolgt eine Abnahme durch die UBA. Sollte die Borussia die Sicherheitsanforderungen erfüllen, erfolgt auch eine Freigabe.

Ganz wichtig: Die Statik der Tribüne ist nicht gefährdet. Die Betonabplatzungen sind oberflächlich und gefährden allein durch die Fallwucht der Teile die Sicherheit von unter der Tribüne stehenden Personen, allein dies ist Anlaß für die ausgebrachten Maßnahmen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen.

Viele Grüße

Jörg Aumann

Um das mal klarzustellen der Verein musste diese Sicherungsmaßnahmen übernehmen, wäre dies nicht möglich gewesen, hätte das Spiel gegen den FKP nicht stattgefunden. Waldalgesheim wäre das vorerst letzte Heimspiel gewesen und was hat die Stadt gemacht? Hat man sich vielleicht auch bei der Stadt schon ein bisschen viel auf Ferraro verlassen?

Die Absperrungen sowie der Tunnel bezahlte wieder einmal die Firma F&R (ebenso wie die Stützen, die unterhalb der Tribüne angebracht wurden). Die Fangnetze sowie der Bauzaun Spieser Kurve wurden der Firma Linnbeacher von der Stadt bezahlt…
Die Unterbauung der unteren Sitzränge der Tribüne einschließlich Abnahme durch Statiker hat die Firma F&R rund 8.000 ? gekostet. Diese Aktion hier mit Sicherheit nochmals rund 5.000 ?. Wenn alles weiterhin so schleppend geht, dann zahlt Ferraro locker mal wieder 15-20.000 ?!

Block 5 von hinten

Wie man mittlerweile hören konnte wird die Sanierung der Haupttribüne allein 200.000 Euro kosten.
Was wenn Herr Ferraro nicht bereit ist weiterhin kurzfristig einzuspringen, wenn keine Spiele mehr im Ellenfeld stattfinden dürfen? Was dann, dann möchte ich die Stadt sehen, wenn es durch sämtliche Medien…und machen wir uns nichts vor, auch bundesweit auf einmal Schlagzeilen regnet. Während der Saison mal kurz den Spielbetrieb aussetzen oder wie soll sowas laufen, die Antworten möchte ich hören die dann der OB zum Besten gibt.

Für mich klingt das alles wenig nach Dialog oder einer gemeinsamen Lösung suchen,sondern es wirkt wie eine Kraftprobe die, die Stadt da ausfechten will. Doch wundert Euch nicht wenn es beim nächsten Highlight Spiel Pfiffe hagelt, wenn ihr mal wieder als Gäste unser Ellenfeld für Euer politisches Schaulaufen missbraucht. Erfolgsfans sind im Ellenfeld nicht gern gesehen und welche die den Verein in der Not nicht unterstützen, aber im Erfolge sich sonnen wollen, schon dreimal nicht.

…Enkel mögen kraftvoll walten, schwer Errungenes zu erhalten

du wirst immer fortbestehen

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